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Vegane Fish & Chips: PETA fordert Restaurantkette Klässig's auf, Meere zu schützen

 
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Industrielle Fischerei bedroht den Lebensraum Ozean

Stand Januar 2017
Berlin / Stuttgart, 25. Januar 2017 – Vegane Alternativen für Fisch: Diese möchte die Tierrechtsorganisation PETA auch bei der Fish & Chips-Kette Klässig‘s sehen. Die Organisation hat das Unternehmen, das vier Restaurants in Berlin betreibt, angeschrieben und darum gebeten, 2017 auf pflanzliche Fish & Chips umzusteigen. Auf diese Weise könnte der Gastronom unzähligen Meeresbewohnern, die qualvoll auf Fischerbooten ersticken oder noch bei Bewusstsein aufgeschnitten werden, das Leben retten. Jährlich werden Hunderte Milliarden Fische aus den Meeren gezogen, um auf Tellern zu landen oder als „Beifang“ wieder über Bord geworfen zu werden. Die massive Befischung der Ozeane zerstört zudem den Lebensraum unzähliger Tiere. Dabei werden vegane Gerichte, auch Fischalternativen, immer beliebter. Viele Sushirestaurants und Fisch-Fastfood-Ketten bieten bereits pflanzliche, tierleidfreie Alternativen. Eine Reaktion von Klässig’s auf PETAs Schreiben steht indes noch aus.
 
„In Zeiten, in denen wir wissen, dass ein Fisch ein „Jemand“ und kein „Etwas“ ist, in denen Ozeane von der Fischerei verwüstet und geleert werden, ist es Zeit, auf vegane Fischalternativen umzusteigen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA.
 
Pflanzliche Alternativen sind im Gegensatz zu Fischen frei von Quecksilber, Antibiotika und Ethoxyquin, einem Pestizid, dessen Einsatz seit 2011 verboten ist und für den es im Fleisch eine Höchstgrenze gibt. Aktuelle Recherchen von Greenpeace haben gezeigt, dass in vielen Stichproben hohe Ethoxyquinwerte nachgewiesen wurden. Das Pestizid steht laut Medienberichten im Verdacht, Störungen an Nieren, Leber, Schilddrüse und Geschlechtsorganen sowie Allergien auszulösen.
 
Jedes Jahr werden weltweit zwischen 970 und 2.700 Milliarden Fische aus den Weltmeeren gezogen, zwischen 37 und 120 Milliarden Fische werden gezüchtet, und 450 bis 700 Milliarden Fische werden gefangen und zu Fischmehl und -öl verarbeitet, um sogenannte Zuchtfische damit zu füttern [1]. Hinzu kommen Millionen als „Beifang“ wieder über Bord geworfene Fische und andere Tiere.
Auf sogenannten Fischfarmen werden die Tiere eng zusammengepfercht und mit Antibiotika und Chemikalien behandelt. „Lachsfarmen“ in Schottland und Norwegen haben den Chemikalieneinsatz teils um 1.000 Prozent erhöht, um den Befall der Fische mit Läusen einzudämmen. Die Chemikalien gelangen ins Meer und führen zu einer reduzierten Fruchtbarkeit bei den Wildbeständen, zu einer erhöhten Sterberate bei wirbellosen Meerestieren und zu einer massiven Verschmutzung der Meere [2].
 
Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise und schließen Freundschaften. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [3]
 
PETA spricht sich grundsätzlich gegen jegliche Fischerei aus.
 
[1] Fishcount.org.uk.
[2] The Sunday Times: http://www.thetimes.co.uk/article/salmon-industry-toxins-soar-by-1000-per-cent-8h780rdx5.
[3] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.


Weitere Informationen:
PETA.de/Fische-Neocortex
 
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