Spenden
 »  »  »  »  » Menschenaffen raus aus Zoos! Unsere nächsten Verwandten leiden wie wir Menschen unter dem Eingesperr

Menschenaffen raus aus Zoos

Warum es falsch und sinnlos ist, Menschenaffen einzusperren

Stand August 2014
Schimpanse im Zoo Wuppertal
Menschenaffen teilen mit uns Menschen nicht nur etwa 98 % der DNA. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass unsere nahen Verwandten auch fühlen und leiden wie wir. Die Gefangenschaft in einem Zoo ist für einen Schimpansen, einen Orang Utan oder einen Gorilla gleichbedeutend mit einer lebenslangen Haftstrafe für einen Menschen. Weil es nicht möglich ist, in Gefangenschaft geborene Menschenaffen auszuwildern, sollten Steuergelder nicht wie bisher in Zoos, sondern in Schutzmaßnahmen für ihre Lebensräume in Afrika und Asien investiert werden. PETA fordert ein Import- und Nachzuchtverbot für Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang Utans in Gefangenschaft, damit die Haltung mittelfristig ausläuft.

 

Was Sie tun können

Kämpfen Sie mit uns für ein Verbot der Haltung von Menschenaffen in Zoos:
 
- Bitte überzeugen Sie Freunde und Verwandte, künftig von
  Zoobesuchen abzusehen

 
- Bitte kontaktieren Sie den zuständigen Bundesminister
  Christian Schmidt und fordern ihn auf,
  Menschenaffen in Zoos zu verbieten:
  Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  11055 Berlin
  E-Mail: poststelle@bmelv.bund.de

  Fax: 030 / 1 85 29 - 42 62
Gorilla mit Selbstverstümmelung an den Händen im Zoo Wuppertal
Das große Leid von Menschenaffen in Gefangenschaft
Menschenaffen sind dem Menschen derart ähnlich, dass sie, renommierten Primatologen wie Professor Dr. Volker Sommer zufolge, die Ausweglosigkeit ihrer Situation in Gefangenschaft erkennen. Dabei können die intelligenten Tiere laut Sommer durchaus Zustände wie Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit erleben [1]. Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Kent belegt, dass Schimpansen selbst in großen Zoos regelmäßig psychisch erkranken, was sich in Merkmalen wie Selbstverstümmelung, extremer Zurückgezogenheit, permanentem Hin- und Herschaukeln des Oberkörpers bis hin zum Verzehr der eigenen Exkremente äußert [2]. Damit die Menschenaffen die lebenslange Gefangenschaft im Zoo-Gefängnis überhaupt aushalten und den Zoo-Besuchern der Anblick allzu deutlicher Verhaltensstörungen erspart bleibt, schrecken deutsche Zoos nicht einmal vor dem Einsatz von Psychopharmaka zurück [3] [4]. Der Anblick apathischer Tiere vermittelt Zoo-Besuchern, insbesondere Kindern, zudem kein brauchbares Wissen. Das belegt auch eine Studie aus dem Jahr 2008 [5]. 
Schimpanse im Zoo Hannover
Die Artenschutz-Lüge der Zoos
Menschenaffen, die in Gefangenschaft geboren wurden, können grundsätzlich nicht wieder ausgewildert werden. Aus Sicht des Artenschutzes macht es daher nur Sinn, die natürlichen Lebensräume unserer nächsten Verwandten zu schützen. Doch während Zoos in Deutschland jedes Jahr mehrere dutzend Millionen Euro an Subventionen erhalten, müssen Artenschützer vor Ort um jeden Euro kämpfen. Viele Natur- und Artenschützer, die in Afrika und Asien die letzten freilebenden Tiere bedrohter Arten schützen, sind empört über die Subventionen in Millionenhöhe, die Zoos weltweit für die sinnlose Haltung und Zucht von Tieren erhalten. Der Chefberater für Menschenaffen für die Vereinten Nationen, Ian Redmond, kommentierte in einem Interview das neue Gorillagehege im Londoner Zoo [5]: „Fünf Millionen Pfund für drei Gorillas, wo in Nationalparks die gleiche Anzahl an Tieren jeden Tag getötet wird, nur weil es an einigen Land Rover, ausgebildeten Männern und Wilderei-Patrouillen mangelt – so etwas zu hören, muss für einen Parkaufseher schon sehr frustrierend sein.
Orang Utan im Zoo Osnabrück
Beton anstatt Wälder
In der Natur leben Menschenaffen in Wäldern, die, je nach Tierart, mehrere dutzend Quadratkilometer groß sind. Selbst größere Zoogehege, die für Besucher noch akzeptabel aussehen, können die hohen Ansprüche der intelligenten Tiere nicht erfüllen. Schimpansen beispielsweise leben in freier Natur in Gruppen mit komplexer Sozialstruktur zusammen, die zeitweise mehrere Dutzend Tiere umfassen können. Sie nehmen dabei einen Lebensraum in Anspruch, der in Waldgebieten bis zu 50 Quadratkilometer, in Savannen sogar weitaus mehr betragen kann. In Zoos leben Menschenaffen nicht in üppigen grünen Wäldern innerhalb einer natürlich gewachsenen sozialen Gruppe, sondern in kargen Gehegen mit Glas-, Gitter- oder Betonbarrieren. Die Sozialstruktur wird meist vom Zoo vorgegeben – ohne Rücksicht darauf, ob die unterschiedlichen Charaktere zusammenpassen. Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn die Tiere fast ausschließlich in den kleinen Innengehegen gehalten werden, dominieren Stumpfsinnigkeit und Hoffnungslosigkeit ihren Alltag.
 
[1] Goldner, C. (2014) Lebenslänglich hinter Gitttern, (S.218), Aschaffenburg
[2] Birkett LP, Newton-Fisher NE (2011): How Abnormal Is the Behaviour of Captive, Zoo-Living Chimpanzees? PLoS ONE 6(6): e20101. doi:10.1371/journal.pone.0020101
[3] http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article127612535/Die-Tiere-in-deutschen-Zoos-stehen-unter-Drogen.html
[4] http://www.zoo-wuppertal.de/fileadmin/zoo_wuppertal/img/content/startseite/Diazepam_2004-2014.pdf
[5] Lori Marino et al. (2010): Do Zoos and Aquariums Promote Attitude Change in Visitors? A Critical Evaluation of the American Zoo and Aquarium Study. In: Society and Animals 18, 126-138
[6 ]Artikel in der britischen Sunday Times vom 01.04.2007: “City gorillas live it up as their jungle cousins face oblivion”