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Boa Constrictor in Garbsen-Berenbostel tot aufgefunden – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand November 2012
Garbsen-Berenbostel / Gerlingen, 11. Juli 2012 – Nachdem am vergangenen Montag in Berenbostel unweit der B 6 eine in einem Rucksack verstaute Boa Constrictor tot aufgefunden wurde, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Halters führen. Die Organisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren eine Tierquälerei und womöglich einen Straftatbestand darstellt – das gilt ebenso für Misshandlung, nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können oder gar wissen, woher die etwa 3,50 Meter lange Boa stammt, wenden sich bitte an PETA telefonisch unter 0152 37325400 und per Mail oder direkt an das zuständige Polizeirevier.

„Helfen Sie mit, diese herzlose Tat aufzuklären“, appelliert Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Gerade in der Ferienzeit werden besonders viele Tiere von verantwortungslosen Haltern wie Wegwerfware ausgesetzt. Dieses Schicksal müssen auch immer häufiger Reptilien teilen, deren Halter keine Ahnung von den anspruchsvollen Tieren haben und sie ihnen im wahrsten Sinne über den Kopf wachsen. Gerade die Boa Constrictor ist leider Opfer eines Modetrends – immer wieder werden diese anspruchsvollen Schlangen sogar als „Anfängertier“ an völlig ahnungslose Menschen verkauft.“

PETA fordert ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft kaum möglich. Zudem ist die Haltung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der in Deutschland gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil sie nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Insbesondere im Sommer entkommen zahlreiche exotische Tiere aus ungesicherten Terrarien, darunter Schlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen: für einige der exotischen Tiere sind die Überlebenschancen in Freiheit in unseren Breitengraden gering, andere wiederum können heimischen Arten Konkurrenz machen. Außerdem können die exotischen Tiere auch zu einer Gefahr für Menschen werden: Wie mehrere Studien belegen, übertragen Reptilien häufig Salmonellen – etwa 90 Prozent der Tiere tragen die gefährlichen Erreger in sich. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern von exotischen Tieren herrührt.

PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut Tierschutzgesetz §3 verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach §17 Tierschutzgesetz erfüllt, was mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden kann. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
www.peta.de/tierqual
www.peta.de/haustiere
www.peta.de/exoten
www.peta.de/reptilienchronik
www.terraristika-info.de
www.peta.de/salmonellen
www.peta.de/whistleblower

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de