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Antrag zur EU-Tierversuchsrichtlinie abgeschmettert

 
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Bundestagsabgeordnete stimmen gegen Tierschutz

Stand März 2010
Berlin / Gerlingen, 25. März 2010 – Der Bundestag stimmte gestern über einen Antrag von Bündnis90/Die Grünen zum Kompromiss-Entwurf der EU-Tierversuchsrichtlinie ab. Die neue EU-Richtlinie soll einheitliche Standards beim Tierschutz innerhalb der EU sicherstellen und die völlig überholte Richtlinie von 1986 ablösen. Der ursprüngliche Entwurf der Europäischen Kommission enthielt einige Punkte, die einen effektiveren Schutz der Tiere in Versuchslabors hätten sicherstellen können. Doch der Entwurf wurde im Zuge der Verhandlungen im Europäischen Parlament und dank der ausgeprägten Lobbyarbeit der Tierversuchsindustrie immer weiter verwässert, praktisch alle fortschrittlichen Punkte wurden entfernt. Der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen sollte gestern dafür sorgen, die Bundesregierung zur Widerherstellung einiger positiver Aspekte des Ursprungsentwurfs zu drängen. Doch trotz massiver Unterstützung von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. sowie weiteren deutschen Tierrechts- und Tierschutzvereinen wurde der Antrag in den beteiligten Ausschüssen abgeschmettert.
„Den Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP scheint die Linientreue zur Bundesregierung wichtiger zu sein als ein ethischer Tierschutz“, kritisiert Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA Deutschland e. V. So bleibt beispielsweise die Forschung an Primaten weiterhin grundsätzlich erlaubt und die Forderung der Anwendung von Alternativmethoden wurde abgeschwächt. Am gravierendsten wirkt sich aber laut PETA die Formulierung aus, nach welcher es den einzelnen Mitgliedsstaaten nicht erlaubt ist, strengere Tierschutzrichtlinien auf nationaler Ebene einzuführen. Lediglich Die LINKE stimmte dem Antrag zu, die SPD enthielt sich. PETA erklärt heute, sich weiterhin für eine bessere EU-Tierversuchs-Richtlinie einzusetzen und auf einen möglichst hohen Schutz der Tiere bei der Umsetzung in nationales Recht zu drängen. Weitere Informationen finden Sie auf www.stoptierversuche.de!


Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28
Druckfähige Fotos: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=20
Prominente engagieren sich gegen Tierversuche: http://www.peta.de/web/home.cfm?p=57