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Amtsveterinär lügt: Veröffentlichte Aufnahmen stammen aus dem normalen Stallbereich – Statement von PETA

 
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Stand September 2017
Günthersdorf / Stuttgart, 12. September 2017 – Auf einen kürzlich veröffentlichten Medienbericht bezüglich der katastrophalen Zustände in einem Günthersdorfer Schweinezuchtbetrieb reagiert die Tierrechtsorganisation PETA mit schweren Anschuldigungen gegen das Veterinäramt Beeskow. Obwohl die gravierenden Missstände bereits seit Februar bekannt waren, hat das Veterinäramt nicht effektiv reagiert und seine Amtspflicht somit zweifelsohne vernachlässigt. PETA erstattete daraufhin Anzeige gegen die Verantwortlichen – diese wiederum versuchen nun, sich gegen die Vorwürfe zu wehren. Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA, reagiert:
 
„Amtsveterinär Thomas Maczek lügt in besonders dreister Weise. Die Aufnahmen stammen – mit Ausnahme einer Bucht mit etwas Stroheinstreu – eindeutig und für jeden sichtbar aus dem normalen Stallbereich der Agrargenossenschaft Günthersdorf. Statt sich zum Pressesprecher dieses Augiasstalls zu machen, hätte das Veterinäramt seiner gesetzlich vorgegebenen Aufsichts- und Kontrollpflicht nachkommen müssen, was nachweislich nicht der Fall war. Die Agrarindustrie ist eine Lügenbranche mit besonders krimineller Energie – dass die Landesregierung noch immer zulässt, dass behördliche Mittäter für diesen Betrieb zuständig sind, ist ein rechtspolitischer Skandal.“
 
Mittlerweile wurde eingeräumt, dass die Anlage aus DDR-Zeiten über 30 teils schwerwiegende Mängel verfüge, die peu à peu abgearbeitet würden. Unabhängig davon, dass dies in dieser Größenordnung kaum möglich sein wird, hat all das nichts mit den offensichtlichen Straftaten und Rechtsbrüchen zu tun, die dort vermutlich nicht erst seit Monaten, sondern bereits seit Jahren herrschen. Die Lügen des Amtsveterinärs bestätigen die Notwendigkeit der von PETA erstatteten Anzeige. Nach Ansicht der Tierrechtsorganisation müsste das Verfahren dem Veterinäramt Beeskow sofort entzogen und Maczek suspendiert werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Schweinezucht-Guenthersdorf

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de