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Gestresste oder kranke Katze?

 
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5 Anzeichen, dass Ihre Katze gestresst oder krank ist

Stand November 2016
Ihre Katze ist in allen Lebensbereichen von Ihnen abhängig: Sie geben ihr frisches Wasser, versorgen sie mit Nahrung, halten das Katzenklo sauber, bringen sie zum Tierarzt und – was genauso wichtig ist – schenken ihr Aufmerksamkeit und Liebe. Ist eine Katze gestresst oder krank, verhält sie sich vielleicht nicht wie sonst. Diese Verhaltensänderungen können dramatisch sein, aber auch so minimal, dass sie einem Beobachter von außen gar nicht auffallen würden. An diesen Anzeichen können Sie erkennen, dass es Ihrer Katze vielleicht nicht gut geht:
1. „Missgeschicke“ außerhalb des Katzenklos 
Wenn Ihrer Katze ein solches „Missgeschick“ passiert, seien Sie nicht sauer auf sie, sondern fahren Sie lieber sofort zum Tierarzt! Ihr tierischer Freund könnte eine Harnwegsinfektion haben – diese kommt bei Katzen relativ häufig vor, sollte aber keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. In vielen Fällen ist eine Blasenentzündung die Folge einer Ansammlung von Harnkristallen in der Blase, die die Schleimhaut der Blase angreifen, sodass Reizungen und Entzündungen entstehen. Besonders bei Katern können Harnwegsinfektionen schnell lebensgefährlich werden, wenn es zu einer Verstopfung der Harnröhre kommt. Katzen, die keinen Harn absetzen können, sind Notfallpatienten, da der Rückstau des Urins zu einem Nierenversagen oder zum Platzen der Blase führen kann. Verlieren Sie keine wertvolle Zeit!

Ist eine Harnwegsinfektion ausgeschlossen, könnte es daran liegen, dass Ihrer Katze das Katzenklo nicht „gefällt“ – vielleicht ist es ihr zu schmutzig oder sie mag die Einstreu nicht. Versuchen Sie es zunächst mit einem Wechsel der Streu und reinigen Sie die Katzentoilette häufiger. Auch der Ort kann entscheidend sein: Steht das Katzenklo direkt neben einer lautstarken Waschmaschine, im Keller oder in der Garage? Um welche Art Katzenklo handelt es sich? Manche Katzen bevorzugen die oben geschlossenen Boxen, andere mögen es lieber offen.


2. Appetitlosigkeit
Sollte Ihre Katze weniger Appetit haben als sonst oder gar nichts mehr essen, liegt die Vermutung nahe, dass sie gestresst oder krank ist. Appetitlosigkeit kann vielfältige, teils sehr schwerwiegende Gründe haben. Ein tagelanges Fasten kann besonders für ältere Katzen gefährlich werden. Bringen Sie Ihren vierbeinigen Begleiter daher so schnell wie möglich zu einem Tierarzt Ihres Vertrauens und lassen Sie ihn komplett durchchecken – auch seine Zähne.
Eine gründliche Untersuchung kann Leben retten – gehen Sie schnellstmöglich zum Tierarzt!
3. Vereinsamung
Katzen sind zwar sehr eigenständige Tiere, doch häufig genießen sie den Kontakt zu ihrem Menschen, zu anderen Katzen oder Hunden. Wenn sich eine Katze versteckt oder viel Zeit alleine verbringt, kann dies ein ernst zu nehmendes Anzeichen für Stress, eine Erkrankung oder Schmerzen sein. Auch in diesem Fall sollte umgehend eine tierärztliche Untersuchung erfolgen, um den Grund für das veränderte Verhalten schnellstmöglich herauszufinden. Katzen benötigen Beschäftigung für Körper und Geist, um Stress abzubauen. Daher ist es sehr wichtig, sich genügend mit dem tierischen Freund zu beschäftigen. Gemeinsames Spielen verbindet und hilft dabei, gesund zu bleiben.  


4. Übermäßiges Putzen
Auch gesunde Katzen putzen sich häufig und ausgiebig. Wenn das Säuberungsritual allerdings plötzlich auffallend zunimmt, ist Vorsicht geboten. Häufiges Belecken des Fells kann auf eine Verletzung, eine Allergie oder ein anderes gesundheitliches Problem hindeuten. Sollte sich die Katze zusätzlich kratzen, kann dies ein Hinweis auf den Befall mit Parasiten (z. B. Flöhe oder Milben) sein.
Der Juckreiz kann mitunter so stark sein, dass sich die Katze wund leckt und ihr das Fell ausgeht. Ein permanentes Putzen tritt allerdings auch als eine Form der Verhaltensstörung auf (Psychogene Leckalopezie). Zeigt Ihre Katze solch übermäßiges Putzverhalten, sollte auch in diesem Fall möglichst schnell ein Tierarzt zurate gezogen werden. 


5. Aggressives Verhalten
Wenn Ihre vormals ruhige und freundliche Katze sich auf einmal gereizt und aggressiv gegenüber Menschen oder Tieren verhält, könnte eine schmerzhafte Krankheit oder Verletzung der Grund dafür sein. Ein Tierarzt sollte Ihren vierbeinigen Freund untersuchen. Sind alle medizinischen Ursachen ausgeschlossen, sollte überlegt werden, was sich im Umfeld der Katze verändert haben könnte und Stress bei ihr verursacht. Wurden in der Wohnung Möbel umgestellt? Ist ein neuer Mensch oder ein neues Tier bei Ihnen oder in der Nachbarschaft eingezogen? Finden außerhalb der Wohnung Bauarbeiten statt? Gab es ein Feuerwerk oder andere sehr laute Geräusche? Auch vermeintlich kleine Veränderungen können Auslöser für Stress bei Katzen sein und sollten in Betracht gezogen werden, damit es der Samtpfote schnell wieder gut geht.


Fazit: Jede noch so leichte Erkrankung kann unbehandelt schnell zu einem ernsten Problem werden, daher sollten Sie niemals lange abwarten. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können viele Krankheiten schon behandelt werden, bevor sie eine echte Gefahr darstellen. Ihr vierbeiniger Mitbewohner wird es Ihnen danken!