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4 Katzen in Melle verschwunden: PETA ruft Bevölkerung zur Befriedung ihrer Grundstücke auf

Stand Dezember 2014
Melle / Stuttgart, 9. Dezember 2014 – Angst vor Hobbyjägern: Eine Tierhalterin aus Dratum vermisst seit einiger Zeit vier ihrer Katzen. Laut Medienberichten fürchtet die Frau, dass die Tiere Hobbyjägern zum Opfer gefallen sind. Diese sollen seit Eröffnung der Jagdsaison mehrfach in großen Gruppen durch den an das Grundstück angrenzenden Dratumer Wald gezogen sein. Dabei versetzten sie neben den Tieren des Waldes auch die Anwohner und deren tierische Mitbewohner in Angst und Schrecken. In Deutschland ist der Abschuss angeblich „wildernder“ Hunde und Katzen erlaubt. PETA Deutschland e.V. hält es daher für möglich, dass die Jäger für das Verschwinden der Katzen verantwortlich sind. Die Tierrechtsorganisation ruft die Bevölkerung deshalb nun dazu auf, sämtliche Jagdaktivitäten auf dem eigenen Grundstück zu untersagen. Grundeigentümer können die Befriedung ihres Grundstücks aus ethischen Gründen bei der Unteren Jagdbehörde beantragen. Rechtsgrundlage dafür ist ein rechtskräftiges Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte aus dem Jahr 2012, nach dem Grundeigentümer die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft ablehnen dürfen.
 
„Es ist ein Skandal, dass der Abschuss von Hunden und Katzen in Deutschland noch immer erlaubt ist“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Grundeigentümer sollten ihr Recht wahrnehmen und die Jagd auf ihren Grundstücken verbieten.“
 
Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich 350.000 Katzen und Hunde durch Jäger getötet. Genaue Zahlen zu den Haustierabschüssen gibt es nicht, weil in den meisten Bundesländern keine Meldepflicht besteht. Da das Töten von tierischen Mitbewohnern durch Jäger in der Bevölkerung auf breite Ablehnung stößt, werden die Vierbeiner nach dem Abschuss meist vergraben, am Straßenrand entsorgt oder sogar zusätzlich überfahren, um einen Unfalltod vorzutäuschen. Begründet wird der Abschuss damit, dass Hunde und Katzen Wildtiere reißen könnten. Dabei sind es die Jäger selbst, die jährlich über fünf Millionen Wildtiere töten und durch häufige Fehlschüsse für großes Tierleid verantwortlich sind.
 
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass jedes Jahr neben hunderttausenden Tieren, denen erhebliches Leid durch Fehlschüsse zugefügt wird, auch mehrere Dutzend Menschen von Hobbyjägern getötet und verletzt werden. Nicht selten sind die Jäger alkoholisiert.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd_Hintergrundwissen
PETA.de/Katzenabschuss_durch_Jäger
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de