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Ist dies die richtige Unterbringung für ein Pferd? © PETA

Pferde

Anlässlich des Gastspieles von Circus Krone im Juni 2008 informiert die Kreisverwaltung Bad Kreuznach die Landeshauptstadt München über gravierende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Die Pferde, welcher der Zirkus mitführt, werden durchweg unter Bedingungen gehalten, welche nicht den Vorgaben an eine artgerechte Pferdehaltung genügen“. Die Boxen sind viel zu klein, ein vorgeschriebener Auslauf fehlt. Da der Zustand bereits schon vor sieben Jahren bemängelt und nicht behoben wurde, sieht die Behörde sogar einen Straftatbestand: „Aufgrund der jahrelangen mangelhaften Haltungsbedingungen und den u.E. daraus resultierenden länger anhaltenden erheblichen Leiden der Pferde infolge der dauerhaften Einschränkung der Möglichkeit zu artgemäßer Bewegung ist zu prüfen, ob es sich nicht lediglich um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um einen Straftatbestand nach §17 Tierschutzgesetz handelt.

Circus Krone hat über viele Jahre hinweg die Öffentlichkeit belogen, wenn in seinem Prospekt von „luxuriösen geräumigen Einzelboxen in einem neuartigen 5-Sterne-Pferdestall“ gesprochen wurde. In einem Schreiben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom August 2009 an die Staatsanwaltschaft München I ist u.a. nachzulesen: „Bei drei Ponys und zwei Pferden wurden wiederholt Verhaltensstörungen (Bewegungsstereotypien ,Weben‘, d.h. Hin- und Hertreten der Vorderbeine) beobachtet. Zu Beginn der Kontrollen lagen deutliche Haltungs- und Managementdefizite wie zu kleine Boxen, fehlender Auslauf, fehlende Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten vor, die bei den gehaltenen Tieren zu Leiden führten, da bestimmte Verhaltensweisen (z.B. Bewegungsverhalten, Erkundungsverhalten, Sozialverhalten) nicht oder nur eingeschränkt ausgelebt werden konnten. Diese Haltungsmängel können auch zum Auftreten der Verhaltensstörungen beigetragen haben und Indikatoren für erhebliche Leiden der betroffenen Tiere sein.“
Wenn Sie die Pferde neuerdings in einem neuen Haltungssystem vorfinden, dann sollten Sie immer daran denken, dass Krone die Pferde mindestens sieben Jahre unterhalb des tierschutzrechtlichen Standards gehalten und dies der Öffentlichkeit als „luxuriös“ verkauft hat.


Bitte informieren Sie sich über das Schicksal von Hengst Isham und beteiligen Sie sich an unserem Online-Protest an das Landgestüt Marbach. Denn diese öffentlich-rechtliche Institution verkaufte dieses und weitere Pferde an Circus Krone. Ishams Leidensweg

Ingolf Bender (Foto: © Ursula Bender)
Lesen Sie nachfolgend, was der europaweit renommierte Pferdeexperte und KOSMOS-Sachbuchautor (u.a. Praxishandbuch Pferdegesundheit), Ingolf Bender (Foto), in einer ausführlichen haltungsfachlichen Stellungnahme (2008) zur Pferdehaltung bei Circus Krone (Haltungssystem bis Anfang 2009) sagt, nachdem ihm von PETA Video- und Bildmaterial vorgelegt wurde.

Ingolf Benders haltungsfachliche Stellungnahme

Pferdehaltung im Winterquartier des Circus Krone © PETA
Bei einer Recherche durch PETA im Münchner Stammquartier des Circus Krone wurden im Frühjahr 2012 wiederum Missstände bei der Pferdehaltung festgestellt. Selbst große Pferde haben dort kein Außengehege, sie stehen die meiste Zeit des Tages in viel zu kleinen Boxen. Ein großes Pferd mit einer Widerristhöhe von 1,70 Meter muss gemäß den behördlichen Vorgaben wenigstens eine Pferdebox von 11,50 Quadratmetern zur Verfügung haben. Doch gerade die groß gewachsenen Friesen wurden bei Circus Krone in den kleinsten Boxen vorgefunden, die kaum 8 Quadratmeter groß sind. Sie können sich in der Box noch nicht einmal ordentlich umdrehen. Für die Dressur und die Auftritte dürfen sie zwar raus, müssen dann aber die meiste Zeit im Kreis laufen.


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