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Brandenburger „Carpjunkies“ angeln mit lebenden Köderfischen

 
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PETA erstattet Anzeige gegen Flussangler wegen Tierquälerei

Stand November 2013
Schorfheide / Gerlingen, 26. November 2013 – Sie zappeln am Haken, ringen nach Luft und kämpfen um ihr Leben – vergeblich: Wie ein auf YouTube veröffentlichtes Video zeigt, spießen elf Gruppenmitglieder der eigens ins Leben gerufenen Vereinigung „Carpjunkies-Brandenburg“ lebendige Fische als Köder auf und werfen sie beim sogenannten „Abenteuer Flussangeln“ an einer Boje ins Wasser, um Waller und Zander zu fischen. Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass „länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden“ bei Wirbeltieren ausgeschlossen werden müssen. Vor diesem Hintergrund hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. am Montag bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder, Zweigstelle Eberswalde, Anzeige gegen alle elf Teilnehmer des Flussangelns erstattet.

„Könnten Fische ihre Schmerzen durch laute Schreie ausdrücken, würde niemand mehr behaupten, Angeln sei eine Beschäftigung, die der Entspannung und Erholung dient“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Das Töten von Fischen als ‚Freizeitbeschäftigung‘ oder als ‚Sportveranstaltung‘ zu klassifizieren, ist herzlos und in vielen Fällen auch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.“

Fische, die erwiesenermaßen auch im Mundbereich Schmerzen empfinden1, erleiden durch die Angelhaken enorme Schmerzen. PETA spricht sich generell gegen Fischfang aus und klärt in der Kampagne „Rettet die Fische!“ über das Leid der faszinierenden Wasserbewohner auf.

1 Segner, 2013; Sneddon, 2011; Braithwaite, 2010 u. a


Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de