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Aufklärung unerwünscht: Wiesn und Wasen lehnen Infoscreens von PETA ab

 
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Stand September 2017
Stuttgart, 15. September 2017 – Ablehnung statt Einsicht: Mit einem animierten Kurzvideo wollte die Tierrechtsorganisation PETA Wiesn- und Wasenbesucher über die unzähligen Hühner informieren, die jährlich für den Verzehr auf Volksfesten getötet werden. Zu sehen ist der comichaft stilisierte Kopf eines Huhns, in den ein Messer gestoßen wird und der daraufhin zu bluten anfängt. Die zuständige Außenwerbe-Agentur Ströer lehnte die geplanten Infoscreens ab und stufte den Info-Spot als jugendgefährdend ein, da er einen „Tötungsdelikt“ zeige. PETA argumentiert, dass in dem Video lediglich eine legale und gängige Praxis auf vergleichsweise harmlose Art veranschaulicht werde. Seit mehreren Jahren ist PETA mit Plakaten auf der Wiesn und auf dem Wasen vertreten, um über die tierquälerischen Praktiken aufzuklären, die hinter den Veranstaltungen stehen.
 
„Jedes Jahr werden über eine Million Hühner allein für die Essensgelüste der Besucher von Wiesn und Wasen getötet“, so Harald Ullmann, zweiter Vorsitzender von PETA Deutschland e.V. „Hühner sind sensible Wesen und fühlen Leid und Schmerz. Für die Fleischproduktion fristen sie in drangvoller Enge ein Dasein voll Elend, Krankheit und psychischer Qualen: ohne jemals das Tageslicht zu sehen, mit schmerzhaft gekürzten Schnäbeln und von der Mast geschundenen Körpern. Zum Zeitpunkt ihrer Schlachtung sind die Tiere mit rund zwei Monaten noch im Kükenalter – und das bei einer natürlichen Lebenserwartung von 10-15 Jahren.“
 
Jedes Jahr werden knapp 700 Millionen Hühner in deutschen Schlachthäusern getötet. Viele der sensiblen Lebewesen sind dabei nicht ausreichend betäubt. Allein für die Wiesn und den Wasen wird mehr als einer Million Hühnern das Leben genommen. Anschließend werden ihre toten Körper öffentlich gegrillt und den Besuchern zum Verkauf angeboten. PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

Weitere Informationen:
PETA.de/Hühner

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de