»  »  » Blaszkiewitz-Diskussion: PETA fordert sofortige Entlassung des Berliner Zoodirektors

Blaszkiewitz-Diskussion: PETA fordert sofortige Entlassung des Berliner Zoodirektors

Stand Januar 2013
Berlin / Gerlingen, 22. Januar 2013 – Bernhard Blaszkiewitz unter Druck: Nachdem der Berliner Zoo- und Tierparkchef in einem internen Schreiben die Namen von Mitarbeiterinnen mit Kürzeln für „Zuchttiere“ (0,1) versehen hat, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun die sofortige Entlassung des 58-Jährigen. Schon lange steht der studierte Biologe unter Beobachtung der Wildtierexperten bei PETA. Denn Blaszkiewitz ist für seine rücksichtslosen Entscheidungen bekannt. Anfang 2011 erstattete die Tierrechtsorganisation Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen den Zoodirektor – Blaszkiewitz hatte in seiner Amtszeit mehr als tausend Tieren aus dem Berliner Zoo an den nordrhein-westfälischen Tierhändler Werner Bode verkauft. Besonders brisant: Bode zählt unter anderem ein Tierversuchslabor und Exotenrestaurants zu seiner Kundenliste.

„Bernhard Blaszkiewitz ist untragbar“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Da er weder die ihm anvertrauten Tiere noch seine Mitarbeiter respektvoll behandelt, ist er für die Position des Zoodirektors nicht geeignet. Der Aufsichtsrat hat ihn zu lange gewähren lassen und ihn damit in seinem illegitimen Verhalten bestärkt.“

Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass der Berliner Zoo wiederholt Löwengeschwister verpaart hatte, deren Nachkommen aufgrund von genetischen Defekten mehrheitlich eingeschläfert werden mussten. Durch den Zoodirektor getötete verwilderte Hauskatzen auf dem Zoogelände, Tiger-Exporte in eine chinesische Zuchtfarm und mangelhafte Haltungsbedingungen für die Mehrheit der Tiere im Berliner Zoo und Tierpark sind weitere Beispiele einer langen Historie missbräuchlichen Umgangs mit Tieren unter der Leitung Blaszkiewitzs.

PETA spricht sich grundsätzlich gegen die Haltung von Wildtieren in Zoos aus. Artwidrige Haltungsbedingungen haben in der Regel schwere Verhaltensstörungen der Tiere zur Folge.

Verhaltensgestörter Eisbär im Tierpark Berlin / © PETA

Bild in druckfähiger Auflösung:
Fotos.peta.de/details.php?image_id=1619

Weitere Informationen:
PETA.de/ZooSkandal2011
PETA.de/Zoo

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de