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Aktion gegen Katzenelend in Nordfriesland: PETA rät zur Einführung einer Kastrationspflicht für alle Freigänger-Katzen

Stand Januar 2013
Husum / Gerlingen, 29. Januar 2013 – Kastrationspflicht gegen Katzenelend: PETA Deutschland e.V. begrüßt die Verlängerung der von Kreis, Ämtern, Städten und Tierärzten initiierten Aktion, bei der Katzenhalter in Nordfriesland ihre weiblichen Tiere vergünstigt kastrieren lassen können. Zugleich weist die Tierrechtsorganisation darauf hin, dass neben finanziellen Anreizen unbedingt Regelungen auf politischer Ebene getroffen werden müssen. Die Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für alle Freigänger-Katzen in Privathauhalten ist dabei die einzige Lösung, um die Population heimatloser Katzen langfristig einzudämmen und somit das Leid der Tiere zu reduzieren.

„Wir freuen uns über die tierfreundliche Entscheidung in Nordfriesland“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Es genügt jedoch nicht, die Kastration auf freiwilliger Basis zu fördern. Um den heimatlosen Tieren zu helfen, sollte die Kastration von Freigänger-Katzen und -Katern prinzipiell verpflichtend sein. Nordfriesland kann hier die Vorreiterrolle in Schleswig-Holstein übernehmen.“

Heimatlose Katzen sind meist die Nachkommen unkastrierter Tiere aus Privathaushalten und für ein Leben in freier Wildbahn nicht ausgerüstet. Viele der Katzen leiden an Hunger, sind krank, verletzt oder werden Opfer von Jägern oder Tierquälern. Besonders im Winter sind die domestizierten Tiere der nasskalten Witterung hilflos ausgesetzt. Katzen, die nicht tierärztlich behandelt oder von Menschen versorgt werden, sterben häufig auch an leicht zu behandelnden Krankheiten.

Immer mehr Städte und Gemeinden in Deutschland entscheiden sich für die Einführung einer Kastrationspflicht. Nachdem Paderborn bereits 2008 das Kastrationsgebot für Freigänger-Katzen eingeführt hatte, zogen inzwischen über 200 Städte und Gemeinden nach. Die Kastrationspflicht bedeutet weder für die Städte und Gemeinden noch für Steuerzahler Mehrkosten. Vielmehr ist sie ein wichtiges Signal an Katzenhalter und stärkt zugleich den Tierschutz im Einsatz gegen das Elend von Tieren.

Weitere Informationen:
PETA.de/Katzenkastration
PETA.de/Katzenjammer
PETA.de/Heimtierschutzgesetz
PETA.de/Haustiere

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de