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Über 1400 Bürger protestieren gegen Reptilienausstellung in der Pforzheimer Schlössle-Galerie - PETA fordert kritisches Hinterfragen der Veranstaltung

 
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Stand März 2012
Pforzheim / Gerlingen, 27. März 2012 – Nachdem in der Pforzheimer Schlössle-Galerie vom 12. bis 24. März eine Reptilienausstellung veranstaltet wurde und über 1400 Menschen mit ihrer Beteiligung an einer Online-Petition von PETA Deutschland e.V. ihre Ablehnung gegen diese Form von Tierquälerei zum Ausdruck brachten, fordert die Tierrechtsorganisation die Geschäftsführung dazu auf, Veranstaltungen wie diese in Zukunft kategorisch auszuschließen. PETA weist darauf hin, dass solche Ausstellungen puren Stress für die exotischen Wildtiere bedeuten und nichts mit ihrer natürlichen Lebensweise gemein haben.

„Die Schlössle-Galerie hätte jetzt die Chance zu beweisen, wie fortschrittlich und tierfreundlich sie ist, indem die Geschäftsführung künftig keine Reptilienausstellungen veranstaltet“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Obwohl die Verantwortlichen bislang zu keiner Stellungnahme bereit waren, hoffen wir, dass sie sich zu diesem mitfühlenden Schritt entscheiden. Schließlich haben wir hunderte Anrufe von empörten Pforzheimer Bürgern erhalten, die uns auf das tierverachtende Event in dem Einkaufszentrum aufmerksam machten.“

Tiere wie Krokodile, Echsen und Schlangen sind nicht-domestizierte Wildtiere, die sich niemals an die Gefangenschaft gewöhnen. Die Tiere reagieren besonders empfindlich auf nicht angemessene Temperaturen, falsche Luftfeuchtigkeit und natürlich auf Lärm und Vibration. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Aussteller schon mit den Tieren arbeitet oder ob Veterinäre im Vorfeld das Umfeld kontrollieren – der bei den Tieren ausgelöste Stress lässt keinesfalls nach. Hinzu kommt, dass den Besuchern vermittelt wird, dass es sich bei „exotischen Tieren“ nicht um fühlende Lebewesen handelt, sondern um Anschauungsobjekte, über die man frei verfügen könne.

Auch stellen Veranstaltungen wie diese eine Gefahr für die Besucher dar. Das Robert Koch-Institut warnt seit Langem vor dem hohen Übertragungsrisiko von Erregern wie Salmonellen. Die exotischen Viren, die Reptilien in sich tragen, sind insbesondere für Kinder, alte Menschen und Immungeschwächte gefährlich. Mit einem Händewaschen nach dem Kontakt ist es dabei keineswegs getan, da die Erreger durch Berührung auf die Kleidung übertragen werden können. Nicht selten können die Keime dort wochenlang verbleiben.

PETA fordert daher die Schlössle-Galerie dazu auf, in der Zukunft von solchen Veranstaltungen abzusehen und somit ein Gesundheitsrisiko für Tiere und Menschen nicht billigend in Kauf zu nehmen.

 

Reptilienausstellungen: Eine Gefahr für Tiere und Menschen / © PETA

 

Weitere Informationen:
www.terraristika-info.de
www.peta.de/salmonellen

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de