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Circus Belly mit Schimpanse Robby in Hildesheim – Veterinäramt macht nach PETA-Bericht Druck wegen katastrophaler Haltungsbedingungen

Stand August 2012
Hildesheim / Gerlingen, 1. August 2012 – Circus Belly gastiert ab dem kommenden Freitag mit Schimpanse Robby in Hildesheim. Da der 37-jährige Schimpanse – der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkus – bei Circus Belly nach Auffassung von PETA Deutschland e.V. unter tierquälerischen Bedingungen gehalten wird, fordert die Tierrechtsorganisation vom zuständigen Veterinäramt Hildesheim Robbys Herausnahme aus dem Zirkusbetrieb und die Überstellung an die renommierte Schimpansenauffang- und Rehabilitationseinrichtung AAP in den Niederlanden, wo ein Platz für ihn bereit steht. Das Veterinäramt am letzten Gastspielort, Region Hannover, hat die Schimpansenhaltung ebenfalls für nicht ausreichend befunden und eine Verbesserung der mangelhaften Haltungsbedingungen zur Auflage gemacht. PETA hat nun die Fraktionen im Stadtrat von Hildesheim um Hilfe in der Angelegenheit gebeten. Recherchen von PETA haben ergeben, dass das Gehege von Robby viel zu klein und zu niedrig ist, Kletter- oder Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es kaum. Die Schimpansen-Experten von AAP haben Circus Belly bereits schriftlich dazu aufgefordert, Robby abzugeben, weil es für den Schimpansen nach vielen Jahren voller Qualen und Entbehrungen im Zirkusbetrieb die beste Möglichkeit ist, sein Wohlergehen zu sichern.

„Circus Belly beteuert immer wieder, Robby gehöre angeblich zur Familie, aber kein normaler Mensch würde ein Familienmitglied unter so entsetzlichen Bedingungen halten. Dem Schimpansen wird in diesem Zirkus alles vorenthalten, was er für ein artgerechtes Leben braucht“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Kampagnenleiter und Wildtier-Experte bei PETA. „Ein angebliches Gutachten soll diese katastrophale Schimpansenhaltung unter völliger Missachtung der eindeutigen Richtlinien des Bundeslandwirtschaftsministeriums als zulässig betrachten, doch hat das Veterinäramt Region Hannover in der letzten Woche deutlich gemacht, dass es so nicht laufen kann.“

PETA appelliert zudem in einer Online-Petition an das Heimat-Veterinäramt des Zirkus, Landkreis Celle, Robby aus den entsetzlichen Zirkus-Verhältnissen zu befreien. Auch nach einem Leben im Zirkus ist die Überführung in die Auffang- und Rehabilitationseinrichtung in den Niederlanden im besten Interesse von Robby und seine einzige Chance, seit langer Zeit wieder ein Schimpanse sein zu dürfen. Obwohl Schimpansen gemäß Zirkusleitlinien nicht im Zirkus gehalten werden dürfen und der Zirkus die Mindestanforderungen dauerhaft und erheblich unterschreitet, ermöglicht das zuständige Veterinäramt des Landkreises Celle noch den Belly-Zirkusleuten, ihrer systembedingt tierquälerischen Schimpansenhaltung den Anschein von Pseudo-Legalität zu geben, anstatt die klaren Vorgaben der offiziellen Leitlinien umzusetzen, was einer behördlich legitimierten Tierquälerei gleicht.

PETA fordert ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, weil die Haltungsbedingungen nicht annähernd die Bedürfnisse der Tiere erfüllen. Verhaltensstörungen, verkürzte Lebensdauer und eine gewaltsame Dressur mit Peitsche und Ketten sind die Markenzeichen der Wildtierhaltung im Zirkus.

Auch viele Kinder und Jugendliche setzen sich für ein Wildtierverbot im Zirkus ein und bringen ihre Bedenken durch Aktionen, Texte und Gedichte im Kinder- und Jugendportal von PETA zum Ausdruck. Auf PETAKids.de finden junge Tierschützer zahlreiche Informationen über Tiere im Zirkus.

Tierquälerische Haltung: Schimpanse Robby bei Circus Belly / © PETA Die Bilder sind auf Anfrage in höherer Auflösung erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/rettetrobby
PETA.de/zirkus
PETA.de/schimpansen

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de