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Aufgedeckte Hundekampf-Arena in Ettenheim – PETA fordert angemessene Bestrafung der Veranstalter

 
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Stand April 2012
Ettenheim / Gerlingen, 17. April 2012 – Nachdem die Polizei im Keller eines Wohnhauses im baden-württembergischen Ettenheim aufgrund von Zeugenhinweisen aus der Bevölkerung eine illegale Hundekampf-Arena aufdeckte, begrüßt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. das beherzte Eingreifen der Beamten. Zugleich fordert PETA eine konsequente Verfolgung dieser Tierquälerei sowie drastische Strafen für die Verantwortlichen. Weiterhin ermutigt PETA alle tierlieben Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren entweder der Organisation oder den zuständigen Behörden umgehend zu melden. Zahllosen Tieren kann auf diese Weise das Leben gerettet werden.

„Hundekämpfe sind schwere Tierquälerei und strikt verboten!“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Bei diesem blutigen ‚Wettsport‘ geht es nicht um die Tiere, sondern um kriminelle Machenschaften. Das konsequente Eingreifen der Polizei ist ein Grund zur Freude. Nun müssen der flüchtige Haupttäter, aber auch die Besucher dieser tierquälerischen Veranstaltung zur Rechenschaft gezogen werden.“

Aufmerksame Tierfreunde haben die Polizei auf den regen Besucherverkehr mit sogenannten Kampfhunden hingewiesen und somit die Aufdeckung der furchtbaren Tierquälerei im Keller eines Wohnhauses ermöglicht. Die Beamten fanden eine Kampf-Arena mit blutgetränktem Teppich und einen Bolzenschussapparat zum Töten verletzter Tiere. In Nebenräumen stieß die Polizei auf OP-Anlagen, in denen die malträtierten Hunde behandelt wurden. Laufbänder zeugen davon, dass die Ausdauer der Tiere offenbar systematisch trainiert wurde. Zudem wurde in einer angrenzenden Lagerhalle eine Marihuana-Plantage entdeckt. Während der Betreiber, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, geflüchtet ist, wurden mehrere für zukünftige Kämpfe trainierte Hunde in umliegenden Tierheimen untergebracht.

PETA besteht darauf, dass Menschen, die Hunde gewaltsam zu „Kampfhunden“ abrichten, unbedingt juristische Konsequenzen erfahren müssen. Um effektiv gegen die tierquälerischen Zirkel vorgehen zu können, spricht sich PETA für die Einrichtung einer Sonderkommission bei den Landeskriminalämtern zur konsequenteren Verfolgung dieser illegalen Kreise aus. Da gerade sogenannte Kampfhunde immer wieder Opfer von Hundekämpfen werden, fordert PETA für diese „Rassen“ einen Zuchtstopp – wie auch für alle anderen Hunde, um Tierleid einzudämmen. Weiterhin ist es zwingend notwendig, sämtliche Teilnehmer der Hundekämpfe mit einem Tierhaltungsverbot zu belegen.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Tierschutzgesetz §17 und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:
www.peta.de/tierqual

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de