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„Bist du ein Kuhbaby?“ – PETA regt Schüler am Weltschulmilchtag zum Nachdenken über Milch an

 
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Milch ist der Inbegriff von Tierleid und Klimazerstörung

Stand September 2016
Stuttgart, 27. September 2016 – Woher kommt die Milch? Anlässlich des Weltschulmilchtages am 28. September stellt PETAKids, das Kinder-, Eltern- und Lehrerportal der Tierrechtsorganisation PETA, der jungen Generation eine provokante Frage: „Bist du ein Kuhbaby – ja oder nein?“ Noch immer denken viele Erwachsene und Kinder, dass die Milch von Kühen gesund für Menschen sei und dass Kühe gemolken werden müssten. Doch das ist falsch: Kühe geben Milch, wenn sie ein Baby haben – genau wie wir Menschen. Daher ist ihre Milch nur für ein Lebewesen da: das Kälbchen. Ist dieses alt genug, um alleine zu essen, versiegt die Milch. An diesem Punkt kommt der Mensch ins Spiel. Mit unerlässlichen, künstlich herbeigeführten Schwangerschaften sowie der Trennung von Kuh und Kalb – häufig nur wenige Stunden nach der Geburt – beutet er die Kuh für seine eigenen Zwecke aus. Das Schulmilchprogramm wirbt also für Produkte, die großes Tierleid verursachen und darüber hinaus extrem klimaschädlich sind. Daher fordert PETAKids zusammen mit PETA, den Schulmilchtag endlich abzuschaffen und den Kindern stattdessen die Wahrheit über Kühe, Kälber und Milchprodukte zu vermitteln – und so Tiere und Umwelt zu schützen.
 
„Neben der skrupellosen Ausbeutung von Kühen für die Produktion von Milch steht für PETAKids am Weltschulmilchtag ein weiterer Aspekt im Mittelpunkt: der Klimaschutz. Denn die Haltung von Rindern in der Landwirtschaft ist der Hauptproduzent schädlicher Treibhausgase“, so Sylvie Bunz, Leiterin der Kampagne PETAKids.
 
Die Tierwirtschaft – und damit der Konsum tierischer Produkte – ist in hohem Maße mitverantwortlich für den Klimawandel. Je nach Studie werden ihr zwischen 18 und 51 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten Treibhausgase zugeschrieben, also mehr als dem gesamten Transportwesen weltweit. Die Emissionen entstehen zum einen direkt durch den Verdauungsprozess oder die Ausscheidungen der Tiere. Besonders Rinder verursachen viel Methan; so ist Butter das klimaschädlichste Lebensmittel, gefolgt von Rindfleisch. Zum anderen entstehen Emissionen indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder für Weideflächen oder die Anpflanzung von Futtermitteln. [1,2,3]
 
In der Agrarindustrie werden Kühe zu regelrechten Milchmaschinen herangezüchtet: Kuhmütter sind, ebenso wie Frauen, neun Monate lang schwanger – etwa in der dritten Woche beginnt der Herzschlag bei den Embryos von Mensch und Kuh. Die Kuhmütter werden in den Betrieben meist künstlich besamt – mit ausgewähltem Sperma, um möglichst „leistungsstarken“ Nachwuchs zu zeugen. Gerne würde die Mutter ihren Nachwuchs nach der Geburt liebevoll umsorgen, doch das Neugeborene wird ihr weggenommen, mit billiger Ersatznahrung versorgt und alleine in einer sogenannten Kälberbox oder mit anderen Jungtieren untergebracht. Nicht selten schreien Mutter und Kind tagelang nacheinander. Die Kuh hält den Strapazen, die mit der hohen Milchmenge und der nicht tiergerechten Haltung einhergehen, nicht lange stand. Ist sie für den Landwirt unwirtschaftlich geworden, wird sie zum Schlachthof transportiert. Häufig sind Kühe erneut schwanger, wenn ihnen im Schlachthaus die Kehle durchtrennt wird – für das ungeborene Kalb bedeutet dies den qualvollen Erstickungstod im Mutterleib.

Mit dem Schulobst- und -gemüseprogramm existiert bereits ein überzeugendes Angebot für Kinder, für das kein Tier leiden muss: Das Schulfrühstück wird mit sinnvollen Komponenten ergänzt und es besteht keine Gefahr, dass Schüler ungesunde Varianten wählen. Außerdem werden regionale Anbieter – und nicht tierausbeutende Konzerne – gestärkt. Zudem unterstreichen Obst und Gemüse den begleitenden markenunabhängigen Unterricht zu gesunder, tierleidfreier Ernährung.
 
[1] FAO (2006): Livestock’s Long Shadow.
[2] World Watch Institute (2009): Livestock and Climate Change.
[3] Öko-Institut e.V. (2007): Treibhausgasemission durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln.
 

Milch ist für Kälbchen da – nicht für Menschenkinder. / © PETA
 
Weitere Informationen:
Schulmilch.Info/Gesundheit
PETAKids.de
PETA.de/Eltern
PETA.de/Unterrichtsmaterial
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de