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18. Mai – Europäischer Tag der Meere: PETA appelliert an Bremer Bürger, Meerestiere zu schützen, statt sie zu essen

 
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Tierrechtsorganisation fordert Respekt für Meeresbewohner

Stand Mai 2014
Bremen / Gerlingen, 16. Mai 2014 – Fauna der Meere feiern, statt sie leer zu fischen: Der "Europäische Tag der Meere" (European Maritime Day - EMD) gilt als das wichtigste maritime Ereignis in Europa und wird in diesem Jahr am 18. Mai von der Hansestadt Bremen ausgerichtet. Aus diesem Anlass appelliert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. an die Bremer Bevölkerung, ihr Verhalten im Umgang mit den Bewohnern der Ozeane zu ändern. Die intensive Überfischung zerstört das Ökosystem Ozean und in der Nord- und Ostsee ist bereits jede dritte Art vom Aussterben bedroht. Außerdem wird den Fischen und Krebsen beim Fang erhebliches Leid zugefügt.

„Fischfang ist grausam, er bedeutet für jedes Tier einen qualvollen Tod. Das sollten sich die Menschen am Tag der Meere bewusst machen,“ so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Wir appellieren an die Bremer, Meerestiere zu schützen, anstatt sie zu töten und zu essen.“

Jedes Jahr sterben weltweit 1.500 Milliarden Fische für die Nahrungsindustrie – mehr, als alle anderen Tiere zusammengenommen. In kilometerlangen Netzen werden sie aus den Tiefen des Meeres an Bord der Schiffe gezogen, wobei durch die enorme Druckverminderung oft ihre Schwimmblase reißt; die Augen treten aus den Höhlen und der Magen wird aus dem Mund herausgepresst. Außerhalb des Wassers ersticken die Fische langsam, werden in den Netzen zerquetscht oder lebend eingefroren. Laut Studien des Max-Planck-Instituts in Seewiesen sind Fische ebenso intelligent wie Primaten und gehören zu den wenigen Tierarten, die Werkzeuge benutzen. Zwei neue Gutachten der Schweizer Eidgenössischen Ethikkommission für Biotechnologie im Außerhumanbereich (EKAH) befassen sich intensiv mit der Kognition und dem Bewusstsein von Fischen. Die Verfasser, Philosoph Markus Wild und Biologe Helmut Segner[1], belegen, dass Fische Schmerzen empfinden, ein Bewusstsein haben, lernfähig sind und kooperieren können. Auch internationale Studien von Sneddon[2] und Braithwaite[3] kamen zu diesem Ergebnis.

Es gibt inzwischen leckere, gesunde pflanzliche Fischspezialitäten, die den Raubbau an den Meeren überflüssig machen. Veggie-Fisch ist heute in jedem veganen Shop oder veganen Supermarkt sowie teils auch in Biomärkten erhältlich. PETA empfiehlt zum Beispiel das Veggie Lachsfilet von Vantastic Foods.

Quellen: [1] Segner, 2013; [2] Sneddon, 2011; [3] Braithwaite, 2010.


Weitere Informationen:
PETA.de/Fische
PETA.de/Hummer

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de