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Das Jahr 2015

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Erfolge, Recherchen und prominente Unterstützung

Stand Dezember 2015


Gemeinsam mit mehr als 65.000 Unterstützern und Fördermitgliedern konnte PETA 2015 eine Vielzahl großartiger Erfolge für Tiere erzielen.
So haben wir beispielsweise zwei Schimpansen gerettet, die jahrzehntelang in einem winzigen Verschlag gefangen gehalten wurden. Mit einer bahnbrechenden Undercover-Recherche konnten wir die grausamen Machenschaften im Heimtierhandel aufzeigen. Außerdem ist es uns gelungen, unzählige Tiere vor schmerzhaften und tödlichen Chemikalientests zu bewahren – und all das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Beiträge über unsere Arbeit in Magazinen und Zeitungen wie Der Spiegel, Focus, Süddeutsche Zeitung, BILD, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Welt, B.Z. und Stern sowie Nachrichten und Reportagen auf ARD, NDR, RTL, ZDF, WDR, N24 und Sat1 haben dafür gesorgt, dass unsere Tierrechtsbotschaft eine breite Öffentlichkeit erreichte.

Bei der Nutzung des Internets als hochwirksame Plattform für den Tierschutz bauen wir unsere Kompetenz kontinuierlich weiter aus und konnten in diesem Bereich 2015 deutliche Erfolge verzeichnen. So erreichten beispielsweise unsere Facebook-Posts jeden Monat durchschnittlich 25 Millionen User, und unser Blog schafft es regelmäßig in die Top 10 der meistgelesenen deutschen Blogs.

Dies zeigt eindeutig, dass sich Millionen Deutsche für die Themen Tierrechte und Vegane Lebensweise interessieren und mehr darüber erfahren möchten.
Qual für Angora
Bahnbrechende Erfolge für Tiere

Mit Aufnahmen einer Undercover-Recherche von PETA Asia auf Angorafarmen konnten PETA und ihre internationalen Schwesterorganisationen Dutzende weiterer Einzelhandelsunternehmen dazu bewegen, dem Beispiel von mehr als 120 Retailern zu folgen und Angora dauerhaft aus dem Sortiment zu streichen. Zu ihnen gehören Adidas, Lacoste, Bestseller mit den Marken Only und Vero Moda, Hugo Boss, Benetton, Tchibo und Inditex, der größte Textilkonzern der Welt und Konzernmutter des Unternehmens „Zara“. Die Recherche-Aufnahmen zeigen fixierte Angorakaninchen, die markerschütternd schrien, als ihnen das Fell gewaltsam ausgerissen wurde.

PETA Deutschland ist Mitglied des PETA International Science Consortium Ltd. – einer Gruppe von Wissenschaftlern, die sich auf drei Kontinenten dafür einsetzt, die Verfahren für Chemikalientests tiefgreifend zu ändern. Das Konsortium verzeichnete bereits eine Vielzahl bahnbrechender Erfolge, darunter auch die folgenden:
  • Gemeinsam mit PETA UK gelang es dem Konsortium, die Bürgerbeauftragte der Europäischen Union zu einem wichtigen Aufruf an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) zu bewegen. Entsprechend muss die ECHA künftig sicherstellen, dass der Einsatz von Tieren ausschließlich als letzte Option erfolgt. Im Rahmen der REACH-Verordnung der Europäischen Union, des weltweit größten Tierversuchsprogramms, kann dieser Erfolg Hunderttausende von Tieren vor Leid und Tod bewahren.
  • Das Konsortium ließ eine Entscheidung der ECHA über die geplante Durchführung einer Studie an 1.300 Tieren aufheben. Damit schaffte es einen Präzedenzfall, nach dem vor der Durchführung von neuen Tierversuchen zunächst alle vorhandenen Informationen bewertet werden müssen.
  • Das Konsortium veröffentlichte eine kostenlose siebenteilige Webinar-Serie zum Thema Ersatz von Tierversuchen für das REACH-Programm. An den Webinars haben bereits Tausende Wissenschaftler aus der ganzen Welt teilgenommen.
  • Das Konsortium richtete ein internationales Seminar für führende Experten im Bereich der Nanotechnologie aus und finanzierte die Entwicklung eines tierfreien Testverfahrens für Nanomaterialien.
Die Rettung der Schimpansen von Wedemark (© Animal Public)

Mehr als 30 Jahre lang mussten die Schimpansen Mimi und Dolly in einem verschmutzten, winzigen Verschlag in Wedemark ausharren. PETA setzte sich für die Befreiung der beiden Menschenaffen ein – heute führen sie ein glückliches Leben in einer Auffangstation, die auf die Rehabilitation von misshandelten und traumatisierten Schimpansen spezialisiert ist.

Mit verschiedensten Maßnahmen und Aktionen konnten wir dazu beitragen, unzählige Tiere vor der Ausbeutung in der Nahrungsmittelindustrie zu retten. So überzeugten wir IKEA davon, nun auch eine vegane Variante seiner berühmten „Köttbullar“ anzubieten.
Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Veranstalter der deutschen „Kids Climate Conference“ zu einem Familienfrühstück ohne tierische Produkte zu bewegen. Außerdem stießen wir mit unseren Laboruntersuchungen zur Belastung von Fleisch mit antibiotikaresistenten Keimen auf großes Medieninteresse. Unsere Testergebnisse zeigten, dass von 57 Fleischproben aus 5 namhaften Supermarktketten 65 Prozent mit den antibiotikaresistenten Keimen MRSA und/oder ESBL belastet waren.

Mit Videoaufnahmen und anderen Dokumentationen haben unsere Augenzeugen das Leid unzähliger Tiere an den Tag gebracht:
  • In deutschen und niederländischen Zuchteinrichtungen für den „Heimtiermarkt“ fanden PETA-Ermittler Tausende von Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Vögel, Ratten und Mäusen inmitten toter Artgenossen in völlig überfüllten und verschmutzten Käfigen oder Plastikboxen. Viele der Tiere waren krank, verletzt oder am Verdursten. Unsere Recherche führte dazu, dass die Baumarktketten OBI und toom bekannt gaben, den Verkauf von Kleinsäugern einzustellen.
  • In mehreren Schweinezuchtanlagen im Kreis Göppingen und Lippe dokumentierten PETA-Ermittler schwangere Sauen in Abferkelbuchten, die so eng waren, dass sich die Metallstäbe schmerzhaft in die Bäuche der Tiere drückten. Zudem fanden sie kranke, verletzte und tote Ferkel vor. Mithilfe der Videoaufnahmen dieser Recherche konnten sich Tausende Menschen aus erster Hand ein Bild vom unsäglichen Leid machen, das in jedem Stück Schweinefleisch, Schinken und Speck steckt.
  • PETAs Dokumentation über die Misshandlung mehrerer Bären und einer Elefantin im Circus Luna führte zu einer bundesweiten Medienberichterstattung über das Leiden der Tiere hinter den Kulissen der Zirkusmanege. PETA hatte die Behörden wiederholt darauf hingewiesen, dass die Elefantin aufgrund ihrer Ängste und Schmerzen eine Gefahr für Menschen darstellt. Nachdem sich PETAs Warnung letztlich bewahrheitete, wurde die Elefantin an einen Safaripark überstellt. Eine Bärin verstarb kurz vor ihrer Rettung, die andere wurde in einem Wildpark untergebracht.

Nach Kampagnen von PETA beschloss die Landesregierung von Baden-Württemberg erweiterte Einschränkungen bei der Jagd, die Stadtverwaltung von Erlangen erließ ein Verbot zur Vermietung von kommunalen Flächen an Zirkusse, die Wildtiere mitführen, die Rheinkirmes in Düsseldorf hat Ponykarusselle verboten und ein Trophäenjäger aus dem thüringischen Umweltministerium wurde seiner Kompetenzen im Tierschutzbereich enthoben.
Eine von mehr als 50 medienwirksamen Aktionen für Tierrechte im Jahr 2015
Tieren eine Stimme geben

Mit zahlreichen Kampagnen und Initiativen entwickelte PETAs Arbeit 2015 eine enorme Eigendynamik. Neben der Durchführung von rund 50 medienwirksamen Protestaktionen haben wir uns unter anderem auch in folgenden Bereichen engagiert:
  • Wie eine von PETA in Auftrag gegebene GfK-Umfrage aufzeigte, wussten 36 Prozent der Befragten nicht, dass eine Kuh nur dann Milch gibt, wenn sie ein Kalb zur Welt gebracht hat. Mit den Ergebnissen unserer Umfrage konnten wir die Öffentlichkeit darüber informieren, dass der Mensch nur eine einzige Möglichkeit hat, um an die Milch einer Kuh zu gelangen – er muss der Mutterkuh ihr Kalb wegnehmen.
  • Wir haben Gastronomie- und Catering-Anbietern für Schulen, Krankenhäuser und Bürogebäude vegane Rezepte zukommen lassen. Die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk und der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks haben unsere Informationen und Tipps zum Thema veganes Backen an knapp 10.000 Bäckereien weitergeleitet. Daneben konnten wir zahlreiche weitere Lebensmittelhersteller über die Vorteile veganer Produkte informieren.
  • Mit einer aufsehenerregenden Aktion im Rahmen einer UN-Klimakonferenz erinnerte PETA Vertreter der VereintenNationen daran, dass Klimaschutz bereits auf dem Teller beginnt. Bei der medienstarken Veranstaltung verkörperten PETA Unterstützer ein Stück „Fleisch“, das auf einem überdimensionalen Teller angerichtet war.
  • Bei der Berlin Fashion Week protestierte PETA gegen die Verwendung von Kleidung, die von Tieren stammt. Außer viel nackter Haut trugen unsere Unterstützerinnen lediglich Tiermasken von Fuchs, Kaninchen und Schaf.
  • PETA setzt sich weiter dafür ein, die Verwendung von lebenden Tieren im Unterricht an Universitäten mit weitaus effizienteren, tierfreien Unterrichtsmethoden zu ersetzen. Außerdem haben wir die Website Studieren-ohne-Tierversuche.de erstellt, auf der sich Studierende über Alternativmethoden informieren und Tierquälereien an Universitäten melden können.
Auch Dank prominenter Unterstützung, z.B. von Jorge González, konnten wir Tieren eine Stimme geben.
Mit aufmerksamkeitsstarken Werbeanzeigen, Videos und weiteren Aktionen hat PETA Millionen von Menschen über das Leid der Tiere in der Nahrungsmittel-, Bekleidungs- und Unterhaltungsindustrie sowie im Heimtierhandel informiert. Unterstützt wurden wir dabei von prominenten Persönlichkeiten wie Sky du Mont, Marion Kracht, Alexandra Kamp, Kai Schumann, Nova Meierhenrich, Armin Rohde, Armin Morbach, Jorge González und Joaquin Phoenix. Auch Fußballstars wie Timo Hildebrand und Marcel Schmelzer, der Rapper Thomas D sowie die Moderatorin und Autorin Ariane Sommer haben sich für die Tiere eingesetzt.