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+++ Aus aktuellem Anlass in Norddeutschland +++ PETAs Tipps für heiße Sonnentage: So helfen Tierfreunde ihrem Hund, die Hitze gut zu überstehen

 
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Stand Juli 2014
Stuttgart, 10. Juli 2014 – Die Sonne ist da – und damit ganz plötzlich die Sommerhitze! Menschen und Tiere genießen die warmen Tage. Doch trotz aller Freude über die Sonnenstunden brauchen gerade Hunde bei warmen Außentemperaturen besonderen Schutz und das wachsame Auge ihres menschlichen Freundes. Denn Kreislauf und Körpertemperatur dieser Tiere sind sehr sensibel, da Hunde am Körper nicht schwitzen können. Sie regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln und über die Pfoten. Manch einer kennt die kleinen Schweißabdrücke, die unsere vierbeinigen Freunde an heißen Tagen auf Steinen und glatten Fußböden hinterlassen.
 
Besonders wichtig: Hunde dürfen bei solchen Temperaturen unter keinen Umständen im Auto zurückgelassen werden. Innerhalb weniger Minuten heizt sich das Wageninnere so auf, dass die Vierbeiner kollabieren und sterben können. Für Hunde wird es im Auto schon bei mehr als 15°C Außentemperatur schnell zu heiß! Daher gilt besondere Vorsicht nicht nur an den richtig heißen Tagen des Jahres.
 
Wer gut informiert ist, der kann dem Hund mit wenigen Tricks zu tollen Sonnentagen ohne Hitzeleiden verhelfen.
 
PETAs Tipps für die heißen Hundstage:
  • Reichlich Flüssigkeit. Zuhause muss der Wassernapf stets gefüllt sein; für unterwegs können Hundehalter Wasser in einer Flasche mitnehmen, das sie ihrem Vierbeiner immer wieder anbieten sollten.
  • Vorsicht bei hautempfindlichen, hellen Tieren: Hier ist das Eincremen mit Sonnencreme auf Nasenrücken und Ohren nötig, um den Hund vor Sonnenbrand zu schützen. Dabei sollte ein ungiftiges Naturkosmetik-Produkt gewählt werden, für den Fall, dass der Hund es schafft, die Creme abzuschlecken.
  • Große Nahrungsportionen sind bei Hitze sehr schwer verdaulich. Besser: Kleine Portionen bereitstellen.
  • Sportliche Anstrengungen, wie das Laufen am Fahrrad, bei großer Hitze vermeiden.
  • Spaziergänge sollten während der kühleren Morgen- und Abendstunden stattfinden.
  • Ein nasses Kinder-T-Shirt am Leib sorgt bei vielen Hunden für Begeisterung und kühlt den Körper beim Spaziergang.
  • Bei manchen Hunden kann das Kürzen des Fells Erleichterung verschaffen. Achten Sie darauf, das Fell nicht zu stark zu kürzen, denn es dient gleichzeitig auch als Sonnenschutz.
  • Hunde mit zuchtbedingt verkürzten Nasen wie zum Beispiel Mops & Co brauchen besondere Schonung, da sie in ihrer Thermoregulation ohnehin eingeschränkt sind. Starke Hitze bedeutet für diese Tiere schnell Lebensgefahr.
  • Vorsicht bei der Autofahrt mit offenem Fenster. Die Zugluft kann bei Hunden schmerzhafte Augenentzündungen verursachen.
  • Auf keinen Fall dürfen Tiere im Auto zurückgelassen werden: Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand! Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln und Apathie, teils aber auch Nervosität. Sehr starkes Hecheln, Taumeln, eine dunkle Zunge oder ein glasiger Blick und Erbrechen, lassen darauf schließen, dass der Hund vermutlich bereits einen Hitzeschlag erlitten hat und in akuter Lebensgefahr schwebt.
  • Wenn Sie einen Hund sehen, der im Auto eingesperrt ist, zögern Sie nicht, sofort die Polizei zu rufen – Sie könnten dem Tier damit das Leben retten!
Erste Hilfe-Maßnahmen: Das überhitzte Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden. Der Körper des Hundes sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein. Anschließend muss das Tier umgehend zum Tierarzt – auch, wenn sich sein Zustand durch die Erste Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.


Weitere Informationen:
PETA.de/Hotdogs
PETA.de/Niemals
PETA.de/Hitzetipps
 
Kontakt:
Sylvie Bunz, 49 (0)711 860 591 528, SylvieB@peta.de