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10.000 Unterschriften für Ende des Duhner Wattrennens: PETA appelliert an Oberbürgermeister und Sponsoren, ihre Unterstützung einzustellen

Oberstaatsanwalt sieht „Anhaltspunkte für Tierquälereien“

Stand Januar 2016
Cuxhaven / Stuttgart, 20. Januar 2016 – Pferdequal am Nordseestrand: Wegen des Verdachts auf Tierquälerei erstattete die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. im Juli 2015 bei der Staatsanwaltschaft Stade Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Duhner Wattrennens. Oberstaatsanwalt Kai Thomas Braes gab daraufhin im vergangenen Monat bekannt, dass es bei dem Pferderennen „Anhaltspunkte für Tierquälereien“ gebe. PETA appelliert  nun an den Cuxhavener Oberbürgermeister Ulrich Getsch als Schirmherr des Rennens, die Brauerei Jever sowie weitere Sponsoren wie beispielsweise die Sparkassen Cuxhaven und Weser-Elbe, ihre Unterstützung für die tierschutzwidrige Veranstaltung zu beenden. Die Tierrechtsorganisation übermittelte den Unterstützern und Sponsoren zudem 10.000 Unterschriften von Tierfreunden aus ganz Deutschland mit der Forderung, sich für ein Ende des Duhner Wattrennens einzusetzen.

„Für die Pferde bedeutet das Duhner Wattrennen extremen Stress, Schmerzen und eine hohe Verletzungsgefahr“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V „Das tierquälerische Spektakel muss endlich abgeschafft werden.“

Nachdem PETA hochauflösendes Fotomaterial des Duhner Wattrennens aus dem Jahr 2014 durch unabhängige und renommierte Pferdeexperten hat auswerten lassen, kritisieren die Tierrechtsorganisation und die Fachleute – Fachbuchautor Dr. Gerd Heuschmann sowie der ehemalige Rennbahntierarzt und Fachtierarzt für Pferde, Dr. Maximilian Pick – vor allem die Zäumung und die tierschutzwidrigen Gebisse, die bei der Veranstaltung zum Einsatz kommen. Diese fügen den Tieren durch die mechanische Gewalteinwirkung erhebliches Leid zu. Auch die von der Rennleitung tolerierten Peitschenschläge zeugen von einer rücksichtslos auf Leistungerbringung ausgerichteten Einstellung gegenüber den sensiblen Vierbeinern. Die Staatsanwaltschaft lässt derzeit durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ein Gutachten erstellen, das Klarheit bezüglich des Ausmaßes der Tierquälerei und der Schuldfrage bringen soll.

PETA fordert ein Ende von Pferderennen in Deutschland und ruft alle Tierfreunde dazu auf, keine derartigen Veranstaltungen zu besuchen. Allein im Zeitraum von 2011 bis 2013 mussten in Deutschland mehr als 750 Pferde, die für den Galopp- und Trabrennsport benutzt wurden, ihr Leben lassen. Häufig werden bereits zwei- oder dreijährige Pferde an den Start geschickt, obwohl sich die Tiere noch im Wachstum befinden. Die Folgen sind häufig Sehnenschäden und Knochenbrüche, weil der Bewegungsapparat noch nicht richtig ausgebildet ist. Das Wohl der Pferde spielt hier meist keine Rolle. Zum Alltag von sogenannten Rennpferden gehört es, dass wiederholt mit der Peitsche auf sie eingeschlagen wird und sie durch den Einsatz von Zungenbändern, Ohrenstöpseln und Scheuklappen gefügig gemacht werden.
 

Tierschutzwidrige Zäumung beim Duhner Wattrennen 2014: Die abgebundene Zunge läuft bereits blau an – das Gebiss ist bis tief in die Mundwinkel gezogen / © PETA
 
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Duhner-Wattrennen
PETA.de/Pferderennen
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de