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PETA-Erfolg: Wormser Kälbchen darf auf Gnadenhof leben

 
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Das Einzelschicksal von Resi vermittelt Symbolkraft für ein tierfreundliches und veganes Leben

Stand Februar 2014
Worms-Pfeddersheim / Gerlingen, 18. Februar 2014 – Mutiges Kälbchen darf auf Lebenshof umziehen: Resi, ein fünf Monate junges Kälbchen, war im Januar entlaufen und hielt Polizei, Feuerwehr und Tierrettung über eine Nacht lang in Atem, bevor sie im Herrnsheimer Schlosspark eingefangen wurde. Das junge Tier hatte beherzt Reißaus genommen, um seinem Schicksal zu entkommen. Ihr Lebensweg wäre ebenso verlaufen, wie der von Millionen von Kühen: Zuerst sollte sie enthornt um dann ein bis zwei Jahre gemästet zu werden. Anschließend wäre sie in einem Schlachthof getötet worden. PETA Deutschland e.V., beeindruckt von so viel Lebenswillen, hat den Landwirt überzeugt Resi frei zu geben und es wurde für sie ein Platz auf einem Lebenshof in Bayern gefunden. Vor diesem Hintergrund wurde sie nun zu PETAs Botschafterin für ein tierfreundliches und veganes Leben ernannt – denn nur wenn die Menschen sich ohne tierische Produkte ernähren, kann Tierleid verhindert werden.
 
„Es ist uns bewusst, dass wir nicht jede Kuh, jedes Schwein oder jedes Huhn vor dem Tod retten und bis an ihr Lebensende artgerecht unterbringen können“, so Lisa Wittmann, Agrarwissenschaftlerin bei PETA Deutschland e.V. „Mit der Rettung dieser einen Kuh haben wir aber ein Zeichen gesetzt und machen auf das Schicksal all jener Tiere aufmerksam, die Jahr für Jahr für den menschlichen Konsum sterben müssen. Wenn wir aufhören tierische Produkte zu essen, hört auch das Töten auf.“
 
Kälber werden direkt nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt, damit die von der Natur für sie bestimmte Milch für den menschlichen Verzehr zur Verfügung steht. Alleine oder mit Leidensgenossen leben die jungen Kühe in ihren ersten Lebenswochen dann in sogenannten Kälberiglus. Die meisten Tiere werden der schmerzhaften und oft blutigen Prozedur der Enthornung unterzogen. Sind die jungen Kühe schließlich alt genug, um Milch zu geben, werden sie immer wieder künstlich befruchtet, damit sie selbst Kälber zur Welt bringen. Angesichts der Höchstleistungen, die die Milchindustrie mit bis zu 50 Liter Milch am Tag von den Kühen fordert, sind die Tiere nach nur 4-6 Jahren am Ende ihrer Kräfte. In der Regel werden sie dann getötet, weil sie für die Industrie unrentabel geworden sind. Männliche Kälber sterben schon wenige Wochen oder Monate nach ihrer Geburt für die „Herstellung“ von Kalbfleisch. Die natürliche Lebenserwartung einer Kuh hingegen liegt bei rund 25 Jahren.

Jedes Jahr werden in Deutschland über eine Milliarde Tiere für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion getötet. Ohne Betäubung werden Rindern die Hörner abgesägt, Küken die Schnäbel gekürzt, Ferkeln die Eckzähne abgebrochen und die Schwänze abgeschnitten.
 
Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 

Weitere Informationen:

Veganstart.de

 

Kontakt:

Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de