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Erschütternde Wildfangexpedition von Orcas für SeaWorld und Miami Seaquarium

Erbarmungslos gejagt und getötet

Stand November 2013

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Mithilfe von ohrenbetäubenden Sprengstoffen, Schnellbooten und Flugzeugen wurden im Jahr 1970 mehr als 90 Orcas im Puget Sound, einem tiefen Meeresarm des Pazifiks im US-amerikanischen Bundesstaat Washington, gejagt und in ein 1-Hektar großes Netz getrieben. Zu den beauftragten Fängern gehörte auch Terry Newby, ein junger Forscher für Meeressäugetiere (im rotblauen Sweater). Die von Dr. Newby aufgenommen Fotos dokumentieren die grauenvolle Jagd und Gefangennahme der Orcas, die die Tiere zu einem Leben geprägt von qualvoller Enge
und Ausbeutung in Meeresparks und Delfinarien
in aller Welt verurteilte.

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Nachdem die Orcas eingekreist und in die Netze getrieben worden waren, bewachten Sporttaucher in Booten die gefangenen Tiere rund um die Uhr, damit niemand sie befreien konnte.

Die Gefangennahme ...

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Vergeblich versuchten die gefangenen Orcas, sich aus den Netzen zu befreien. Ihre verzweifelten Hilferufe hallten über die Bucht und waren kilometerweit zu hören. Dr. Newby zufolge waren die Schreie, Klicklaute und schrillen Töne der verzweifelten Tiere so laut und aufwühlend, das er sie bis heute hören kann.

Angstverzerrt und panisch ragten die Orcas hoch aus dem Wasser – in der Hoffnung, von ihren Familienmitgliedern außerhalb der Netze befreit zu werden.

Als sich ein älterer männlicher Orca zeigte, flehten ihn die gefangenen Tiere um Hilfe an. Doch auch er konnte ihnen nicht helfen, denn er befand sich in der gleichen Notlage. Es war aussichtslos.

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Mithilfe von Schnellbooten und Netzen wurden die jungen Tiere in den Gehegen ihren Müttern entrissen. Die hilflosen Muttertiere konnten nur ohnmächtig zusehen, wie ihre Kinder abtransportiert wurden. Sie würden die Jungen niemals wiedersehen.

 

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Was dann geschah, war grauenvoll

Sieben verängstigte junge Orcas wurden immer näher an die Boote herangezogen. Obwohl sich die Tiere mit aller Kraft wehrten, wurden sie schließlich in Schlingen gezwängt.

Ein letztes Mal versuchten die Orcas verzweifelt, ihren Fängern zu entkommen – doch sie hatten keine Chance. Sie wurden dem Meer, ihrem natürlichen Lebensraum,
entrissen. Es sollte ein Abschied für immer sein.

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Lolita, eine der sieben gefangenen Orcas, wirft einen letzten Blick auf ihr Zuhause und ihre Familie, bevor sie aus dem Meer gezogen wird. Als einzige Überlebende der Orcas, die damals brutal gefangengenommen wurden, lebt Lolita seit mehr als 40 Jahren in Gefangenschaft im Miami Seaquarium.

 

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Das Ende des Lebens, wie sie es kannten

Die Boote brachten die Orcas zu einem Dock gegenüber des Captain Whibey Inn im Norden von Penn Cove, wo sie auf Tieflader verladen und zum Seattle Aquarium transportiert wurden. Die Tiere wussten nicht, dass ihr Leidensweg damals gerade erst begonnen hatte. Sie waren auf dem Weg zu Meeresparks in aller Welt, darunter auch SeaWorld, wo sie für immer dazu gezwungen waren, Kunststücke vorzuführen und schließlich in winzigen Betonbecken zu sterben.

Die Folgen

© Terrell C. Newby, Ph.D.
Gefangennahmen

Von 1970 bis 1971 wurden im Puget Sound zehn frei lebende Orcas gefangengenommen und ihrem natürlichen Lebensraum entrissen. Die Hälfte von ihnen endete in Einrichtungen des Vergnügungsparkkonzerns SeaWorld. Einige Tiere überlebten dort nur wenige Monate, und auch die anderen gefangenen Orcas starben frühzeitig – mit Ausnahme von Lolita, die noch heute im Miami Seaquarium lebt.

In den 15 Jahren, in denen Orcas im US-Bundesstaat Washington und in der kanadischen Provinz British Columbia gejagt wurden:

wurden zwischen 275 und 307 Wale gefangengenommen.
  • wurden 55 Tiere an Aquarien transportiert.
  • starben 12 bis 13 Tiere während der Jagd und der Gefangennahme.

  • © Terrell C. Newby, Ph.D.
    Die Stimme der Öffentlichkeit

    Im Jahr 1976 leitete der US-Bundesstaat Washington einen Prozess gegen den Meerespark SeaWorld ein, der mit der brutalen Jagd und Gefangennahme der Orcas seine Befugnisse übertreten hatte. Das Gericht entschied zugunsten der entrüsteten Öffentlichkeit und Dr. Newby, der gegen die Gefangennahme der Orcas im Puget Sound ausgesagt hatte. Die Entscheidung des Gerichts untersagte die gewaltsame Gefangennahme von Orcas in ihrem natürlichen Lebensraum, dem Meer.
    SeaWorld wurde in dem Gerichtsurteil namentlich genannt.

    © Terrell C. Newby, Ph.D.
    Gefährdete Orcas

    Die Population der Southern Resident Orcas im Nordwestpazifik gilt heute als gefährdet. Nach Meinung von Dr. Newby haben die erbarmungslosen, von Profitgier geprägten Jagden auf Orcas im Puget Sound und die Gefangennahme der Tiere zu diesem Problem beigetragen. Der US-amerikanische National Marine Fisheries Service (NMFS) schließt sich der Ansicht von Dr. Newby an und erklärt in seinem offiziellen Bericht:
    „Die Gefangennahme der Schwertwale in den 1970er-Jahren zum Zweck der öffentlichen Vorführung hat vermutlich zur Dezimierung ihrer Populationsgröße beigetragen und die Populationsstruktur der Tiere so einschneidend verändert, dass ihre Fortpflanzung und Überlebensfähigkeit heute stark beeinträchtigt ist.“

    © PETA USA
    Bitte besuchen Sie keine Meereszoos

    Die skandalöse Geschichte der Gefangenhaltung von Orcas bei SeaWorld ist geprägt von der Ausbeutung der Tiere, von ihrem vorzeitigen Tod, von vermeidbaren Unfällen mit Orcas und vom Tod einer Trainerin. Bitte nehmen Sie Anteil am Schicksal der Orcas, die zwischen 1970 und 1971 gewaltsam dem Meer entrissen und gezwungen wurden, bei SeaWorld Kunststücke vorzuführen. Zeigen Sie Mitgefühl für die 28 Orcas, die auch heute noch in den SeaWorld-Einrichtungen der USA in Orlando, San Diego und San Antonio sowie im Loro Parque im spanischen Teneriffa in Gefangenschaft leben. Bitte besuchen Sie niemals einen Vergnügungspark von SeaWorld. Fordern Sie SeaWorld auf, umgehend einen konkreten und zügigen Plan zur Freilassung der Tiere in geschützte Meeresbuchten zu erarbeiten, in denen die Orcas mehr Bewegungsfreiheit haben, den Ozean sehen und fühlen, mit ihren frei lebenden Familienmitgliedern und anderen Meeresbewohnern kommunizieren, die Gezeiten und Wellen spüren und ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können, die ihnen so lange verwehrt wurden.

    Was Sie tun können

    Bitte besuchen Sie niemals eine Einrichtung, in der Orcas oder andere Delfine in Gefangenschaft leben.
  • Unterschreiben Sie unseren Aktionsaufruf für Orca Morgan
  • Und unseren Aufruf für ein Importverbot von Delfinen nach Deutschland
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