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Hautabsorption

 
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Alternativen für Tierversuche

Stand Juni 2006
Hautabsorptionsstudien werden durchgeführt, um den Grad zu bestimmen, zu dem eine Chemikalie in die Haut eindringen kann. Der Hautreaktionsgrad einer Chemikalie ist hauptsächlich für Kontrollbehörden von Interesse, die mit Chemikalienbelastung am Arbeitsplatz zu tun haben.
Ratten wird der Rücken rasiert, dann wird ihnen über einen Expositionszeitraum von bis zu 24 Stunden eine Chemikalie darauf geschmiert; danach wird Haut abgewaschen, und die Tiere werden einzeln in "Stoffwechselkäfigen" untergebracht, um ihre Exkremente für Untersuchungszwecke sammeln zu können. Später werden die Tiere getötet, ihre Haut, Blut und Exkremente analysiert; daraus wird der Grad der Hautabsorption berechnet. Trotz ihres jahrelangen Einsatzes sind Tierversuche zur Messung der Hautabsorption nie ordnungsgemäß validiert worden, um ihre Relevanz für den Menschen zu bestimmen. Ein weiterer, nicht erwähnter Nachteil besteht in dem Potenzial, die Tierversuchsergebnisse zu verzerren, indem man die Testchemikalie von der Haut der Tiere abwäscht, was ihre Absorption erleichtert
In Europa sind verschiedene Methoden mit Gewebekulturen bereits als vollständiger Ersatz für Hautabsorptionsstudien an Tieren nach strengen Kriterien bewertet und akzeptiert worden. Bei diesen Methoden wird Haut aus verschiedenen Quellen benutzt, um den Durchgang einer Chemikalie in und über die Haut in einen Flüssigkeitsbehälter zu messen. Die Absorption einer Testchemikalie in einem Zeitraum wird gemessen, indem man die Rezeptorflüssigkeit und die behandelte Haut analysiert. Die Zuverlässigkeit und Relevanz von in vitro-Hautabsorptionsstudien wurde umfassend durch eine Reihe internationaler Expertenbewertungen gesichert, und die Methoden wurden von der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als offizielle Testrichtlinie kodifiziert und akzeptiert. Die tierversuchsfreien Methoden haben im Vergleich zu Tierversuchen zahlreiche Vorteile, u.a. den, eine größere Menge Dosen, einschließlich des tatsächlichen Belastungsgrades, der im Arbeitsumfeld oder der Umgebung auftritt, untersuchen zu können. Trotz dieser klaren Vorteile stützen sich viele Behörden nach wie vor auf Tierversuche, wenn es um die Messung der Hautabsorption geht.