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Tierquälerische Elefantenhaltung bei Circus Luna

Benjamin lebt nach tragischem Vorfall nun in Safaripark

Stand Juni 2015
Update Juni 2015: Jahrelang haben wir eindringlich davor gewarnt:  Mitte Juni 2015 entkam Elefantendame Benjamin (Baby) bei einem Gastspiel in Buchen aus dem Zirkus und tötete einen Passanten. Erst jetzt haben die Behörden reagiert und das Tier aus dem Zirkus herausgeholt. Benjamin wurde in den Safaripark Stukenbrock gebracht, wo bereits mehrere gerettete Afrikanische Elefanten aus dem Zirkus Universal Renz leben. Unsere Unterschriftenaktion an den baden-württembergischen Umweltminister Alexander Bonde wird daher vorzeitig beendet. Danke an die über 37.000 Unterstützer, die sich für Benjamin stark gemacht haben.
 
Elefantendame Benjamin muss gerettet werden
Es ist der Gipfel der Tierquälerei: Ermittler von PETA haben Anfang Februar 2015 dokumentiert, dass die Elefantendame Benjamin bei Circus Luna bei klirrender Kälte in einem engen LKW eingesperrt wird. Bei drei Messungen in einer Nacht lagen die Temperaturen bei jeweils etwa 6 Grad. Sofort erfolgte eine Anzeige beim Kreisveterinäramt Waldshut. Doch bei einer Nachkontrolle, die drei Tage später durch die PETA-Ermittler erfolgte, zeigte das Funk-Digitalthermometer sogar nur 5,3 Grad Celsius aus dem Inneren des Lkws an. Gemäß Zirkus- und Zoorichtlinien muss eine Elefantenbehausung nachts mindestens 15 bis 20 Grad Celsius warm sein. Die Einzelhaltung sowie eine dauernde nächtliche Unterbringung auf einem kleinen Lkw sind gemäß Zirkusrichtlinien ebenfalls nicht gestattet. Die etwa 30 Jahre alte Benjamin ist durch die tierquälerische Haltung schwer verhaltensgestört (Video) und hat schon mehrfach Zirkusbesucher schwer verletzt (Hintergrund). Der Zirkus verstößt jedoch vor den Augen der Veterinärbehörden unbehelligt gegen die Leitlinien und lässt die Elefantendame leiden.
Benjamin wird nachts in den kalten Lkw gesperrt

Hintergrund:

Circus Luna steht schon lange in der Kritik von PETA. Die Bären, die in der Manege Roller fahren müssen, sowie die Elefantendame Benjamin sind durch die jahrelange tierquälerische Haltung im Zirkus unberechenbar geworden. In der Folge wurden bereits mehrere Menschen durch Übergriffe der Elefantin zum Teil schwer verletzt. 2012 erlitt ein 12-jähriger Junge in Burladingen durch einen Rüsselschlag einen Kieferbruch. 2010 verlor ein Familienvater nach einer Attacke in Leutkirch eine Niere, sein Sohn wurde ebenfalls schwer verletzt. Auch der renommierte Elefantenexperte Dr. Fred Kurt warnt: „Jeder Kontakt zwischen dem Tier [Benjamin] und einem Besucher kann in einer weiteren Tragödie enden.“ Trotzdem lässt der Zirkus Kinder weiterhin ganz nah an den Elefanten heran.
 
Weibliche Elefanten sind soziale Herdentiere, deren Einzelhaltung verboten ist. Nach einer Strafanzeige durch PETA antwortete die Staatsanwaltschaft Stuttgart im Mai 2012 in einem der Tierrechtsorganisation vorliegenden Schreiben, dass „teilweise die Vorgaben der Zirkusleitlinie nicht umgesetzt wurden“. Außerdem wurden sowohl „die Einzelhaltung des Elefanten als auch […] das zu kleine Innengehege in Verbindung mit einem fehlenden Außengehege, auch für die beiden Bären, sowie teilweise fehlendes Beschäftigungsmaterial“ bemängelt.