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 »  »  »  »  » Löwen in Südafrika und im Safaripark Serengti Hodenhagen

Die Jagd auf Löwen in Südafrika wird weitergehen …

 
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… auch dank der Zuchtlöwen des Safariparks Hodenhagen

Stand Mai 2010
Ein Fernsehbeitrag über die Jagd von Löwen in Südafrika hat die Menschen in Deutschland endlich aufgeschreckt und zu Recht empört. Umso schlimmer aber dabei ist die Tatsache, dass gerade zoologische Einrichtungen aus der ganzen Welt und auch aus Deutschland, die auch immer wieder ihre Märchen von der Löwenzucht für den Artenschutz erzählen, am blutigen Jagd-Geschäft direkt oder indirekt beteiligt sind und auch ihren Profit machen. Durch den Fernsehbeitrag in Verbindung gebracht wurde der „Safaripark Hodenhagen“.

Wir von PETA äußern uns zur Stellungnahme des Safariparks Hodenhagen:

 

 

Wildtier-Jäger und ihre Trophäen auf der Lechwe Lodge Homepage. © www.lechwelodge.co.za
Safaripark Hodenhagen (1)
„… mit großem Bedauern haben wir Ihre (Anmerk.: PETAs) Mitteilung bzgl. des Serengeti-Parks auf Ihrer Internetseite zur Kenntnis genommen. Darin machen Sie darauf aufmerksam, das Löwen an eine Farm in Südafrika verkauft werden.“

Der letzte Satz soll suggerieren, dass die Löwen von Hodenhagen „nur“ an eine Farm gingen. Richtig ist aber, dass die „Lechwe Lodge Kroonstad“ (Saral Wessels) nicht nur eine „Farm“ ist, sondern seinen Gästen auch Trophäen-Jagden anbietet und sogar mit Fotos auf der eigenen Homepage (siehe Screenshot rechts oben) für den brutalen Tiermord wirbt.“

Unter der Überschrift "TROPHY HUNTING" heißt es dort:
“Lechwe Lodge offers the hunter a wide variety of species in their unspoilt natural habitat while a professional hunter will ensure a successful expedition and a most pleasant stay."

Vielleicht macht dieser Vergleich deutlich wie absurd die Situation ist: "Wer seine geliebten Pferde an ein „Pferde-Schlachthaus“ verkauft, muss davon ausgehen, dass seine Pferde auch irgendwann geschlachtet werden. Später zu behaupten, seine Pferde seien wirklich nur für den Schlachthof-Streichelzoo gedacht gewesen, macht sich unglaubwürdig."

 

Ein Löwe in Freiheit.
Safaripark Hodenhagen (1)
„Richtig ist, dass der Serengeti-Park im November 2009 die besagten Tiere an einen Händler veräußert hat, mit dem wir bereits seit Jahren zusammenarbeiten.“

Laut einer schriftlichen Antwort des Bundesamtes für Naturschutz vom 18.11.2009 (hier klicken, um die Daten einzusehen - PDF) wurde als exportbeantragende Einrichtung der „Safaripark Hodenhagen“ und kein Tierhändler benannt. Zudem ist es bedenklich, mit einem Tierhändler „seit Jahren zusammenzuarbeiten“, der offensichtlich Kontakt zu einer Farm unterhält, die Tiere zum Töten anbietet. Ist das für den Safaripark nicht schon verwerflich genug?

Safaripark Hodenhagen (1)
„Trotz der Anfrage des Händlers die Tiere kaufen zu wollen, hat der Serengeti-Park darauf bestanden über den Verbleib der Tiere informiert zu werden. Daraufhin ist eine Farm in Südafrika genannt worden, die angab mit den Tieren züchten zu wollen und gleichzeitig die besagten Löwen für Fotosafaris einsetzen zu wollen. Dies wurde uns in umfangreichem Email-Verkehr nachweislich versichert.“

Also noch vor der Kaufanfrage des Tierhändlers muss der Safaripark Hodenhagen gewusst haben, dass es sich bei dieser Farm auch um eine „Trophäen-Jagdfarm“ handelt. Dann müsste der Safaripark, bei gründlicher Prüfung des neuen Zuhauses seiner Löwen, auch gewusst haben, dass der Name der Farm bereits 2005 im Zusammenhang mit dem illegalen Import von neun alten Zirkus- und Zoolöwen aus Brasilien für „Canned-Hunting“ genannt wurde. Bereits bei der Anfrage des Händlers hätten also alle Alarmglocken läuten müssen.
Merkwürdig ist auch, dass der Safaripark nun (nach der Ausstrahlung des TV-Beitrags) in seiner Stellungnahme davon spricht, dass er den neuen Verbleib seiner Löwen (die Lechwe-Farm), noch bevor die Löwen dem Händler übergeben wurden, auch kannte. Gegenüber dem TV-Reporter sagte der Geschäftsführer jedoch, dass „der Händler entscheidet, wo die hingehen“.

TV-Reporter (3):
„Sie haben vor etwa 10 Monaten Tiere nach Südafrika exportiert … Ich musste zu meinem Erschrecken feststellen, dass die Tiere dort für Canned-Hunting genutzt werden. Wussten Sie das?“
Antwort Geschäftsführer Fabrizio Sepe:
„Ne ne, dass wussten wir nicht als Tierparkbetreiber. Weil wir an den Händler verkauft haben. Wo die dann hingehen, verstehen Sie, dass entscheidet leider der Händler dann. In dem Moment, wo die Löwen unseren Park verlassen, in einer Kiste, der Händler sagt danke, hier ist ihr Geld und fährt weg.“

Auch die Aussage des Safariparks, dass vor dem Verkauf „…eine Farm in Südafrika genannt wurde, die angab, mit den Tieren züchten zu wollen und gleichzeitig die besagten Löwen für Fotosafaris einsetzen zu wollen“, ist äußerst fraglich. Denn im TV-Beitrag (3), also noch vor der Stellungnahme des Safariparks, wird folgendes gesagt:

Reporter: „Ich bestehe darauf, dass etwas für die verkauften Löwen getan wird und bekomme wenig später diese Stellungnahme.“
Zitat aus der Stellungnahme des Safariparks:
„Uns wurde von Seiten des jetzigen Besitzers mitgeteilt, dass die Löwen… für Fototourismus gehalten werden. Zukünftig sollen ihnen passende Partner zugestellt werden.“

Dem Safaripark wurde, nach Aussage des TV-Beitrages, also erst nach TV-Konfrontation und (nach Verkauf und Export) „seitens des jetzigen Betreibers“ mitgeteilt, dass sie nicht erschossen werden.

Safaripark Hodenhagen (1)
„…die angab, mit den Tieren züchten zu wollen und gleichzeitig die besagten Löwen für Fotosafaris einsetzen zu wollen. Dies wurde uns in umfangreichem Email-Verkehr nachweislich versichert. Auch zum derzeitigen Zeitpunkt wird von der Farm darauf bestanden, dass die Tiere nie zum Abschuss freigegeben waren.“

Nach jedem Verkauf geht die „Ware“ in das Eigentum des Käufers über. Der vermeintliche Tierhändler (mal Deutscher/ mal Niederländer) der die Tiere dem Safaripark abkaufte, hatte zunächst auch das Recht, mit seiner „Ware“ zu machen, was er möchte. Er hat dafür bezahlt. Herr Sepe hat dies dem TV-Reporter auch sehr gut in Worten deutlich gemacht. Plötzlich hat der Safaripark heute doch noch irgendein Bestimmungsrecht für seine verkaufte „Ware“ gegenüber dem Drittkäufer?

Zudem gibt es keinen wirklichen Beweis oder Garantie dafür, dass die drei Löwen doch noch leben bzw. nicht in wenigen Wochen die Kugel bekommen.

Aus dem TV-Beitrag (3)
TV-Reporter: „Vor wenigen Wochen, direkt nach der Ankunft der deutschen Großkatzen, gab sich ein Tierschützer als Löwenjäger aus und wollte angeblich zwei der deutschen Tiere kaufen. Zur Jagd.“
Farmer: „Ich verkaufe die Tiere an dich als Farmer und mir ist es scheißegal, was du mit den Tieren machst.“

 

So wirbt der Safaripark Hodenhagen mit seinen Raubkatzen. Foto: Safaripark-Führer 02/ 2007
Safaripark Hodenhagen (1)
„Gerade weil dem Park die Arterhaltung von bedrohten Tierarten besonders am Herzen liegt, sind wir schockiert von dem veröffentlichten Bericht und verurteilen solches Jagdtreiben aufs Schärfste.“

Der Safaripark stimmte zu, dass der Händler die Löwen an eine Farm verkauft, die nachweislich Jagdtouristen das Töten von Tieren auf seiner Farm erlaubt.

Zudem muss man erwähnen, dass Löwen in Südafrika leider zum Abschuss freigegeben sind. Es handelt sich also nicht um eine bedrohte Tierart. Der Verkauf der Löwen war keinesfalls ein Akt zur Arterhaltung, sondern unserer Meinung nach eher ein Beitrag zur Zucht von Löwen für die Jagd.

Safaripark Hodenhagen 2007 (2)
„Schüsse auf Löwen fallen heute aus den Kameras der Safari-Touristen.“

Diese Aussage ist eindeutig falsch. Seit Jahren wird weltweit die Jagd und die Zucht von Löwen für die Jagd in Südafrika angeprangert und kritisiert. Lesen Sie hier auch einen ausführlichen Bericht von „Animal Rights Africa“ über den Export von Löwen-Trophäen.

[url=http://www.animalrightsafrica.org/Archive/Hunting/Feb_07_South_Africa_Lion_Trophy_Trade_Factsheet.pdf ]Weitere ausführlichere Zahlen über den weltweiten und deutschen Löwen-Trophäenimport finden Sie hier.[/url]

Safaripark Hodenhagen (1)
„Der Serengeti-Park versucht aufgrund der Problematik bei der Unterbringung von Löwen bereits seit Jahren Nachwuchs bei seinen Löwen zu vermeiden. Dass diese Jungtiere dann der Öffentlichkeit präsentiert werden, trägt im Übrigen auch dazu bei, den Fokus der Öffentlichkeit auf diese bedrohte Tierart zu lenken.“

Noch im Januar 2010 hat der Safaripark drei „Weiße Löwen“ aus Südafrika importiert.
Frisches Blut für die Zucht.
Vermeidung sieht anders aus.
Die Zucht und Präsentation von „weißen Löwen“ hat auch überhaupt nichts mit Artenschutz und „einer bedrohten Tierart“ zu tun. Tierfreunde wissen zudem, dass die Zucht solcher Löwen und Tiger stets mit Inzucht und deren tierquälerischen Folgen einhergehen.

Safaripark Hodenhagen Stellungnahme an den TV-Reporter (3)
„Zukünftig sollen ihnen passende Partner zugestellt werden.“

Aus der Partnerschaft mit den Löwen aus Hodenhagen entstehen Löwenbabys. Die Löwenbabys werden ihren Müttern entrissen, damit man sie auf den Menschen prägen, mit Touristen fotografieren und ihre Mütter schneller wieder schwanger machen kann. Aus den ausgewachsenen Löwenbabys werden potenzielle Jagdopfer für gutbetuchte Jäger.

Dank dem Safaripark Hodenhagen!
Und Dank der deutschen und europäiischen Gesetzgebung!
Auch Dank der deutschen Politik!

Denn, und das sei betont, der Safaripark Hodenhagen und die anderen Zoologischen Einrichtungen handeln legal, wenn auch nach der überwiegenden Meinung der Bevölkerung wohl illegitim. Sich herauszureden bei diesen Bildern, ist unseriös, denn jeder in dieser Branche Tätige weiß von diesen Umtrieben. Jedenfalls gehören diese - stillen - Geschäftspraktiken angeprangert!



Quellenangaben:
(1) Stellungnahme des „Safaripark Hodenhagen“ (Herr Jochen Lohmann/ Marketing) an PETA Deutschland e.V. vom 04.05.2010
(2) Führer durch den „Serengeti Park Hodenhagen“ (02/ 2007); Seite 36
(3) RTL „Punkt 12“ vom 04. und 05.Mai 2010

 

WAS SIE TUN KÖNNEN

Besuchen Sie keine Zoos, Safariparks, Tierparks und Wildparks
  • Besuchen Sie keine Einrichtungen die besonders mit Tierbabys werben
  • Informieren Sie Tageszeitungen, Magazine, TV- oder Radiosender, die mit Tierbabys aus Zoos werben, von diesem skandalösen Tierhandel
  • Informieren Sie Freunde, Bekannte und Verwandte über die von uns aufgedeckten Tierhandelsgebaren der Zoos
  • Schreiben Sie Briefe an Zoos, Behörden und Politik und äußern Sie Ihre Kritik an diesem skandalösen Vorgehen
  • Fordern Sie bei PETA Unterlagen an