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So grün ist nur ein Umweltpreis, der Clean Tech Media Award

 
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Interview mit Marco Voigt, Geschäftsführer und Initiator, über Preisverleihungen, Nachhaltigkeit und Vegetarismus

Stand August 2012
Am 07. September 2012 lässt sich Umwelttechnologie beim Clean Tech Media Award in Berlin live erleben. Doch nicht nur der ausgerollte Teppich ist grün, auch die gesamte Veranstaltung ist nachhaltig durchdacht und bietet deshalb konsequenterweise vegetarisches Catering. Grund genug, Geschäftsführer Dipl.-Ing. Marco Voigt vom CTMA etwas genauer über die Preisverleihung zu befragen.

An sich gibt es Preisverleihungen und grüne Events wie Sand am Meer, doch das Besondere am Clean Tech Media Award ist, „dass er der einzige deutsche Umwelt- und Medienpreis ist, der die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen zusammenbringt. Das sind Wissenschaftler, Schauspieler und Musiker aus dem Showgeschäft, Unternehmensvertreter und auch Politiker. Dabei gilt das Motto: Nicht ausgrenzen, sondern zusammenführen.“

Voigt und sein Geschäftspartner Sven Krüger bemerken schon seit Anfang 2000, „dass sich auf den Nachhaltigkeitsveranstaltungen und -preisverleihungen immer der gleiche Kreis von Leuten mit den gleichen Reden und Ansätzen trifft. Durch mehr als 70 (!) prominente Unterstützer, wie z.B. Sir Bob Geldof (Laudator im letzten Jahr) oder der beliebten Moderatorin Nina Eichinger, sollen breitere Bevölkerungsschichten angesprochen und dem Umweltengagement etwas mehr Glamour verliehen werden.“

Das ist den beiden und ihrem Award bisher auch ganz gut gelungen. Schließlich findet die Veranstaltung schon zum fünften Mal statt –mit wachsender Resonanz: „Über 100 Partner aus allen Teilen der Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik machen den Award zu einer einzigartigen nachhaltigen Bühne und sorgen dafür, Anstöße für eine bessere Gesellschaft zu geben, die sowohl die Entscheider in diesem Land als auch Menschen wie du und ich für Umweltschutz begeistern und zum Mitmachen anregen können“.

Initiator des Clean Tech Media Award: Marco Voigt (l.) mit Rocklegende und Laudator Sir Bob Geldof © Clean Tech Media Award
Um in den Kreis der Preisträger zu gelangen, müssen einige Kriterien erfüllt werden, wie etwa „Innovationsgrad, der Beitrag zur Umweltschonung und Verringerung des ökologischen Fußabdrucks, aber auch Wirtschaftlichkeit, Marktrelevanz und Einsatzmöglichkeit. Und die Investition in den Umweltschutz sollte sich auch finanziell lohnen.“

Doch nicht nur für (potentielle) Preisträger ist der CTMA interessant. Die ganzjährige Plattform soll die Menschen dazu animieren, „ihre Handlungen und die Dinge, mit denen sie sich umgeben, in puncto Umweltfreundlichkeit zu überdenken. Das fängt beim Wasserverbrauch am Morgen an. Man sollte sich fragen: Wo kommt mein Essen her? Wie viel Abfall produziere ich eigentlich und was machen mein Verkehrsmittel, mein Waschmittel oder meine Kosmetika mit der Umwelt? Wir zeigen nicht nur Alternativen auf, sondern zeigen den Menschen, in welche Richtung sie gehen können, ohne auf Liebgewonnenes zu verzichten – sie gewinnen nachhaltiges Leben.“

Doch die Gala am 7. September ist sicher das unbestrittene Highlight. Dabei gehört zu einer Veranstaltung, die sich ernsthaft mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt, aus Sicht der Clean Tech Media Award Organisatoren ein vegetarisches Catering. „Vegetarische und vegane Lebensmittel haben eine bessere CO2-Bilanz, verbrauchen weniger Trinkwasser und sind energieärmer in ihrer Produktion. Was viele Menschen auch nicht wissen: Die Ausscheidungsprodukte, die Tiere in Intensivtierhaltung produzieren, verschmutzen in großem Ausmaß Boden, Luft und Wasser. Da vergeht einem der Appetit auf Fleisch. Genauso erschreckend wie die Tieraufzucht, Produktion muss man ja beinahe sagen, ist auch die Futtermittelproduktion. Das Getreide und der Mais, die in bestimmten Gebieten der Erde für die Futtermittelindustrie massenweise angebaut werden, machen aus den Böden Monokulturen, werden mit gesundheitsschädlichem Dünger gespritzt und machen die einheimische Wirtschaft in ärmeren Ländern mitunter kaputt. Das ist nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit.“

Initiator des Clean Tech Media Award: Marco Voigt (l.) mit Co-Initiator Sven Krüger (r.) und VIP Koordinatorin Alexia Osswald © Clean Tech Media Award
Und auch im privaten Alltag lebt Marco Voigt nach seinen beruflichen Richtlinien: „Je mehr ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt habe, desto mehr mache ich mir auch Gedanken darüber, wie Tiere gehalten werden. Ich denke, dass in unserer heutigen Welt keine Tiere mehr sterben müssen, damit wir mittags ein Steak auf dem Teller haben. Ich konnte das nicht mehr länger mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich habe zwei kleine Hunde und durch diese beiden inspiriert, will ich das Töten von Tieren nicht weiter unterstützen. Das passt einfach nicht mehr in unsere Zeit und zu mir.“

Was es in diesem Jahr beim Award an Köstlichkeiten gibt, neben den zahlreichen Prominenten und visuellen Leckerbissen, wird noch nicht verraten. Nur so viel:

„Es wird ein 10-Gänge-Flying Menu sein und in jedem Fall 100 Prozent vegetarisch und die Produkte sind nahezu zu 100 Prozent aus regionaler Produktion. Neben Nina Eichinger werden u. a. auch Hannes Jaenicke, Christiane Paul, Ursula Karven, Kai Wiesinger, Ralf Bauer, Ariane Sommer, Thomas Anders, Michael Mendl und Natalia Wörner als Bühnengäste erwartet. Moderiert wird die Gala von Ruth Moschner und Jan Hahn. Musikalisch untermalt wird der Abend vom ehemaligen a-ha Sänger Morten Harket sowie der deutschen Newcomer Sensation Glasperlenspiel.“