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PETA India deckt grausame Kükentötung in Indien auf

 
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Küken lebendig verbrannt oder geschreddert

Stand Februar 2017
Von Februar bis April 2016 besuchte ein Augenzeuge von Anonymous for Animal Rights in den Bundesstaaten Andhra Pradesh und Telangana Brütereien und Farmen mit „Masthähnchen“ und sogenannten Legehennen, die den größten Produzenten Indiens gehören und auch Anlagen in anderen Bundesstaaten betreiben. Das aufgenommene Material wurde PETA India zur Verfügung gestellt. Darauf ist zu sehen, wie Arbeiter Tiere auf brutale Weise töten, indem sie z. B. Tiere, die krank, deformiert, „minderwertig“ oder männlich sind – und somit keine Eier legen –, in Mülltonnen, Feuer, Wasserbehälter oder Schredder werfen.
 
Auf sogenannten Hähnchen- und Legehennenfarmen und in Brütereien beginnt und endet das Leben eines Kükens mit Leid. Zu hoch eingestellte Temperaturen in den Brutschränken führen zu Missbildungen und Problemen beim Schlupf; grobe Methoden zur Geschlechtsbestimmung verursachen Angst und Schmerz. Die Schnäbel der weiblichen Tiere für die „Eierproduktion“ werden mit einem scharfen Messer gekürzt; die männlichen sowie kranke und andere „aussortierte“ Küken für die „Fleischproduktion“ werden kurz nach der Geburt getötet. Diese lebenden, fühlenden Vögel sehen nie ihre Mutter, empfinden weder Liebe noch Fürsorge und fühlen nie die Wärme von Sonnenstrahlen.
 
In dem Video sehen Sie, welche Qualen den Küken kurz nach der Geburt zugefügt werden.
Für Eier und Fleisch erleiden Küken ab ihrem ersten Lebenstag Qualen. © PETA India / Anonymous for Animal-Rights
Das Leiden aufgrund der extremen Enge ist den Tieren anzusehen. © PETA India / Anonymous for Animal-Rights
Probleme mit Brutschränken können bei manchen Tieren zu Missbildungen führen. © PETA India / Anonymous for Animal-Rights

Das Leid beginnt schon vor dem Schlupf
Die Hennen dürfen ihre Eier nie ausbrüten, in den Brütereien werden mechanische Brutschränke eingesetzt. Laut des Betreibers der Venkateshwara-Brüterei beträgt die Kapazität eines Brutschrankes bis zu 90.000 Eier. Auf der Farm der Diamond Group beinhaltet jeder Brutkasten bis zu 180 Eier. Die Tiere schlüpfen in extremer Enge – einige von ihnen werden sogar zerdrückt. Andere Tiere werden von bereits geschlüpften Küken gepickt.
 
Ein schmerzhafter Willkommensgruß
Kurz nach der Geburt werden die männlichen und weiblichen Küken „gesext”, also nach Geschlecht sortiert. Bei diesem üblicherweise schmerzhaften Vorgang werden die Tiere grob behandelt und an ihren empfindlichen Genitalien gedrückt. In der Venkateshwara-Brüterei wird das sogenannte Kloakensexen praktiziert. Dabei wird Druck auf die Kloake ausgeübt, um das Geschlecht des Tieres zu bestimmen. Die Suguna Foods-Masthähnchenbrüterei verwendet wiederum eine andere Methode, da männliche Küken anscheinend schneller wachsen.
 
Bei dem „Gradingverfahren” trennen Arbeiter gesunde und kranke Tiere. Der Betreiber der Venkateshwara-Legehennenbrüterei behauptet, dass fünf bis zehn Prozent der Küken als „minderwertig” eingestuft werden. Aussortierte Küken werden manchmal zu einem niedrigeren Preis verkauft, meist werden sie aber einfach getötet. Auch in der Suguna Foods-Brüterei werden fünf bis zehn Prozent der frisch geschlüpften Küken aussortiert, weil sie zu früh oder zu spät geschlüpft sind, ihre Organe wegen zu hoher Temperaturen in den Brutschränken deformiert sind, sie gelähmt oder zu schwach sind. Sowohl lebendige als auch tote aussortierte Tiere werden in dieselben Kisten geworfen. Einige Küken picken an ihren toten Geschwistern, andere werden weggeworfen, obwohl sie noch nicht geschlüpft sind.
Ein Teil des schmerzempfindlichen Schnabels wird ohne jegliche Schmerzmittel abgeschnitten. © PETA India / Anonymous for Animal-Rights

Das grausame Schnabelkürzen
Nur wenige Tage nach dem Schlupf wird ihnen die Schnabelspitze mit einem glühenden Messer abgeschnitten – ohne jegliche Schmerzmittel. Das Ziel des sogenannten Schnabelkürzens ist es, Verletzungen zu vermeiden, die sich die Tiere aus Langeweile und Frustration aufgrund der kargen Haltungsbedingungen gegenseitig zufügen. Jedoch sterben viele Küken infolge des schmerzbedingten Schocks; andere verhungern, da die Nahrungsaufnahme zu schmerzvoll ist.
 
Bei der Diamond Group werden Küken, die künftig zu Elterntieren herangezüchtet werden, maschinell mit acht bis neun Tagen die Schnäbel kupiert. Ein Arbeiter, der die Maschine bedient, nimmt ein Küken nach dem anderen und hält ihre Schnabelspitzen an das glühend heiße Messer. Viele Tiere koten vor Stress und schreien vor Schmerz und Angst. Bei Mulpuri werden ihnen die Schnäbel nach acht bis zehn Tagen kupiert.
Die Tiere werden in mit Wasser gefüllten Behältern ertränkt. Ein Arbeiter sagte, dass es bis zu 30 Minuten dauern kann, bis sie sterben. © PETA India / Anonymous for Animal-Rights

Grausame Tötungsmethoden: Ertränken, Verbrennen, Zerdrücken, Ersticken und Schreddern
Die Diamond Group tötet frisch geschlüpfte Küken oft durch Ertränken. Der Undercover-Ermittler dokumentierte Küken, die verzweifelt übereinander an den Rand von Tonnen kletterten, in denen Arbeiter sie mit Wasser überschütteten. Laut einem Mitarbeiter kann es bis zu 30 Minuten dauern, bis die Tiere tot sind.
 
Die Küken werden auch durch Verbrennen getötet. Der Brütereibetreiber der Diamond Group sagte dem Augenzeugen, dass das Verbrennen der Küken ein langsamer Prozess ist. Einige haben die Versuche, sie zu ertränken, überlebt und überstehen auch den Verbrennungsversuch. Daher werden sie erneut ins Feuer geworfen. Der ganze Prozess kann sich sogar über zwei Tage ziehen. Die brennenden Küken versuchen zu laufen und ringen nach Luft, während die Flammen sie umschlingen. Auch in der Brüterei der SR Group werden Küken verbrannt: Der Ermittler sah brennende Küken, die zu fliehen und sich zu verstecken versuchten, bis die Arbeiter sie einfingen und zurück ins Feuer warfen.
 
Beim Verladen der Küken auf Lkws werden sie oft von Arbeitern zertreten. In der Brüterei der SH Group liefen die Arbeiter beim Ausladen der Behälter immer wieder über die zarten Tiere. Die Küken, die sich ganz unten befanden, erstickten oder wurden zerquetscht, und beim Stapeln oder Transportieren wurden immer wieder Tiere zwischen die Fässer geklemmt. Der Ermittler sah Küken, die dermaßen zerquetscht waren, dass ihre Innereien herausquollen. Laut den Arbeitern gehört das zum Arbeitsalltag.
 
Manchmal werden zerdrückte Küken, die noch am Leben waren, einfach in die Mülltonne geworfen. In der Brüterei von Sugana Foods schmissen Arbeiter aussortierte Küken – manche agil und offensichtlich gesund, andere verletzt, mit deformierten Organen oder auch nur teilweise geschlüpft – zusammen mit toten Küken und Eierschalen in riesige Schredder. Die zerhäckselten Überreste werden zu Futter für andere Tiere verarbeitet. 
Küken werden langsam verbrannt, manche Tiere überleben und sterben in Qualen. © PETA India / Anonymous for Animal-Rights

Küken als Fischfutter verkauft
Viele aussortierte Küken werden als Fischfutter für Farmen verkauft, so u. a. von der Brüterei von Skylark. Die hungrigen Tiere werden nicht gefüttert und beginnen schon nach dem Verladen auf die Lkws, sich gegenseitig zu picken.
 
Die Lkws, die Küken von der SH Group abholen, halten direkt am Wasser und Arbeiter werfen die Tiere – ob lebend, sterbend oder tot – direkt in die Becken, wo sie ertrinken oder von den Fischen gegessen werden. Die entsetzten Küken versuchen zu fliehen und sich unter Steinen zu verstecken, aber die Arbeiter treten sie mit den Füßen zurück ins Wasser, und schon bald sind ihre Schuhe mit Federn und Körperteilen bedeckt. Von den ausgebrüteten Tieren tötet die SH Group jeden Monat ca. fünf Millionen Küken.
Die Arbeiter schmeißen oder kippen die Küken – lebend, sterbend oder auch tot – von Lkws direkt in die Fischbecken. © PETA India / Anonymous for Animal-Rights

Küken werden nicht nur in Indien gewaltsam getötet!
In Deutschland sterben jedes Jahr ca. 50 Millionen männliche Küken direkt nach der Geburt. Sie werden bei vollem Bewusstsein geschreddert oder vergast. Sie werden getötet, weil sie keine Eier legen können und daher als unprofitabel gelten. Ähnlich wie in Indien ist dieses Vorgehen untrennbar mit der „Eierproduktion“ verbunden.
 

Was Sie tun können


Sie können dieses Leid schon jetzt stoppen, indem sie sich für eine vegane Lebensweise entscheiden. Unser kostenloses Veganstart-Programm unterstützt Sie dabei und versorgt Sie täglich mit Informationen zu einer tierleidfreien Ernährung. Sie können auch HIER unsere Petition gegen das grausame Kükentöten unterschreiben.