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Bald vegetarischer Hummer bei Kaufland? - Tierrechtsorganisation PETA wartet auf Entscheidung.

 
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Stand Juni 2006
Kontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. +49 (0)7156-17828-30

Neckarsulm -- Als erste deutsche Supermarktkette berät die Kaufland Gruppe, die zu den führenden Lebensmittelunternehmen in Deutschland zählt und mit über 600 Märkten auch in Tschechien, der Slowakei, Polen, Kroatien, Rumänien und Bulgarien vertreten ist, vegetarischen Hummer anzubieten und echten Hummer dafür im Ozean zu lassen.

Die internationale Tierrechtsorganisation PETA hat Kaufland vor wenigen Monaten gebeten, Hummer entweder ganz aus dem Sortiment zu nehmen oder durch vegetarischen Hummer zu ersetzen. Gertrud Bott, Sprecherin der Abteilung für Kommunikation und Umwelt bei Kaufland in Neckarsulm, reagierte hierauf, sowie auf die Bitte zahlreicher Kunden, indem sie sich bei der Tierrechtsorganisation nach vegetarischen Alternativrezepten und europäischen Lieferantenadressen erkundigte.
Derzeit berät nun der Vorstand, ob Kaufland echten Hummer durch vegetarischen ersetzen oder gar keinen Hummer mehr anbieten wird.

Die Tierrechtsorganisation zeigt sich optimistisch: „Kaufland bietet bereits viele pflanzliche Alternativen zu Kuhmilchprodukten an, wie beispielsweise die Schlagsahne von Soyatoo, sowie Sojadrinks und Sojajoghurts von Alpro.
„Wir sind zuversichtlich, dass Kaufland bald auch pflanzliche Alternativen zu Krustentieren, Fisch und Fleisch anbieten wird, denn die Nachfrage an köstlichem pflanzlichem ‚Fleisch’ steigt ständig“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. Pflanzlicher Hummer ist cholesterin- und fettarm, niemand muss hierfür sterben und das Risiko einer Eiweißallergie, die besonders bei Krebstieren eine reelle Gefahr darstellt, ist inexistent. Vegetarischer Hummer sei folglich „die ideale Delikatesse für anspruchsvolle Menschen mit Herz“, so Dr. Breining.

Hummer sind faszinierende Meerestiere, die im 3. Jahrtausend in Deutschland, obwohl der Tierschutz im Grundgesetz verankert ist, immer noch lebend gekocht werden. Ihr Todeskampf kann mehrere Minuten dauern. Zoologen und Tierärzte bestätigen, dass Hummer starke Schmerzen empfinden wenn sie gekocht werden und verzweifelt versuchen aus dem Kochtopf zu klettern, so lange bis ihr Nervensystem vom Kochen zerstört ist.

Die Schlachtverordnung für Krustentiere wurde seit 1936 nicht verändert. „Wenn schon die Politiker sich nicht für eine längst überfällige Gesetzesnovellierung einsetzen, so sollten Supermarktketten und Restaurants dem zunehmend ethischen Kaufverhalten von Verbrauchern entgegen kommen“, so PETA, denn wie schon Gandhi (1869-1948) sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt."

Weitere Informationen finden Sie unter Freiheit-fuer-Hummer.de

PETA ist mit über 1 Million Unterstützern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.