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Backfischfest Ichenheim Vergangenheit? PETA begrüßt Entscheidung der Staatsanwaltschaft Offenburg

 
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Stand Januar 2017
Ichenheim / Stuttgart, 13. Januar 2017 – Das Verfahren gegen den Ichenheimer Angelverein wurde nach § 153 StGB wegen geringer Schuld und mangelndem öffentlichen Interesse eingestellt. Für die Tierrechtsorganisation PETA ist dies dennoch ein Erfolg, denn das Urteil zeigt, dass der Vorwurf eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nicht vom Tisch ist. PETA hatte den Angelverein wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nach § 17 angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Offenburg hatte das Verfahren eingestellt, wurde aber auf Drängen von PETA von der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe angewiesen, es wieder aufzunehmen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte darüber hinaus, dass weitere Ermittlungen hätten stattfinden müssen.
 
„Wir gehen davon aus, dass das Backfischfest des Ichenheimer Angelvereins nun der Vergangenheit angehört. Königsangeln in Form von Wettbewerben bleibt strafbar“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA.
 
Sie zappeln am Haken, ringen nach Luft und kämpfen um ihr Leben: Zahlreiche Fische wurden Ende Juli beim Königsfischen des Angelvereins Ichenheim e.V. getötet. PETA sieht in dieser Veranstaltung einen Verstoß gegen § 17 Nr. 1 des Tierschutzgesetzes, denn die Tötung der Tiere erfolgte ohne einen gerechtfertigten Grund im Sinne des Gesetzes. Laut Kommentar zum Tierschutzgesetz muss der alleinige Grund des Angelns im Nahrungserwerb liegen.
 
PETA veranschaulicht das Leid der Tiere in der „Sportfischerei“ mit folgendem Beispiel: „Stellen Sie sich vor, man bohrt einen Metallhaken durch Ihren Mund und drückt Sie unter Wasser, wo Sie nicht mehr atmen können.“ Dabei zeigen Fische eindeutige Reaktionen auf Stress und Schmerz. Die Biologin Lynne Sneddon fand bei Regenbogenforellen mehr als 20 Schmerzrezeptoren rund um den Mund und den Kopf [1], also genau dort, wo sich der Angelhaken durch das Gewebe der Fische bohrt. Fische sind individuelle Persönlichkeiten, die nicht nur körperliche Schmerzen empfinden, sondern auch Emotionen [2]. Daher spricht sich PETA generell gegen Fischfang aus und klärt in der Kampagne „Rettet die Fische!" über die empfindsamen Wasserbewohner auf.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Königsfischen
 
Kontakt:
Valeria Goller, +49 (0)711 860591-521, ValeriaG@peta.de