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Ausgesetzte Königsnatter in Zuchwil – PETA lobt 600 CHF Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand November 2012
Zuchwil / Gerlingen, 24. August 2012 – Nachdem am vergangenen Mittwochabend in der Schweizer Gemeinde Zuchwil eine rund 50 Zentimeter lange Königsnatter von einem Autofahrer in einem Schacht entdeckt wurde, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 600 Schweizer Franken für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des verantwortungslosen Halters führen. Zeugen, die wissen, woher das Reptil stammt, wenden sich bitte telefonisch unter +49152 37325400 oder per Mail an PETA oder direkt an die zuständige Kantonspolizei. Mit Hinblick auf den Fall weist die Organisation darauf hin, dass gerade im Sommer viele Reptilien ausgesetzt werden oder auch selbst aus ungesicherten Terrarien ausbrechen, da sich ihre Körpertemperatur und ihr Lebensrhythmus der Umgebungstemperatur anpassen. Für etwaige Kosten, die teils mit Such- und Rettungsaktionen einhergehen, muss üblicherweise der Steuerzahler aufkommen.

„Das Tier wurde offensichtlich ausgesetzt oder in einem unzureichend gesicherten Terrarium gehalten“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Leider kaufen sich viele Menschen Reptilien aus einer Laune heraus, weil sie es ‚trendig‘ finden; dann wird ihnen aber schnell klar, dass die Haltung der Tiere teuer und aufwendig ist. Viele Halter wollen anschließend ihre Pfleglinge wieder loswerden.“

PETA fordert ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft nicht möglich. Zudem ist die Haltung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der zu Hause gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil die Tiere nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Außerdem können die exotischen Tiere auch zu einer Gefahr für Menschen werden: Wie mehrere Studien belegen, übertragen Reptilien häufig Salmonellen – etwa 90 Prozent der Tiere tragen die gefährlichen Erreger in sich. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern von exotischen Tieren stammt.

Wer ein Reptil findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.