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Tierleid auf dem Dreikönigsmarkt Straubing

Tradition ist keine Rechtfertigung für Tierquälerei: 17.000 Tiere werden vermeidbarem Leid ausgesetzt!

Stand Januar 2014
Über 14.000 Tierfreunde haben an der Online-Petition gegen den Dreikönigsmarkt Straubing teilgenommen. Sie alle haben den Veterinärdirektor des Landkreises Straubing-Bogen, Herrn Dr. Able, sowie den Oberbürgermeister von Straubing, Herrn Pannermayr, gebeten, den Tiermarkt künftig nicht mehr auszurichten und so vielfaches Tierleid zu verhindern. Trotzdem fand der Markt auch im Januar 2014 wieder statt – wenn auch mit erheblichen Auflagen. Auf Anordnung des Veterinäramtes mussten unter anderem folgende Vorgaben der Tierbörsenleitlinien erfüllt werden: Freistehende Käfige mussten mit einer undurchsichtigen Rückwand versehen sein, um den Tieren eine minimale Rückzugsmöglichkeit zu bieten. Die Tiere durften nicht über Nacht in den Transportbehältern verbleiben. Darüber hinaus verbot die Börsenordnung explizit, Tiere unter den Tischen als ‚Nachschub‘ zu verstauen.
 
Doch ungeachtet dieser Auflagen sind Tiermärkte grundsätzlich nicht mehr zeitgemäß, sondern systembedingte Tierquälerei, die verboten werden muss.

März 2013
Jedes Jahr werden am 6. Januar auf dem Dreikönigsmarkt Straubing 17.000 Tiere vermeidbarem Leid ausgesetzt: Nach einem belastenden Transport über teils lange Strecken aus ganz Europa, oft ohne Nahrung und Wasser, werden Hühner, Tauben, Enten, Kaninchen und andere Tiere wie im Mittelalter feilgeboten. Die Tiere leiden in dreckigen, oft überbesetzten Käfigen ohne Rückzugsmöglichkeit! 15.000 Menschen drängeln sich durch die langen Reihen. Seit Jahren tolerieren die Veranstalter und verantwortlichen Behörden eindeutige Tierschutzmissstände!
Das Leid der Tiere auf dem Tiermarkt
Tiermärkte finden bundesweit an vielen Wochenenden statt. Obwohl Tierschützer seit Jahren das damit verbundene enorme Tierleid kritisieren, nimmt die Öffentlichkeit an diesen Veranstaltungen kaum Anstoß. Noch immer erleiden unzählige Tiere auf Tiermärkten Angst und Stress – zur reinen Unterhaltung von Besuchern und Hobbyzüchtern. Tiere sind fühlende und sensible Mitgeschöpfe: Es darf nicht toleriert werden, dass ihnen gänzlich überflüssiges Leid zugefügt wird.
 
Tiere werden in den Gepäckfächern von Reisebussen transportiert © PETA Deutschland
Der Transport
Die Händler vom Dreikönigsmarkt Straubing kommen aus ganz Europa: Hunderttausende Tiere müssen einen belastenden Transport ertragen – oft unter tierschutzwidrigen Zuständen. Tiere werden auf zugigen Anhängern, eingepfercht in den Kofferräumen von PKWs, auf Motorrollern oder sogar in den Gepäckfächern von Reisebussen transportiert.
Der Markt
Auf 6.500 qm werden über 17.000 Tiere ausgestellt: Die Käfige sind in langen Reihen übereinandergestapelt, viele sind verdreckt. Der Gestank ist fürchterlich. In den Hallen herrscht ein enormer Geräuschpegel, die die Tiere zusätzlich belastet. Besuchermassen schieben sich durch die Gänge, stoßen gegen die Käfige und auch gegen die Behältnisse, in denen Tiere unter den Tischen verstaut sind.
Viele Tiere sind ängstlich gestresst und völlig apathisch © PETA Deutschland
Die Tiere
Den Tieren wird auf dem Tiermarkt erheblicher Stress und eine enorme Belastung zugemutet. Viele hocken apathisch in ihren Käfigen, andere zeigen deutliche und erhebliche Stresssymptome oder werden durch die Enge aggressiv. Nicht alle Tiere sind mit Wasser und Nahrung versorgt. Viele Käfige sind überbesetzt, Rückzugsmöglichkeiten fehlen.
Viele Tiere werden von Käufern in unzureichenden Behältnissen transportiert, manche werden gar einfach unter den Arm geklemmt. Der Aufbewahrungsraum wir kaum genutzt: Hühner, Tauben, Enten und andere Tiere werden über die Börse getragen, an den Ausgängen abgestellt oder trotz der winterlichen Kälte, teils ohne Betreuung, in den Autos oder den Klappen der Reisebusse verstaut.
Qualzucht: Hier Störung des Normalverhaltens durch starke Sichtbehinderung durch Federhauben © PETA Deutschland
Qualzuchten
Auf dem Dreikönigsmarkt Straubing werden ungeniert Qualzuchten ausgestellt, die aufgrund gezielter zuchtbedingter Veränderungen ihr Leben lang eingeschränkt sind oder sogar Schmerzen haben.
Die Händler gehen oft rücksichtslos mit den Tieren um © PETA Deutschland
Die Händler
Viele Händler behandeln ihre Tiere grob. Tauben werden aus den Käfigen gerissen und herumgereicht, auch ohne dass eine klare Verkaufsabsicht besteht. Geschlechtsbestimmungen werden auf der Börse durchgeführt. Viele Händler haben „Nachschub“ unter den Tischen verstaut: Sobald angebotene Tiere abverkauft sind, wird der Nachschub in die Käfige geworfen.
Das Personal
Das weisungsbefugte Personal des Dreikönigsmarkts Straubing toleriert eindeutige Tierschutzvergehen: Hühner, Enten, Kaninchen und andere Tiere werden in kleine, teilweise komplett abgedunkelte Transportbehältnisse gezwängt, in denen sie sich nicht austrecken oder drehen können – obwohl das laut Tierbörsenleitlinie untersagt ist. Für den Transport verpackt werden sie z. T. direkt neben den Eingängen abgestellt. Die Ordner ignorieren das Leid der Tiere unter den Tischen, das Leid der Tiere, die unter dem Arm durch die Börse getragen werden, die überbesetzten Käfige. Selbst im Aufbewahrungsraum werden Tiere gedankenlos und als völlige Selbstverständlichkeit in Kartons auf dem Boden abgestellt.

 

Tierbörsen widersprechen dem Tierschutz. Sie sind systembedingte Tierquälerei und müssen verboten werden!


WAS SIE TUN KÖNNEN

Besuchen Sie weder den Dreikönigsmarkt noch andere Tiermärkte.
  • Kaufen Sie niemals Tiere auf Märkten – auch nicht aus Mitleid.
  • Unterstützen Sie unsere Petition für ein Heimtierschutzgesetz.
  • Informieren Sie Freunde und Bekannte über das Tierleid auf diesen Veranstaltungen und verbreiten Sie unsere Informationen.
  • Schreiben Sie Leserbriefe, wenn Zeitungen über Tiermärkte und Tierausstellungen berichten.
  • Sollten Tiermärkte in städtischen Gebäuden stattfinden, schreiben Sie Ihre Kommune an und drücken Sie Ihr Entsetzen darüber aus, dass diese Tierquälerei unterstützt wird.

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