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Mission gegen Tierleid: PETA mit Reporter Steffen König unterwegs für Hunde

PETA-Einsatzteam rettet Hundewelpen aus tierschutzwidriger Haltung

Stand März 2013
In Deutschland leben schätzungsweise 7,4 Millionen Hunde. Doch weiß niemand, wie viele Tiere tatsächlich in deutschen Haushalten leben – und in Zwingern oder Anbindehaltung leiden. Immer wieder kämpft das PETA-Einsatzeam gegen tierschutzwidrige Hundehaltungen: im Frühjahr 2013 begleitet Reporter Steffen König vom Einsplus-Format Mission Mittendrin zwei Einsätze, die das Ziel haben, Tieren zu helfen.

 

Die Welpen wurden gemeinsam mit ihrer Mutter ins Tierheim gebracht © PETA
Fall 1: Nordhorn, Kreis Coesfeld: Ein alter gebrechlicher Mann lässt seine Hunde in einer baufälligen Scheune verkümmern. Von den sieben Hundekindern, die das PETA-Einsatzteam findet, weiß der völlig überforderte Mann nichts. Erfolg: Die Ermittler können die kleinen Welpen retten!

Fall 2: Nähe Autobahn bei Dülmen, Kreis Coesfeld: In einer Scheune sind Hunde in viel zu kleinen Zwingern eingepfercht. Das Wohl der Tiere zählt anscheinend nicht für die Züchter, die einer Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. angehören – und damit dem Verband für das Deutsche Hundewesen angeschlossen sind. Das PETA-Ermittlerteam informiert das Veterinäramt über die tierschutzwidrige Unterbringung und bleibt an dem Fall dran.

Was Sie tun können:

Anhand dieser traurigen Beispiele möchten wir alle Tierfreunde auffordern, den zuständigen Behörden oder PETA Vernachlässigung, Misshandlung oder Quälerei von Tieren zu melden. Häufig kann den Tieren geholfen werden.

Tipps, wie Sie aktiv werden können finden Sie unter PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
  • Wir bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, entsprechende Fälle anonym unter PETA.de/Whistleblower zu melden.
  • In vielen Fällen können wir den Tieren helfen, dank Ihrer Unterstützung.

  • In dieser Scheune mussten die Hunde leben © PETA

    Fall 1: Hunde-Elend in Nottuln – ein überforderter Halter

    Der Hof: Auf einem heruntergekommenen Grundstück lebt der Hundehalter mit seinen Tieren. Obwohl der Mann alt und gebrechlich ist und täglich von einem Pflegedienst betreut wird, hält er drei Hunde: weggesperrt und vereinsamt in einer alten Scheune.

    Die Versorgung der Tiere ist unzureichend, die Haltung entspricht nicht der Tierschutz-Hundeverordnung: Die Hunde müssen inmitten von Gerümpel und Schrott leben – und es besteht hochgradige Verletzungsgefahr. Der Halter ist völlig überfordert: Er versorgt seine Tiere lediglich mit Nahrung, die er durch die Tür schiebt. Der Mann lässt die Tiere vereinsamen und verkümmern, für soziale Hunde bedeutet dieses Leben erhebliches Leid. Vermutlich leben die Hunde bereits seit mehreren Jahren unter diesen traurigen Bedingungen.

    Der Fund: Im Dachgeschoss dieser Scheune entdeckt das PETA-Einsatzteam sieben Welpen im Alter von etwa sechs Wochen. Von der Geburt der kleinen Hunde hat der Halter nichts mitbekommen. Da sich die einzig vorhandene Wasserstelle in der Scheune in etwa einem Meter Höhe befindet, wären die Welpen möglicherweise verdurstet, sobald sie von der Mutter-Milch entwöhnt worden wären. Glücklicherweise haben die PETA-Ermittler die kleinen Hunde rechtzeitig gefunden!

    PETA-Ermittler finden in einer Ecke des Dachbodens diese Welpen © PETA
    Erfolg: Ohne den Einsatz des PETA-Teams hätten die Welpen wahrscheinlich nicht überlebt. Doch in diesem Fall hat der Tierschutz funktioniert: Auf Anordnung des hinzu gerufenen Ordnungsamtes wurden zunächst Mutter und Welpen in das örtliche Tierheim gebracht. Zwei Tage später gelang es dem Tierretter des Tierheim Nottulns auch, die beiden anderen scheuen Hunde einzufangen, die sich im Chaos der Scheune verkrochen hatten. An dieser Stelle danken wir dem Tierheim in Nottuln ganz herzlich für ihren Einsatz!

    Der Halter: Der zunächst uneinsichtige Hundehalter hat die Polizei gerufen und Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gegen die Tierrechtler erstattet. Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft Münster eingestellt. Der Mann stimmte letztlich der Abgabe der zwei verblieben Hunde zu.

    Ein Leben im Zwinger © PETA

    Fall 2: Hunde-Elend in Dülmen – Hundezucht und Zwinger-Leid

    Die Scheune: An einer Autobahn bei Dülmen sind vier Hunde in einer Scheune mit Außengehege untergebracht: Die Hunde sind in kleinen Zwingern eingepfercht, die nicht den Anforderungen der Tierschutz-Hundeverordnung entsprechen. Das Wohl der Tiere scheint die Züchter nicht zu interessieren, obwohl sie einer Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. angehören und damit dem Verband für das Deutsche Hundewesen angeschlossen sind.

    Der Züchter: In dieser Scheune züchtet ein Mann Hunde. Beim Treffen mit den PETA-Ermittlern macht er deutlich, wie wenig ihm an dem Wohl seiner Tiere liegt: Der Mann – ein Metzger mit Blut beschmierten Stiefel und Kleidung – lacht die Tierrechtler aus.

    Wir bleiben dran: Unseren PETA-Ermittlern blieb nur die Möglichkeit, diese tierschutzwidrige Hundezucht dem zuständigen Veterinäramt des Kreises Coesfeld zu melden. Angeblich wird die Tierhaltung bereits durch das Veterinäramt überwacht, bisher ohne Beanstandungen. Da aber vorliegend gegen die Tierschutz-Hundeverordnung verstoßen wird, machen wir uns weiter stark, dass diese Hundezucht geschlossen wird und die Hunde endlich aus einem Leben voller Entbehrungen herausgeholt werden.