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Helfen Sie uns, die Massentötungen in der Ukraine zu stoppen!

Appellieren Sie an den ukrainischen Präsidenten Wiktor FedorowytschJanukowytsch, sich für die heimatlosen Tiere einzusetzen!

Stand November 2012
Vielen Dank für Ihre Unterstützung vor und während der Fußball-Europameisterschaft und Ihr klares Bekenntnis zu einer EM 2012 ohne Tierleid!

Mit unserer zweiten PETA-Recherche haben wir bereits im März 2012 gezeigt, dass die Massentötungen heimatloser Tiere, entgegen der knappen Erklärung der ukrainischen Regierung vom November 2011, das Töten beenden zu wollen, weiter gingen. Ukrainischen Tierschützern zufolge ist die Situation für die heimatlosen Tiere nach der EURO 2012 auch weiterhin katastrophal: Landesweit sollen heimatlose Hunde vergiftet werden. Doch die Behörden gehen nicht gegen die „Doghunter“ vor.

 

 

Übersetzung des Protestbriefes

Sehr geehrter Herr Präsident Janukowytsch,

PETAs Recherche im März 2012 hat ergeben, dass die Massentötungen heimatloser Tiere ungehindert weitergehen. Die Bilder und Videos sind für jeden mitfühlenden Menschen unerträglich und für die ukrainische Regierung beschämend. Ukrainischen Tierschützer zufolge werden heimatlose Tiere noch immer im ganzen Land vergiftet – ohne dass die Behörden dagegen vorgehen.

So berichten die Medien über andauernde katastrophale Zustände in Charkiw: Die politisch Verantwortlichen schlagen Kooperationsangebote sowie Kastrationsprogramme internationaler Tierschutzorganisationen aus! Zudem verweigert das städtische Tierheim Journalisten und Tierschützern den Zutritt zu allen Bereichen ihrer Anlage – um das Tierleid und die Qualen grausamer Tötungen hinter den geschlossenen Toren zu verbergen!

Die grausamen Tötungen heimatloser Hunde müssen umgehend gestoppt werden!

Bringen Sie flächendeckende Kastrationsprogramme auf den Weg, denn die „Neuter & Release“-Methode ist die einzig zukunftsfähige, tierwürdige und nachhaltige Lösung, die Überpopulation von heimatlosen Tieren langfristig zu senken. Dieser Ansatz beinhaltet das behutsame Einfangen der Tiere, ihre Kastration, die tierärztliche Versorgung, die Impfung sowie das anschließende Zurücksetzen in das vertraute Revier, wo die Tiere weiterhin versorgt werden müssen. Ebenso muss die karitative Arbeit von Tierschutzgruppen in diesem Bereich gefördert und unterstützt werden.

Aufgrund der Tatsache, dass nach derzeitiger gesetzlicher Regelung keine heimatlosen Tiere auf den Straßen der Ukraine leben dürfen, haben wir in Zusammenarbeit mit ukrainischen Tierschützern folgende Punkte herausgearbeitet, die im Tierschutzgesetz geändert werden müssen:

• Da sich der Erfolg der „Neuter & Release“-Methode erst nach einer gewissen Zeit einstellt, ist die Änderung von Artikel 24 des ukrainischen Tierschutzgesetzes notwendig: Heimatlose, kastrierte Tiere müssen auf der Straße leben dürfen.

• Artikel 17 des Tierschutzgesetzes, der bereits die grausame Tötung von Tieren verbietet, muss durch die Vorschrift ergänzt werden, dass ausschließlich ein Tierarzt eine Euthanasierung durchführen darf.

• Begleitend müssen gesetzliche Maßnahmen zum Schutz von Hunden und Katzen erlassen werden. Es muss auch eine Kastrations- und Registrierpflicht für tierische Mitbewohner in Privathaltung geben. Die Zucht muss eingeschränkt und der Verkauf von Tieren auf Märkten und in Zoohandlungen verboten werden. Das Aussetzen von Tieren muss ebenfalls verboten werden.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Tötungen der heimatlosen Tiere sofort gestoppt und die Gewalttaten privater Hundejäger konsequent juristisch verfolgt und bestraft werden. Ebenso muss Tierquälerei auch in städtischen Tierheimen – wie in Charkiw – verurteilt und unterbunden werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Name

 

Sie werden ein Standardantwortschreiben erhalten

Sie werden ein Standardantwortschreiben der ukrainischen Botschaft erhalten, das auf unsere Online-Petition wie auch auf persönliche Protest-E-Mails hin versendet wird.

Obwohl die Ukraine dem „Europäischen Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren“ im Sommer 2011 beigetreten ist, finden gewaltsame Tötungen heimatloser Tiere auf ukrainischen Straßen statt – wie leider in vielen anderen süd- und osteuropäischen Ländern. Im Vorfeld der EM 2012 haben diese Tötungen in der ehemaligen Sowjetrepublik jedoch enorm zugenommen.

Kritisiert werden im Standardschreiben der ukrainischen Botschaft besonders die Massenproteste, doch PETAs Erfahrungen zeigen, dass gerade der Druck einer breiten Öffentlichkeit nötig ist, um die Verantwortlichen dazu zu bewegen, für die Tiere tätig zu werden. Selbstverständlich sind auch karitative Maßnahmen notwendig, die PETA durch Spenden an ukrainische Tierschutzorganisationen unterstützt. Doch zunächst müssen die Massentötungen unterbunden werden!
PETA Deutschland e.V. hatte im November 2011 und im März 2012 jeweils zwei Ermittlerinnen in die Ukraine entsendet, um in Zusammenarbeit mit den örtlichen Tierschützern Beweisdokumente der Tötungen zusammenzutragen. Unser erschreckendes Bild- und Filmmaterial wurde dort größtenteils von dem Rechercheteam persönlich aufgenommen. Der Standardbrief der Botschaft spricht von „entstellten Tatsachen, einschließlich Fotos und Videos“. Um Missverständnisse zu vermeiden stellen wir klar, dass uns die schriftliche Bestätigung der ukrainischen Botschaft vorliegt, dass hier keinesfalls PETA gemeint ist. Es handelt sich um eine andere, uns namentlich bekannte Organisation, die leider tatsächlich falsche Fotos verwendete.

Im Rahmen unserer Kampagne konnten wir umfassend über das Leid der heimatlosen Tiere in der Ukraine aufklären. Bisher wurden bereits über 287.500 Protest-Mails allein über unseren Aktionsaufruf versendet! Durch die Massenproteste konnte das in der Ukraine seit Jahren virulente Problem – die Tötungen heimatloser Tiere – in einer umfassenden Weise publik gemacht werden. Und nicht nur das: Wir haben mittlerweile die Bestätigung der „Kiev Society for the Protection of Animals“, dass die Hundetötungen in Kiew von behördlicher Seite vollständig eingestellt sind. Hier geht es um tausende Hunde, die ansonsten weiter getötet worden wären.

Leider werden in den restlichen Landesteilen der Ukraine weiterhin heimatlose Tiere systematisch vergiftet, erschossen und erschlagen. Deswegen halten wir unseren Online-Protest weiter aufrecht!
Wir informieren in unserem Protestschreiben explizit über die „Neuter & Release"-Methode, denn umfangreiche Kastrationsprogramme sind die einzig zukunftsfähige und humane Lösung für eine nachhaltige Populationskontrolle. Erfolgreiche Beispiele sind aus Indien bekannt. Selbstverständlich müssen flankierend weitere Maßnahmen getroffen werden, wie eine allgemeine Kastrationsverordnung auch für Tiere in Privathaltung, sowie eine umfassende Einschränkung der Zucht und ein absolutes Verkaufsverbot von Tieren in Zoohandlungen und auf Märkten.

Allein mit den Massenprotesten ist es gelungen, Tausenden von Hunden in Kiew ein schreckliches Schicksal zu ersparen und das Tierschutzproblem weltweit zum Thema zu machen. Wie alle konnten die Behörden in Kiew dazu drängen, die tierquälerischen Praktiken abzustellen. Diesen Erfolg brauchen wir auch in den restlichen Landesteilen. Machen Sie weiterhin mit! Vielen Dank.