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125 Kühe sterben bei Brand in Walding: PETA kritisiert unzureichende Vorschriften in Brandschutzgutachten

 
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Stand Juli 2014
Walding / Stuttgart, 30. Juni 2014 – Lebendig verbrannt: In der Nacht auf vergangenen Samstag brach in Walding im Kreis Mühldorf am Inn auf einem Bauernhof ein Großbrand aus. Als die alarmierte Feuerwehr mit einem Großaufgebot von 22 Wagen eintraf, standen Maschinenhalle, Scheune und Stall bereits in Vollbrand. Darin befanden sich 130 Kühe, von denen 125 verbrannten, erstickten oder aufgrund ihrer schweren Brandverletzungen von der herbeigerufenen Tierärztin eingeschläfert wurden. Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen in der Maschinenhalle aus und griff auf die anderen Gebäude über. Auch die beiden Bewohner des Wohnhauses wurden verletzt, der Sachschaden beträgt etwa eine Million Euro. PETA Deutschland e.V. kritisiert, dass der Brandschutz in Tierställen nach heutigem Wissen und Stand der Technik völlig unzureichend ist. Häufig werden dabei nur technische Details wie beispielsweise ein möglicher Ausfall der Lüftungsanlagen bedacht. Die Tierrechtsorganisation bemängelt, dass in einigen Bundesländern eine Regelung in den Brandschutzgutachten fehlt, die die Rettung aller Tiere im Notfall beinhaltet. Auch die Tiere in Teutschenthau fielen unzureichenden Brandschutzregelungen zum Opfer. Allein in den letzten Monaten sind etwa 20 Stallbrände mit einer großen Zahl an Todesfällen bekannt geworden.
 
„Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall qualvoll verbrennt oder erstickt, ist ein grob fahrlässig getötetes Tier“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: wenn Tausende Tiere in einem Stall untergebracht sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten – dieses Risiko wird bei bestehenden Anlagen oder Neubauten billigend in Kauf genommen.“
 
Für die Ernährungsindustrie sind Tiere ein reines Produktionsgut. Verbrennen oder Ersticken in einem Stall Tausende Tiere, wird allein der entstandene Sachschaden berechnet. In der Tierhalteindustrie bedeutet jedoch nicht nur ein Brandfall Leid und Tod. Egal ob Rind, Schwein oder Geflügel, egal ob konventionelle oder ökologische Haltung: Tiere als leidensfähige Lebewesen werden anhand ihrer Leistung und ihres Nutzens für den Menschen beurteilt. Für Fleisch, Milch und Eier werden sie ausgebeutet und getötet, obwohl sie ihr natürliches Lebensalter nicht annähernd erreicht haben. Im Schlachthaus ist das Leiden noch nicht beendet: Kopfüber an einem Bein aufgehängt wird ihnen die Kehle durchtrennt, Millionen Tiere sind dabei nicht ausreichend betäubt.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sondern jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de