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Birken-Honigsessen: Rasierklingen-Anschlag auf Schäferhund – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Stand März 2017
Birken-Honigsessen / Stuttgart, 28. März 2017 – Suche nach Tierquäler: Medienberichten zufolge legte ein unbekannter Täter vergangene Woche mit Rasierklingen präparierte Fleisch- oder Wurstköder auf einem Grundstück in der Hainstraße in Birken-Honigsessen aus. Einem Schäferhund, der diese Köder aß, mussten am Freitag dreizehn halbe Rasierklingen aus dem Magen und der Speiseröhre entfernt werden. Bereits am Donnerstag zeigte der Hund ungewöhnliches Verhalten, wollte weder spielen noch essen. Als er am Freitag eine Rasierklinge erbrach wurde er umgehend in die Tierklinik Betzdorf gebracht und notoperiert. Die Hundehalter sollen laut Online-Artikel die Polizei eingeschaltet und Anzeige gegen Unbekannt erstattet haben. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zu seiner Ermittlung und Überführung führen. Zeugen wenden sich an die Polizei und haben ebenso die Möglichkeit, sich bei PETA unter der Telefonnummer 01520 7373341 oder per E-Mail zu melden – auch anonym.

„Der Täter muss schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner in Birken-Honigsessen wieder sorglos im Garten laufen und spazieren geführt werden können“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Neben der Gefährdung für Hunde und Katzen stellen präparierte Köder auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Tierhalter sollten jetzt besonders auf ihre vierbeinigen Freunde achten und im Falle eines Verdachts auf Verzehr von solchen Ködern umgehend einen Tierarzt aufsuchen.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Tiere Opfer von Delikten werden. Berlin geht mit gutem Beispiel voran. In der Hauptstadt wurde aktuell der erste amtliche Giftköderatlas eingeführt. Auf einer Website können Betroffene Giftköderfunde eintragen und sich über aktuelle Funde informieren. Um der Verbreitung von Gerüchten entgegen zu wirken, muss der Köderfund allerdings zuvor bei der Polizei gemeldet worden sein. Außerdem ist ein Attest eines Tierarztes sowie, wenn möglich, ein Foto des Köders hochzuladen.
 
Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
Veganblog.de/2016/08/Melderegister-Giftkoeder-Berlin/

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de