Spenden
 »  »  » PETA fordert von dänischem Verteidigungsminister Ende der brutalen Militärübungen mit dem Spitznamen

PETA fordert von dänischem Verteidigungsminister Ende der brutalen Militärübungen mit dem Spitznamen „Dänischer Schinken“

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Erschreckende Bilder: Britische und dänische Militärangehörige erschießen Schweine, lassen sie explodieren und schneiden sie auf

Stand Februar 2014
London / Gerlingen, 19. Februar 2014 – PETA UK und ihre deutsche Schwesternorganisation haben sich an den dänischen Verteidigungsminister Nicolai Wammen gewandt und ihn aufgefordert, die in Dänemark durchgeführten brutalen und tödlichen Militärübungen zu beenden. Bei dem sogenannten Trauma-Training werden lebendige Schweine angeschossen oder Explosionen ausgesetzt. Dies soll den Tieren traumatische Wunden zufügen. Die Übungen sind Teil eines chirurgischen Ausbildungskurses in Dänemark, der in Militärkreisen auch den Spitznamen „Dänischer Schinken“ trägt. Seit Kurzem liegen PETA erstmals erschreckende Fotoaufnahmen dieser Übungen vor, die zeigen, wie lebende Schweine an Holzrahmen gehängt und dann mit Gewehren und Handfeuerwaffen beschossen werden. Im Anschluss führt das Militärpersonal an den traumatisch verletzten Tieren Operationen durch. Nach den Übungen werden die Tiere getötet. Auch das Militärpersonal aus Großbritannien nimmt an diesen alle zwei Jahre stattfindenden Übungen in der Jaegerspris Kaserne in Dänemark teil. In ihrem Schreiben weisen die Tierrechtsorganisationen darauf hin, dass über 80 Prozent der Nato-Bündnispartner, darunter auch Deutschland, keine Tiere in Militärübungen einsetzen. Anstatt Tiere zu erschießen oder zu erstechen, werden die Militärangehörigen dieser Länder zur Behandlung traumatischer Verletzungen an lebensechten Simulatoren menschlicher Patienten ausgebildet.
 
„Wenn 23 Nato-Staaten, von denen 20 EU-Mitgliedsstaaten sind, ihr medizinisches Militärpersonal ohne den Einsatz von Tieren ausbilden können, so können und müssen die dänischen und britischen Streitkräfte das auch“, so Mimi Bekhechi, Associate Director bei PETA UK. „Die dänischen Militärübungen an Tieren sind sowohl medizinisch, ethisch, als auch rechtlich nicht zu rechtfertigen.“
 
Simulatoren und andere tierfreie Methoden haben in zahlreichen militärischen und zivilen Studien bewiesen, dass sie lebensrettende Fähigkeiten besser vermitteln können als Tierversuche. Zudem verlangen die EU-Richtlinie 2010/63/EU sowie das dänische Tierschutzgesetz, dass das Militär, wann immer möglich, tierfreie Methoden zur Ausbildung nutzen sollte.
 
Militärübungen in Deutschland schließen den Einsatz von Tieren in Traumatrainings strikt aus –Anträge des europäischen US-Militärpersonals wurden bereits mehrfach zurückgewiesen. Derartige Übungen an Tieren verstoßen eindeutig gegen das Deutsche Tierschutzgesetz, da effektive Alternativ-Methoden bestehen. Dies wurde im Jahre 2012 von einem durch den Deutschen Gerichtshof einberufenen unabhängigen Ausschuss medizinischer Fachkräfte bestätigt.
 
PETA hat sich bereits an den britischen Verteidigungsminister gewandt, um die britische Beteiligung an diesen grausamen Übungen einzustellen. Zudem hat die Tierrechtsorganisation bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen Dänemark eingereicht. Nach Gesprächen mit PETA UK und PETA USA beschloss das polnische Militär, welches bis vor Kurzem noch zu den wenigen EU-Staaten gehörte, die in diesem Bereich Tiere einsetzen, seine Tierversuche durch Simulationstechnologien zu ersetzen.


Weitere Informationen:
PETA.de/TraumaTrainingsEU
 

Kontakt:

Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de