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Baden-Württemberg will verfolgten Wissenschaftlern helfen – Statement von PETA: „Kein Geld für Tierversuche!“

 
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Stand November 2016
Stuttgart, 22. November 2016 – Geld für humanitäre Zwecke: Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg will ein Programm auflegen, um türkischen und anderen Forschern, die in ihrer Heimat unter Druck gesetzt werden, einen Gastaufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Eine Million Euro stellt die Landesregierung dafür zur Verfügung. Dazu kommentiert Stephanie Kowalski, Fachreferentin gegen Tierversuche bei der Tierrechtsorganisation PETA:
 
„Wir begrüßen es sehr, dass die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer Forschern, die in ihrer Heimat bedroht sind, einen Aufenthalt als Gastwissenschaftler ermöglichen will. Die humanitäre Idee hinter dem Programm muss allerdings konsequent durchgesetzt werden: Das Budget von einer Million Euro darf nicht in die Förderung von tierexperimenteller Forschung fließen. Diese bedeutet nicht nur Qualen für die Tiere, sondern schadet letzten Endes auch den Menschen. Denn die Ergebnisse von Tierversuchen lassen sich nicht risikolos auf den Menschen übertragen. Häufig landen gesundheitsgefährdende Medikamente auf dem Markt, die im Experiment an Tieren bestanden haben. Trotzdem hält die grüne Wissenschaftsministerin an Tierversuchen fest und stellt sich damit gegen das politische Versprechen ihrer eigenen Partei, die Anzahl der Tiere, die in Experimenten gequält werden, zu reduzieren. In Baden-Württemberg werden schon jetzt mit Abstand die meisten Tierversuche bundesweit durchgeführt. Ein skandalöser Rekord, der durch das Vorhaben der Wissenschaftsministerin nicht noch weiter ausgedehnt werden darf.“
 
2,8 Millionen Tiere leiden und sterben jährlich in Deutschland in Tierversuchen, fast 17 Prozent, das sind rund 470.000 Ratten, Mäuse, Hunde und andere Lebewesen, davon in Baden-Württemberg. 92 Prozent aller Medikamente, die im Tierversuch als wirkungsvoll getestet wurden, versagen in klinischen Studien an menschlichen Patienten und erweisen sich entweder als wirkungslos, oder sie zeigen unerwünschte Wirkungen, die teilweise sogar tödlich enden. Mit mehreren Milliarden Euro werden Tierversuche jährlich in Deutschland staatlich subventioniert. Für tierfreie Alternativmethoden gibt es dagegen nur wenig Geld im einstelligen Millionenbereich.


Stephanie Kowalski / © PETA
 
Das Motiv geben wir auf Anfrage gerne heraus.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierversuche
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de