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 »  »  » Undercover-Recherche: Millionen Brieftauben kommen jährlich bei Taubenwettflügen in Taiwan zu Tode

„Es hat Tauben geregnet”

 
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Millionen Tiere sterben bei taiwanesischen Taubenwettflügen über dem offenen Meer

Stand Dezember 2016
Update September 2015: Erfolg! Die für den Taichung District zuständige Staatsanwaltschaft hat gegen 129 Teilnehmer von Taubenwettflügen, einschließlich des Vorsitzenden des Fengyuan Pigeon Club, Anklage wegen Verstößen im Bereich Glückspiel erhoben und über 2 Millionen Dollar konfisziert. Zuvor waren bereits drei Vereinsfunktionäre und 32 Teilnehmer des Taubenwettflugvereins Kaohsiung Zhong Zheng strafrechtlich verfolgt worden. Außerdem wurde die Konfiszierung von fast 570.000 Dollar an illegalen Glücksspielgeldern beantragt. Insgesamt stehen damit nun 164 Personen unter Anklage – mehr als bei jeder anderen PETA USA - Ermittlung zuvor.

PETA USA begrüßt die Bemühungen der Behörden und appelliert weiter an sie, Teilnehmer der Wettflüge in Bezug auf die unglaublich hohen Opferzahlen endlich zur Verantwortung zu ziehen. Erst kürzlich startete eine Wettflugserie des Vereins Zhong Zheng mit 7.301 Vögeln, von denen aus dem fünften Wettflug der Serie nur 36 Tauben zurückkamen. Daraufhin wurden die letzten beiden Wettflüge abgesagt, weil nicht mehr genug Vögel übrig waren.

Update Oktober 2014: Nach der bahnbrechenden Recherche von PETA USA und einer detaillierten Anzeige bei den zuständigen Behörden, hat die lokale Polizei eine Razzia bei dem größten Taubenrennverein Taiwans durchgeführt, Vereinsvertreter zur Vernehmung auf das Polizeirevier mitgenommen, tausende Dollars sowie Computer und andere mit den Rennen in Verbindung stehende Gegenstände konfisziert und fast 4 Millionen Dollar scheinbar illegaler Wetteinnahmen auf dem Bankkonto des Vereins eingefroren. Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen taiwanesische Tierschutzgesetze zu den zehntausenden toten Vögeln pro Rennsaison sind noch nicht

Millionen so genannter Brieftauben kommen jedes Jahr bei saisonalen Taubenwettflügen in Taiwan zu Tode. Bei den Veranstaltungen handelt es sich um sieben Rennen, die über dem offenen Meer stattfinden – die Distanzen werden jedes Mal größer. Jungvögel, die noch nicht einmal ein Jahr alt sind, werden auf das Meer hinausgebracht und müssen zu ihren Schlägen zurückfliegen, selbst wenn taifunartige Winde über dem Meer toben. Meist beendet nicht einmal 1 Prozent dieser hochintelligenten Vögel jede Serie der sieben Rennen. Viele ertrinken, weil sie schlichtweg zu erschöpft sind, um weiterzufliegen, andere fallen Stürmen zum Opfer oder werden getötet, da sie zu langsam sind.

Update Oktober 2014: Nach der bahnbrechenden PETA-Recherche und einer detaillierten Anzeige bei den zuständigen Behörden, hat die lokale Polizei eine Razzia bei dem größten Taubenrennverein Taiwans durchgeführt, Vereinsvertreter zur Vernehmung auf das Polizeirevier mitgenommen, tausende Dollars sowie Computer und andere mit den Rennen in Verbindung stehende Gegenstände konfisziert und fast 4 Millionen Dollar scheinbar illegaler Wetteinnahmen auf dem Bankkonto des Vereins eingefroren. Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen taiwanesische Tierschutzgesetze zu den zehntausenden toten Vögeln pro Rennsaison sind noch nicht abgeschlossen.

 

Hintergrund

Ermittler von PETA USA arbeiteten zwischen Juni und Oktober 2013 verdeckt in einem der größten Taubenrennvereine in Südtaiwan. Sie gelangten zum Kern dieser sonst verschlossenen Industrie und verschafften sich Zugang zu Rennschlägen, zu den „Registrationsnächten“, in denen die Vögel registriert und in Transportboxen gesperrt werden und sogar zu einem Schiff, von dem aus die Tauben aufgelassen wurden. Die Ermittler dokumentierten Aussagen von Funktionären und Teilnehmern, die Millionen an illegalen Wettgeldern einräumten und zugaben, dass diesem grausamen „Sport“ unzählige Vögel zum Opfer fallen.