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300 Säue mit Nachwuchs in Ahausen qualvoll verbrannt: PETA stellt Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Essen

 
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Organisation kritisiert unzureichende Vorschriften im Brandschutz

Stand Oktober 2014
Essen / Ahausen / Stuttgart, 14. Oktober 2014 – Kein Entkommen: Bei einem Großbrand in einer sogenannten Schweinezuchtanlage in Ahausen starben am vergangenen Sonntag über 300 Mutterschweine und ihre zum Teil neugeborenen Ferkel – die Tiere konnten nach Ausbruch des Feuers nicht rechtzeitig evakuiert werden. PETA Deutschland e.V. hat nun bei der Staatsanwaltschaft Essen Strafanzeige gegen den Betreiber der Stallanlage gestellt. Der Vorwurf: Durch unzureichende Brandschutzmaßnahmen wurde bewusst in Kauf genommen, dass die Tiere bei einem Feuer qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen.
 
„Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall unter Schmerzen stirbt, ist ein grob fahrlässig getötetes Tier“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: Wenn Hunderte Tiere in einem Stall untergebracht sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten – dieses Risiko wird billigend in Kauf genommen.“
 
Schweinemütter, die für die Zucht verwendet werden, sind die meiste Zeit ihres Lebens in sogenannten Kastenständen eingesperrt, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Aufgrund dieser Art der Haltung ist es bei einem Brand unmöglich, die Tiere zu evakuieren: Alle Muttersäue und ihre Ferkel müssten einzeln befreit werden.
 
Für die Ernährungsindustrie sind Tiere ein reines Produktionsgut. Verbrennen oder ersticken in einem Stall Hunderte Tiere, wird allein der entstandene Sachschaden berechnet. In der Tierhalteindustrie bedeutet jedoch nicht nur ein Brandfall Leid und Tod. Egal ob Rind, Schwein oder Geflügel, egal ob konventionelle oder ökologische Haltung: Tiere als leidensfähige Lebewesen werden anhand ihrer Leistung und ihres Nutzens für den Menschen beurteilt. Für Fleisch, Milch und Eier werden sie ausgebeutet und getötet, obwohl sie ihr natürliches Lebensalter nicht annähernd erreicht haben. Im Schlachthaus ist das Leiden noch nicht beendet: Kopfüber an einem Bein aufgehängt wird ihnen die Kehle durchtrennt, Millionen Tiere sind dabei nicht ausreichend betäubt.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sondern jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Lifestyle
PETA.de/Themen/Ernährung
Veganstart.de

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de