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Aktuelle GfK-Umfrage: Überwältigende Mehrheit der Deutschen für Pelztierfarmverbot in Deutschland – PETA fordert Verabschiedung des Gesetzentwurfs im Bundestag

Stand März 2016
Stuttgart, 3. März 2016 – Alle Parteien in der Pflicht: 79,8 Prozent der Deutschen befürworten unmissverständlich ein Verbot von Pelztierfarmen durch den Bundestag. Dies ergab eine neue Umfrage der GfK, die PETA im Februar 2016 in Auftrag gegeben hatte. Nur 14,4 Prozent der befragten Bürger sprechen sich gegen ein Pelztierfarmverbot aus, während 5,8 Prozent keine Meinung zu dem heiß debattierten Tierschutzthema haben. Derzeit liegt den Koalitionsfraktionen im Bundestag ein Gesetzesantrag des Bundesrates vor, dessen abschließende Formulierungshilfe offensichtlich durch Konflikte in der CDU/CSU-Fraktion blockiert wird. PETA hatte bereits im November 2015 alle Bundestagsabgeordneten um ihre Zustimmung für ein Pelztierfarmverbot spätestens im Jahr 2018 gebeten.
 
„Tiere für ihren Pelz zu töten, ist ein Verbrechen im Namen der Mode und gehört in Deutschland verboten. Mit knapp 80 Prozent bewertet die überwältigende Mehrheit der Deutschen den Tierschutz höher als die Profitinteressen einer Handvoll Pelzfarmer“, so Harald Ullmann, Vorstand von PETA. „Agrarminister Christian Schmidt und die Unionsparteien dürfen dem Bundestag den vorliegenden Gesetzentwurf nicht vorenthalten, denn bisherige Regulierungsversuche in den letzten zehn Jahren sind bereits gescheitert. Jeder Tag, den die Pelzfarmer hierzulande den Tierschutz weiter ungeahndet missachten, ist eine Ohrfeige für die Politik.“
 
Bereits im Juli 2015 beschloss der Bundesrat mehrheitlich einen Gesetzentwurf für ein Pelzfarmverbot (BR-Drs. 217/15), um die Tötung von Tieren für modische Luxusgüter gesetzlich zu unterbinden. Auch das Bundeskabinett stimmte dem Vorhaben im August zu (BT-Drs. 18/5866), und Agrarminister Christian Schmidt (CSU) gab im November 2015 bekannt, ein Verbot der Pelztierhaltung zu unterstützen. Seitdem befindet sich ein möglicher Gesetzestext ohne erkennbaren Fortschritt in der Ressortabstimmung. Wirtschaftspolitiker aus der Union sowie deren tierschutzpolitischer Sprecher Dieter Stier lehnen ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland weiter ab.
 
Auf den acht deutschen Pelzfarmen werden jährlich noch immer schätzungsweise 100.000 Nerze ihres Pelzes wegen gezüchtet. Die Wildtiere werden entgegen den staatlichen Vorgaben in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung in viel zu kleinen Käfigen ohne festen Boden, Schwimm- oder Klettermöglichkeiten gefangen gehalten und am Ende des Jahres qualvoll vergast. Um Zeit zu gewinnen und weitere Pelzprofite einzustreichen, klagen die Pelzfarmer vor den Verwaltungsgerichten und können ihren Betrieb unverändert fortführen.

Nerze lieben es, zu schwimmen und leben meist in der Nähe von Gewässern. Sie können mit nur einem Atemzug 15 Meter tief tauchen. In freier Wildbahn verteidigen die Wildtiere ihr Revier sehr intensiv und sind absolute Einzelgänger, während sie auf Deutschlands Pelzfarmen zu Zehntausenden in winzige Drahtkäfige gesperrt werden.
 

Eingesperrter Nerz auf einer deutschen Pelzfarm. / © PETA

Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Pelzfarmverbot
PETA.de/IllegalePelzfarmen
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de