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Blankenhain: Katze tritt in Fangeisen – PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise und fordert Verbot sämtlicher Totschlagfallen

 
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Tierrechtsorganisation vermutet Täter in Jägerkreisen

Stand Oktober 2016

Blankenhain / Stuttgart, 19. Oktober 2016 – Fahndung nach Tierquäler: Medienberichten zufolge wurde eine Katze aus Blankenhain-Neudörnfeld durch ein illegales Tellereisen so schwer verletzt, dass sie von einem Tierarzt eingeschläfert werden musste. Die Katze wurde von ihrem Halter eine Woche lang vermisst, bis sie sich vor etwa einer Woche schwer verletzt, unter starken Schmerzen, dehydriert und ausgehungert nach Hause schleppte. Ihre rechten Ober- und Unterarmknochen waren zerquetscht und hingen nur noch einer Sehne. Das Ellbogengelenk fehlte komplett, abgetrennte Weichteile waren schon verwest. Der Katzenhalter erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt. Das Veterinäramt bittet um Hinweise zu der Tat. Um den Tierquäler zu ermitteln, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Fallenstellers führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, haben ebenso die Möglichkeit sich telefonisch unter 01520 - 73 733 41 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym. PETA macht darauf aufmerksam, dass die Verletzungen der Katze auch von einer legalen Totschlagfalle, die in Thüringen noch erlaubt ist, stammen könnten. Die Tierrechtsorganisation setzt sich seit geraumer Zeit für mehr Tierschutz im Thüringer Jagdrecht ein, über das die rot-rot-grüne Landesregierung aktuell diskutiert. Nun appelliert sie erneut dringend an die Politik, ein längst überfälliges generelles Verbot der Fallenjagd umzusetzen.
 
„Illegale Tellereisen, aber auch legale Totschlagfallen, können für Tiere zum Martyrium werden: Schlagen die Fanggeräte zu, hängen die Tiere oft schwer verletzt fest und leiden unter Angst und entsetzlichen Schmerzen, bis sie gefunden werden oder qualvoll sterben“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Die Politik muss endlich handeln und die tierquälerischen Fanggeräte endlich ausnahmslos verbieten.“
 
Bereits seit 1995 ist der Gebrauch von Tellereisen in der Europäischen Union verboten. Eine weitere brutale Fallenart, die Totschlagfalle ist in Thüringen aber noch immer erlaubt und gilt als gängige Jagdpraxis auf Fuchs und Marder. Die Fallen sollen zwar sofort töten, in der Praxis werden die Tiere aber häufig „nur“ schwer verletzt. Aufgrund von abgetrennten Gliedmaßen, Trümmerbrüchen oder zerquetschten Körperteilen sterben sie einen langsamen und schmerzhaften Tod. Hinzu kommt, dass keine Falle selektiv fängt. So gelangen nicht selten auch Hunde und Katzen in derartige Fanggeräte. Baden-Württemberg sowie Nordrhein-Westfalen haben die Jagd mit Totschlagfallen mit der Einführung der neuen Jagdgesetze aus diesem Grund bereits weitgehend verboten. PETA fordert die Landesregierung in Thüringen dazu auf, gleichzuziehen und ebenfalls ein Verbot der Fallenjagd zu beschließen.
 

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.“

In Totschlagfallen geratene Katzen. Auch legale Fallen verursachen grausames Leid. / © PETA
Die Motive können hier und hier direkt runtergeladen werden.


Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual

PETA.de/Themen/Jagd
PETA.de/Whistleblower

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de