Spenden
 »  »  » 750 Ferkel ohne Wasser und in Fäkalien stehend transportiert – PETA erstattet Strafanzeige bei der S

750 Ferkel ohne Wasser und in Fäkalien stehend transportiert – PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Organisation fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

Stand Februar 2015
Berlin / Stuttgart, 27. Februar 2015 – Tierleid durch Transporte: Ende Februar stoppte die Polizei auf dem nördlichen Berliner Ring einen Lkw mit 750 Ferkeln. Wie die Behörde mitteilte, standen die Tiere wegen verschlossener Abflussrohre in ihren Exkrementen. Zudem hatten die jungen Schweine kein Wasser und litten unter schlechten Luftverhältnissen, da ein Großteil der Ventilatoren defekt war. PETA Deutschland e.V. hat nun bei der Staatsanwaltschaft Berlin Anzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung. Für Tiere sind Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie leiden unter Enge, Temperaturschwankungen, Hunger und Durst, und die Verletzungsgefahr ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen oder Verstößen gegen geltende Vorschriften. Die Tierrechtsorganisation fordert langfristig ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.
 
„Vier Etagen voller durstiger, nach Luft ringender Ferkel, überall Fäkalien – Tiere so zu transportieren ist absolut rücksichtslos“, so Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Doch auch wenn die Gesetze eingehalten werden sterben Schweine, Rinder oder Puten während des Transports häufig aufgrund von Kreislaufzusammenbrüchen, Quetschungen oder Wassermangel. Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine pflanzliche Ernährung ist tierleidfrei.“
 
Schweine dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Allein dies ist extrem belastend für die empfindsamen Tiere. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch oft noch sehr viel länger. Auch vor und nach den Fahrten leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Schweine in riesigen Ställen auf Spaltenböden, ohne je frische Luft zu spüren. Dabei sind die Tiere äußerst intelligent und sensibel. Genau wie Hunde zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sind sehr reinlich.

Jedes Jahr werden etwa 58 Millionen Schweine in deutschen Schlachthäusern getötet. Laut Bundesregierung sind dabei etwa sechs Millionen der Tiere nicht ausreichend betäubt und weisen teilweise noch Lebenszeichen auf, wenn sie in das über 100 Grad heiße Brühbad kommen. [1] PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 
[1] Bärbel-Höhn.de/kleine_Anfrage_Tierschutz_bei_Schlachtung.pdf
 

Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Themen/Ernährung
PETA.de/Schweine
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 6832666-04, JudithS@peta.de