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Zirkus Arena

Erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Ergänzungen/Änderungen bitte bei PETA Deutschland e.V. einreichen unter Nennung von Quellenangaben.


Jetziger Stand: August 2002

August 2002, Jena:
Mit einem Schreiben an den leitenden Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Gera, Zweigstelle Jena, legte der Vorsitzende des Bundesverbandes zum Schutz vor Rechtsmissbrauch (BSR) gegen die Einstellung des Verfahrens gegen Zirkus-Chef Georg Frank Beschwerde ein. In seiner Begründung machte er deutlich, dass es sich bei dem Tatbestand um eine gefährliche Körperverletzung handelte, die nicht als Privatklagedelikt geahndet werde, sondern als Offizialdelikt.
Darüber hinaus hob der BSR nochmals hervor, dass der Geschädigte operativ behandelt werden musste und es bei Frank um einen Wiederholungstäter ginge. Dabei stützte er sich auf dokumentierte Vorgänge aus den Jahren1995, 1998 und 1999. Außerdem wurde die gängige Praxis der Gegenanzeige von Seiten des Zirkusvolkes stark kritisiert. Der geschädigte Tierschützer hatte sich aus Gründen der Verteidigung gegen Frank zur Wehr gesetzt. Der BSR schloss sich nun als Anzeigenerstatter und Strafantragssteller dem Verfahren an und erstattete ausdrücklich nochmals Strafanzeige und Strafantrag wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Nötigung.
Quelle: BSR und Staatsanwaltschaft Gera, Schreiben vom 6. August 2002

Dezember 2001, Jena:
Wegen Androhung von Schlägen und einem Faustschlag ins Gesicht musste sich der Zirkusinhaber des Zirkus Arena im Dezember 2001 vor dem Amtsgericht Jena verantworten. Frank versuchte den Organisationsleiter des Tierschutz Halle e.V. im März desselben Jahres bei einem Gastspiel in Jena in der Kastanienstraße des Platzes zu verweisen. Frank verlieh seiner Drohung schließlich mit Gewalt Nachdruck. Der Geschädigte und 10 weitere Tierschützer hatten allerdings im Vorfeld eine Anmeldung und Genehmigung zur Demonstration vor dem Tierzirkus eingeholt. Frank erhob gegen den eingeleiteten Strafbefehl Einspruch.
Quelle: Vorsitzender zum Schutz vor Rechtsmissbrauch (Dr. Haferbeck), Amtsgericht Jena und Rechtsanwalt Rabe, Schreiben vom 17.Dezember 2001

April 1999, Görlitz
In einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft Görlitz im April 1999 erstattete ein Aktivist der Tierschutzorganisation Animal Peace Anzeige wegen Verleumdung gegen den Zirkusdirektor des Zirkus Arena, da dieser das Bild einer „freiheitsberaubenden und somit kriminellen Tierschutzorganisation“ erwecken würde. Er schildere die Unwahrheit über die Anzahl der Aktivisten, die ihrerseits Zirkusbesucher beim Besuch einer Vorstellung hindern würden. Die Staatsanwaltschaft Görlitz antwortete dem Schreiben des Tierschutzaktivisten mit dem Hinweis darauf, dass die Strafanzeige gegen Frank mangels öffentlichem Interesse keine Folgen habe und es sich somit um ein Privatdelikt handele.
Die Lokalausgabe der SZ Hoyerswerda vom 14. Juni 1999 berichtete ebenfalls über dieses Vorkommnis mit dem Hinweis eines Sprechers der Tierrechtsgruppe Animal Peace, die Organisation betreibe Aufklärungsarbeit und lehne jede Form von Gewalt und Zwang ab.
Quelle: Staatsanwaltschaft Görlitz, 12. Juli 1999, SZ HY vom 16. April 1999, S. 9

April 1999, Hoyerswerda:
Laut des Sprechers der Animal peace – Aktivistengruppe Hoyerswerda verendeten aufgrund von Missständen, verursacht durch den Zirkus Arena, eine afrikanische Elefantenkuh und eine Giraffe. Der Sprecher der Gruppe bezieht sich auf einen Bericht des BUND Berlin.
Quelle: Animal Peace, Pressemitteilung Nr. 14 vom 12.04.1999 (Hoyerswerda)

Dezember 1995, Hoyerswerda:
Wie die Lausitzer Rundschau in ihrer Ausgabe vom 8. Dezember 1995 berichtet, wurde der Schauspieler Thomas Herr beim Besuch des Zirkus Arena von Zirkusangestellten auf Betreiben des Zirkusdirektors Georg Frank mit einem Faustschlag niedergestreckt. Ursache der Eskalation waren 3 Aktivisten der Tierschutzorganisation Animal Peace Hoyerswerda, die sich mit Spruchbändern vor dem Zirkus postiert hatten. Bereits im Vorfeld bekundeten diese, dass mit Gewaltübergriffen gegen die genehmigte Demonstration von Seiten der Zirkusangestellten zu rechnen sei.
Quelle: Lausitzer Rundschau, 8.Dezember 1995