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180.000 Kälber ersticken jedes Jahr im Mutterleib und Verantwortliche schauen weg

 
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PETA fordert anlässlich der kommenden Verbraucherschutzministerkonferenz endlich ein ausnahmsloses Schlachtverbot für schwangere Tiere

Stand November 2014
Stralsund / Stuttgart, 21. November 2014 – Hunderttausendfachen Erstickungstod im Mutterleib verhindern: Anlässlich der diesjährigen 24. Sitzung der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz am 24. und 25. November in Stralsund fordert PETA Deutschland e.V. die Agrarminister erneut auf, das Töten schwangerer Tiere in ihrem Bundesland per Erlass ausnahmslos zu verbieten. Dieser Beschluss ist längst überfällig und darf nicht weiterhin an den Bund abgeschoben werden. Jährlich werden in deutschen Schlachthäusern über 180.000 schwangere Kühe getötet. Für jedes ungeborene Kalb bedeutet die Tötung der Mutter einen minutenlangen Todeskampf im Mutterleib, bei dem das Tierkind langsam erstickt, um anschließend wie Müll entsorgt zu werden. Die Tierrechtsorganisation hatte die Minister schon im Oktober dieses Jahres aufgefordert, der qualvollen Praxis ein Ende zu setzen. Tausende Bürger schlossen sich der Forderung an und unterzeichneten eine Petition, über die bisher schon über 156.000 Protestmails an die Agrarminister versendet wurden.
 
„Selbst vor dem ungeborenen Leben hat die Milch- und Fleischindustrie keinen Respekt“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Obwohl die Verantwortlichen aus Politik und Fleischbranche seit Jahren wissen, dass jeden Tag rund 500 Kälber im Leib ihrer Mutter ersticken, bleiben sie untätig. Das zeugt von lebensverachtender Gleichgültigkeit und rücksichtsloser Profitorientierung.“
 
Nach einem entbehrungsreichen Leben sterben in deutschen Schlachthöfen jedes Jahr 3,5 Millionen Rinder. Laut Bundesregierung sind über zehn Prozent der Tiere dabei nicht ausreichend betäubt und erleben den Schnitt durch ihre Kehle teilweise bei vollem Bewusstsein. In der Milchproduktion werden Kuhmutter und Kalb schon wenige Tage nach der Geburt voneinander getrennt – eine Tortur für die sensiblen Tiere, die normalerweise eine sehr enge Bindung pflegen. Die Kuh wird daraufhin erneut künstlich besamt. Erkrankt ein weibliches Rind während der Schwangerschaft, ist eine Behandlung oftmals unrentabel für den Landwirt und die Kuh wird in den Schlachthof transportiert.

PETA fordert die Agrarminister auf, dieses lebensverachtende Handeln sofort und ausnahmslos zu beenden und das Schlachten schwangerer Tiere per Erlass in ihrem Bundesland zu beschließen. Des Weiteren appelliert die Tierrechtsorganisation an die Agrarminister, bei ihren zukünftigen Entscheidungen nicht die tier- und menschenverachtende Tierindustrie, sondern die nachhaltige und tierfreundliche bio-vegane Landwirtschaft zu fördern.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sondern jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 
Die PETA-Petition gegen das Töten schwangerer Tiere kann hier unterzeichnet werden.
 

Weitere Informationen:
Verbraucherschutzministerkonferenz.de/Termine.html
Veganstart.de
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de