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Flugreisen mit Tieren

Oft erscheint uns die Reise im Flugzeug am schnellsten und stressfreisten. Das kann jedoch schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn Ihre Tiere gezwungen werden, im Laderaum des Fliegers zu reisen. Laut der Airline Transportation Association werden jährlich über 5000 Tiere auf kommerziellen Flügen getötet, verletzt oder gehen schlicht und einfach verloren. Die Schauergeschichten handeln von Tieren, wie z.B. dem Hund Enzo, der in einem Frachtraum an Hitzschlag starb, obwohl sein Besitzer das Flugpersonal wiederholt darum gebeten hatte, nach Enzo zu sehen, da das Flugzeug verspätet war und stundenlang auf der Startfläche warten musste. Ein weiterer Hund namens Jed kam aus dem Frachtraum und atmete nicht mehr, stattdessen war er bedeckt von Urin, Ausscheidungen und Erbrochenem. Er war, verursacht durch Sauerstoffmangel, erstickt. Zahlreiche andere Tiere erfroren oder starben durch die raue Behandlung.

Deshalb müssen wir dringend von dem Mitführen ihrer tierischen Begleiter auf Flugreisen abraten.
Einige Fluglinien erlauben Tieren, in der Kabine mitzureisen, andere wiederum verlangen, dass die Tiere als Gepäck eingecheckt werden. Manche Fluglinien beschränken, wie oft ein Tier pro Jahr im Laderaum eines Flugzeuges reisen darf; Delta Airlines, zum Beispiel, lässt keine Tiere während der Frühlings- und Winterzeit im Laderaum mitfliegen. Companion Air, eine kleine Fluggesellschaft aus Florida, die sich noch im Anfangsstadium befindet, wird zukünftig für Tiere und Menschen sorgen, indem alle Familienmitglieder in der Kabine mitreisen dürfen. Der Phoenix Sky Harbor Internation Airport verfügt außerhalb der Hauptterminals über Hundeparks und eine Ruhezone für Tiere.

Wenn Sie Ihren Begleiter im Laderaum eines Flugzeuges reisen lassen, kann das sehr gefährlich, ja sogar tödlich, sein. Tausende der Tiere, die jedes Jahr in Flugzeugen mitreisen, sterben durch eine Vielzahl von Gründen. Normalerweise verfügen Laderäume nicht über Heizungen oder Klimaanlagen, was sehr schnell zu extremen Temperaturen führen kann. Die meisten Frachträume werden nicht gelüftet, um den Ausbruch von Feuer zu verhindern. Schon oft kam es vor, dass sich Hunde oder Katzen aus ihren Transportbehältern befreiten, da diese bei der Verladung beschädigt worden waren, und dann im Flugzeug oder den Flugzeughallen umherirrten. Seit Juni 2005 sind Fluglinien in den USA rechtlich verpflichtet, monatliche Berichte über den Tod oder Verletzungen von Tieren bei der U.S. Behörde für Transport abzugeben, welche auch Konsumenten einsehen dürfen.

Müssen Sie Ihr Tier mitnehmen, hier einige Ratschläge zur sicheren Durchführung:


Lassen Sie die Fluggesellschaft schon bei Ihrer Buchung wissen, dass Sie ein Tier mitführen werden. Alle Fluglinien haben unterschiedliche Regeln und Beschränkungen, was das Mitführen von Tieren angeht.
  • Fliegen Sie ins Ausland, erfragen Sie Quarantänevorschriften bei der zuständigen Botschaft. Sollten Sie keine andere Wahl haben, als Ihr Tier der Quarantäne auszusetzen, müssen Sie es jeden Tag besuchen, um dem Tier die Angst, Langeweile und Einsamkeit etwas zu erleichtern. Wir raten allerdings stark davon ab, Ihr Tier dem Stress der Quarantäne auszusetzen.
  • Stellen Sie sicher, dass der Transportbehälter für Ihr Tier robust und ausbruchssicher ist, da sich, besonders Katzen, leicht durch kleine Öffnungen zwängen können. Geeignete Behälter werden von den meisten Fluglinien als Bedingung genannt und können von den Airlines selbst oder Tierbedarfsläden bezogen werden. Überprüfen Sie den Verschluss des Behälters und entscheiden Sie, ob ein Vorhängeschloss nötig ist. Der Behälter muss ausreichend belüftet sein und einen mindestens 2 cm breiten Rand haben, so dass die Luftlöcher nicht abgedeckt werden, wenn die Box neben anderen gestapelt wird.
  • Öffnen Sie die Box einige Tage vor der Reise und legen Sie Decken, Spielzeuge und Leckerlis hinein, so dass Ihr Tier sie als eine gemütliche Höhle ansieht. Legen Sie keine Leine in den Behälter – das Tier könnte sich darin verheddern und strangulieren.
  • Geben Sie Ihrem Begleiter einige Stunden vor dem Flug kein Futter mehr, um einen nervösen Magen zu vermeiden. Lassen Sie das Tier, kurz bevor es in die Box muss, frisches Wasser trinken. Geben Sie Ihrem Tier nur dann Beruhigungsmittel, wenn es zu Panik neigt und sich bei dem Versuch zu entkommen, selbst verletzen könnte. Benutzen Sie in diesem Fall ein, vom Tierarzt verschriebenes Beruhigungsmittel oder ein Naturpräparat – probieren Sie es aber in jedem Fall vorher aus, um zu sehen, ob es auch das Richtige für Ihr Tier ist. Verabreichen Sie das Mittel rechtzeitig vor dem Transport, so dass das Tier gar nicht erst panisch wird. Auf diese Weise kann eine niedrigere Dosis ausreichen.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Begleiter ein Halsband und eine Identifikationsmarke trägt. Nehmen Sie einige Adressmarken mit auf die Reise, um eine für jeden Aufenthaltsort zu haben. (Lassen Sie die festgemachte Marke jedoch auch angebracht.)
  • Müssen Sie Ihr Tier im Laderaum mitreisen lassen, treffen Sie die folgenden Vorkehrungen:
    Buchen Sie immer einen Direktflug. Während Aufenthalten besteht ein erhöhtes Risiko eines Unfalls, Traumas oder einer Flucht. Wenn Sie umsteigen müssen, informieren Sie sich über die Gepäckbedingungen der Fluglinie – die meisten Gesellschaften leiten „tierisches Gepäck“ nicht zu Anschlussflügen weiter und Sie müssen Ihren Begleiter bei der Gepäckrückgabe abholen und erneut einchecken.
  • Vermeiden Sie das Reisen bei extremen Temperaturen. Einige Fluglinien erlauben während heißer Sommermonate keine Tiere in den Frachträumen.
  • Überprüfen Sie, ob die Marke am Transportbehälter auch den richtigen Zielort vermerkt hat und korrekt angebracht wurde.
  • Beschriften Sie den Transportbehälter mit dem Namen Ihres Tieres, Ihrem Namen und Ihrer Adresse, Telefonnummer und dem Zielort. Schreiben Sie „lebendes Tier“ in großen Buchstaben auf die Box und malen Sie Pfeile darauf, die zeigen, welche Seite nach oben muss. Der Gepäckraum im Flugzeug besteht auch aus Räumen, in denen Ihr Tier nicht sicher untergebracht ist. Stellen Sie daher sicher, dass die Mitarbeiter Ihr Tier in der richtigen Abteilung unterbringen und befestigen Sie einen Zettel an der Box, auf dem in großen Buchstaben steht: „Bitte bringen Sie mich in die Abteilung für lebende Tiere!“
  • Füllen Sie den Wassernapf Ihres Tieres mit Eiswürfeln statt mit Wasser, da dies leicht verschüttet werden kann.
  • Fragen Sie das Bodenpersonal beim Einchecken, ob Sie mit dem Rampenaufseher für Ihren Flug sprechen können, um ihm alle nötigen Informationen mitzuteilen, die Sie für nützlich zur Handhabung Ihres Tieres erachten.
  • Sollte der Flug verspätet sein und nicht starten können, informieren Sie die Crew darüber, dass ein Tier an Bord ist und bitten Sie sie, auch den Kapitän zu informieren. Sollte sich die Verspätung auf längere Zeit hinweg hinziehen, muss Ihr Tier aus dem Frachtraum entfernt werden, bis der Flug starten kann. Bestehen Sie darauf! Sie sind die einzige Person, die sich hier um das Wohl Ihres Tieres kümmern wird.
  • Beobachten Sie, wie Ihr Tier verladen wird, um sicherzustellen, dass es sich auch auf Ihrem Flug befindet. Können Sie das Verladen nicht beobachten, bitten Sie den Flugbegleiter im Frachtraum anzurufen, um zu überprüfen, dass Ihr Tier an Bord ist; tun Sie dies, bevor Sie an Bord gehen.
  • Holen Sie Ihr Tier sofort nach Ankunft ab. Stellen Sie Verletzungen oder auffälliges Verhalten fest, suchen Sie unverzüglich einen Tierarzt auf.
  • Was tun, wenn Ihr Tier von einer Fluggesellschaft schlecht behandelt wurde?

    1. Schreiben Sie einen Beschwerdebrief mit allen Details der schlechten Behandlung an den Geschäftsführer der Gesellschaft. Nennen Sie das genaue Datum und Ihre Flugnummer; erwähnen Sie ebenfalls die Namen des involvierten Personals.

    2. Senden Sie eine Kopie dieses Schreibens an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dieses ist für die Überprüfung von Verstößen gegen das Tierschutzgesetzt durch Fluglinien und andere Industriezweige verantwortlich.
    Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin
    Telefon: 030/18529-3174 / -3208
    Telefax: 030/18529-3179

    3. Schreiben Sie Ihrer lokalen Zeitung einen Brief oder einen Leserbrief, um andere vor dieser Airline zu warnen.
    Reisen mit dem Auto

     

    Was Sie vor dem Urlaub für Tiere tun können

     

     

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