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Circus Voyage in Berlin: PETA enthüllt neue Einzelheiten über den tragischen Tod von Elefantendame Mausi

Stand Dezember 2012
Berlin / Gerlingen, 12. Dezember 2012 – Erneut übt PETA Deutschland e.V. scharfe Kritik am Circus Voyage, der vom kommenden Freitag an in Berlin gastiert. Die Tierrechtsorganisation enthüllt nun neue Details aus dem tierärztlichen Bericht über den Tod der Elefantendame Mausi. Das Tier verstarb vor knapp einem Jahr, unmittelbar nach einem zehnstündigen Transport von Berlin zu einem belgischen Zoo. In dem Gutachten wird insbesondere Zirkusdirektor Alois Spindler schwer belastet. Obwohl der Elefant bei dem Transport entkräftet war und mit Medikamenten ruhiggestellt wurde, verweigerte Spindler ihm zunächst jegliche tierärztliche Versorgung. Außerdem verschwieg der Zirkusdirektor den Ärzten lebenswichtige Informationen über den Zustand des Tieres. Die Verwendung des bei der Obduktion nachgewiesenen Beruhigungsmittels Sedativums Xylazin stritt er ab. Deshalb konnten die hinzugezogenen Tierärzte nicht die richtigen Maßnahmen gegen einen eingetretenen Darmverschluss ergreifen. Im weiteren Verlauf kam Spindler nicht den Anweisungen der Veterinärmediziner nach, Mausi mit kleinen Portionen Nahrung zu versorgen und zu tränken.

„Spindler ließ Mausi in ihren letzten Stunden extrem leiden“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Dieser tierquälerische und lebensverachtende Umgang mit Tieren ist bei Circus Voyage kein Einzelfall. Dem Zirkus muss die Erlaubnis zur Tierhaltung entzogen werden.“

PETA hat den tierärztlichen Bericht als zusätzliches Beweismittel zu der bereits laufenden Strafanzeige gegen die Zirkus-Verantwortlichen an die Berliner Staatsanwaltschaft übergeben. Die Organisation fordert ein Tierhaltungsverbot für Zirkusdirektor Spindler und ein bundesweites Verbot von Wildtieren im Zirkus.

Mausi war schon vor dem Transport todkrank. Sie litt unter anderem an Muskelschwund, Arthrose und schweren Verhaltensstörungen. Trotz ihrer offensichtlich schlechten Verfassung, bescheinigten ihr deutsche Amtsveterinäre bei allen Gastspielorten die Transportfähigkeit – so auch die Berliner Behörde. PETA sieht bei den betreffenden deutschen Veterinärämtern eine erhebliche Mitschuld für den Leidensweg des Elefanten.

Aktenzeichen: 223 Js 415/12 & 221 Js 316/12

Elefantendame Mausi bei der Obduktion / © Zoo PairiDaiza | Das Bild ist auf Anfrage auch in höherer Auflösung erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/RettetMausi
PETA.de/web/home.cfm?p=4395

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de