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5-jähriger Junge von Pferdekutsche in Murnau überfahren – PETA fordert Pferdekutschenverbot von Landrat Harald Kühn

Stand November 2012
Murnau / Gerlingen, 7. November 2012 – Nach dem tragischen Pferdekutschenunfall im oberbayrischen Murnau mit sieben zum Teil schwer verletzten Personen, hat sich die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun an Landrat Harald Kühn mit der Bitte um ein generelles Verbot von Pferdekutschen im Kreis gewandt – zum Schutz von Mensch und Tier. Medienberichten zufolge wurden die zwei Pferde aus noch ungeklärter Ursache unruhig und rannten schließlich unkontrolliert los. Dabei überfuhr das Gespann mehrere Personen - darunter einen 5-jährigen Jungen - und durchbrach einen Weidezaun. PETA warnt eindringlich vor Fahrten mit Pferdekutschen: Allein in diesem Jahr hat es deutschlandweit bereits 30 Unfälle mit Pferdekutschen gegeben, bei denen jeweils Menschen verletzt oder sogar getötet wurden.

„Die Risiken bei Kutschfahrten sind unkontrollierbar, deshalb setzen wir uns für ein Verbot von Pferdekutschen als Beförderungsmittel ein“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Kampagnenleiter bei PETA. „Pferde sind Fluchttiere. Sie erschrecken sehr leicht und das führt rasch zu Unfällen, bei denen Menschen und Pferde schwer verletzt werden oder sterben. Pferden, die Kutschen ziehen, wird zudem jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist daher ein Verbot von Kutschfahrten.“

In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.

PETA hat die Pferdekutschenunfälle aus den vergangenen drei Jahren in einer chronologischen Übersicht zusammengetragen.

Pferdekutschenunfälle fordern immer wieder Opfer bei Mensch und Tier / © 112-magazin.de

Weitere Informationen:
PETA.de/Pferdekutschen

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de