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Catering-Service „Aramark“ stoppt Stopfleber-Verkauf

 
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Stand Dezember 2012
Neu-Isenburg / Gerlingen, 10. Januar 2011 – Deutschlands führendes Catering-Unternehmen „Aramark“ serviert seinen Kunden ab sofort keine Stopfleber mehr. „Aramark“ verkauft jährlich ca. 2 Milliarden Mahlzeiten in 22 Ländern weltweit, in Deutschland hat das Unternehmen ca. 6.500 Mitarbeiter. Grund der neuen Firmen-Police: Zuvor hatte die Schwesterorganisation von PETA Deutschland e. V., PETA USA (People for the Ethical Treatment of Animals), Undercover-Videoaufnahmen aus der Gänsemast an „Aramark“ geschickt. Seit Jahren fordert PETA Catering-Unternehmen, Restaurants und Hotels auf, keine Stopfleber mehr anzubieten. Mit Erfolg: Zahlreiche Hotels haben Stopfleber inzwischen ausgelistet, so z. B. das Brenners Parkhotel in Baden-Baden, das Adlon Kempinski in Berlin, die Steigenberger Hotels und die Maritim-Kette. In Deutschland sowie 12 weiteren EU-Mitgliedstaaten, in Israel und ab 2012 auch in Kalifornien ist die Produktion von Stopfleber verboten.

„Wir freuen uns über die mitfühlende und tierliebe Entscheidung von „Aramark“. Außerdem zeigt sich der Caterer sehr zeitgemäß: Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die grausame Zwangsfütterung in der Stopfleber-Produktion heute ab”, so Kampagnenleitern Anja Hägele von PETA. Bei der Stopflebermast werden Millionen von Vögeln in enge Käfige eingepfercht und können weder aufstehen noch sich umdrehen oder auch nur die Flügel ausstrecken. Mit einem langen Rohr, das ihnen gewaltsam bis zum Magen gestoßen wird, werden die Tiere mehrmals täglich „gestopft“, so dass die Leber in nur 12 Tagen auf das bis zu 10-Fache ihres normalen Gewichts anschwillt. Die Zwangsmast der Vögel führt zu einer Verfettung (Steatose) der Leber, Nebenwirkungen sind Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberblutungen und schließlich Herzversagen. Auf den Menschen übertragen würde die Leber 20 Kilo wiegen. Für die Produktion von Stopfleber werden nur Erpel verwendet, da sie die größere Leber ausbilden. Alleine in Frankreich werden deshalb jedes Jahr mehr als 50 Millionen weibliche Küken direkt nach der Geburt aussortiert und getötet.
Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Protest gegen Stopfleber, wie z.B. Sir Roger Moore, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Alexandra von Rehlingen, Tamara Ecclestone und das Mercedes-Grand-Prix-Team sowie Autorin Charlotte Link.


Fotos, Videos und Hintergrundinformationen: PETA.de/Stopfleber