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Der Horrorhof von Datzetal

Grausame Zustände in Mecklenburg-Vorpommern

Stand Februar 2012
Datzetal in Mecklenburg-Vorpommern - Ortsteil Sadelkow. Hier treibt ein Tierhalter seit Jahren sein Unwesen. Klaus H. ist Milchbauer und Herr über mehr als 150 Tiere. Neben Kälbern und Jungrindern hält er auch Kühe für die Milchproduktion. Die verbringen den Sommer zwar auf der Weide, doch deshalb sind sie noch lange keine glücklichen Kühe. Denn Tod und Gewalt sind auf dem Hof des Klaus H. an der Tagesordnung. Immer wieder beobachten Nachbarn, wie die Kühe in den Melkstand geprügelt werden.

 

 

 

UPDATE 8. Februar 2012: Strafbefehl gegen Rinder-Prügler:

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat gegen den Prügler einen Strafbefehl beim Amtsgericht Neubrandenburg beantragt.

UPDATE 19. August 2010: Ende des Horrorhofs amtlich!

Die Behörden haben bestätigt: Es besteht ein sofortiges Tierhalteverbot für Klaus H. Andere Landwirte sind als amtliche Betreuer eingeschaltet, der Betrieb wird bis Ende nächster Woche aufgegeben sein.
Danke an alle Unterstützer.

UPDATE 11. August 2010: Ende des Horrorhofs!

Aber das systemimmanente Versagen wird nicht gelöst. Lesen sie die Pressemitteilung.

UPDATE 6. August 2010: Das Prügeln geht weiter!

Dieses Video beweist: Auf dem Hof von Bauer Klaus H. in Saddelkow wurde weitergeprügelt. Diese Aufnahmen entstanden nach der PETA-Aktion im Juni 2010. Nachdem das Veterinäramt die von PETA veranlassten Kontrollen durchführte.

 

Ist dies der Hinweis auf eine illegale Schlachtung?
Gewalt & illegale Schlachtungen?
Mit Stangen und Holzlatten werden die Tiere regelrecht verdroschen. Kein Wunder, dass sie in Panik geraten und die Flucht ergreifen. Hier schlägt ein Mitarbeiter einer Kuh immer wieder auf den Kopf, ins Gesicht und in die Augen. Dabei handelt es sich nicht um einen Einzelfall, wie Nachbarn berichten. Eine Kuh bricht zusammen und schafft es erst nach Fußtritten und Schlägen wieder aufzustehen. Eine andere Kuh liegt fest, kann aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Erst nach Tagen wird sie mit einem Trecker abtransportiert.
Auch womöglich illegitime Schlachtungen finden hier statt, wie das Foto einer Nachbarin zeigt. Fell und Gedärme liegen im Heu, der Rest des Tieres war nicht mehr auffindbar.

Der tägliche Horror
Jeden Tag aufs neue werden die Kühe mit einem Traktor oder Auto über die Wiesen in den Melkstand getrieben. Dabei müssen sie diese Brücke passieren, deren Stahlplatten durch das Gewicht der Tiere schon völlig verbogen sind. Teilweise sind Schweißnähte gerissen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann hier die erste Kuh einbricht und sich schwer verletzt. Lebensgefahr auch auf der benachbarten Jungrinder-Wiese. Der Bach ist die einzige Tränkemöglichkeit. Doch das Ufer ist steil und rutschig. Ein falscher Tritt kann den Tod durch Ertrinken bedeuten. Schatten oder Schutzunterstände gibt es übrigens grundsätzlich nicht... auf keiner der Wiesen des Horror-Bauern.

Der Treibeweg ist rutschig und uneben, birgt ebenfalls enorme Gefahren. Ein Dach ist im letzten Winter aufgrund der enormen Schneelast eingestürzt und begrub zwei Kühe unter sich. Die Trümmer wurden bis heute nicht weggeräumt. Und zwischen den Bruchstücken und scharfkantigen Blechen bewegen sich die Tiere, suchen Schutz vor der Witterung.

Nur ein Bulle wagte es, sich immer wieder mit dem gnadenlosen Bauern anzulegen. Der ließ sich das nicht gefallen, sperrte ihn erst in einen völlig verdreckten und verkoteten Stall. Dann fand er sein Ende im Schlachthof.

 

Eine Kuh steht mit blutigem Euter mittem im Dreck. Dieses Bild zeigt wie schlecht es einigen Kühen auf dem Hof geht.
Hintergrundwissen: "Milchkühe"
Die heutigen Kühe sind sog. Hochleistungstiere. Sie geben so viel Milch, dass sie täglich gemolken werden müssen, da der Druck im Euter sonst zu groß wird. Schlimm genug, dass die Kälber nicht die Milch bekommen, hier werden die Tiere mit Prügeln jedoch so in Panik versetzt, dass Stresshormone ausgeschüttet werden, was letztlich auch die Milchqualität beeinflusst.

Hintergrundwissen: Milch
Dabei ist schon die herkömmliche Art der Milchproduktion mit großem Leid verbunden. Denn Kühe geben nicht einfach so Milch. Sie müssen alle 12 Monate ein Kalb zur Welt bringen, um weiterhin Milch zu produzieren. Da die Milch aber für den Menschen ist, werden den Tiermüttern ihre Babys am Tag der Geburt weggenommen und in Einzelboxen gesperrt. Dieses Vorgehen ist Standard in der Milchproduktion und bedeutet enormes Leid für Mutter und Kind.

Tote Kälber & ein Hof voll Gülle
Viele Kälber überleben diese Tortur nicht. Bauer H. schmeißt die verstorbenen Tiere weg und lässt teilweise ihre toten Körper einfach vermodern. Und auch ansonsten scheint der Begriff Hygiene hier ein Fremdwort zu sein. Der Hof ist mit Gülle überschwemmt, die sogar schon in die Hundezwinger des benachbarten Tierheims abfloss. Im Winter sind die Tiere auf dem Hof, stehen Tag für Tag in den eigenen Exkrementen. Unter solchen Bedingungen wird also in Deutschland offensichtlich Milch produziert.

 

PETA-Aktivisten dokumentieren das Leid auf dem Hof von Datzetal.
PETA greift ein
Ein Abend im Juni 2010. Acht PETA-Aktivisten gehen auf das Gelände des Hofes. Ziel ist es, so viele Aufnahmen wie möglich zu erstellen, um dem Treiben des Horrorbauern endlich ein Ende zu setzen. Neben einem weiteren toten Kalb in einem Nebenraum des Stalls finden die Aktivisten auch mehrere Schweine, die in einer verkoteten Bucht ihr Dasein fristen.

Auch ein Hund leidet auf dem Hof
In einem völlig heruntergekommenen Zwinger lebt ein Schäferhund, den die Nachbarn schon seit Ewigkeiten nicht mehr draußen gesehen haben. Eine Schutzhütte hatte das Veterinäramt schon vor einiger Zeit vorgeschrieben, der Bauer hat diese Anordnung bis heute ignoriert.

Geduldete und subventionierte Tierquälerei
Klaus H. weiß, dass ihm nicht viel passieren kann. Die Behörden haben ihn bislang gewähren lassen, es bestehen gute Kontakte des Milchbauern zum zuständigen Veterinäramt - und auch das Landwirtschaftsministerium in Schwerin meint, diese unerträglichen Missstände verteidigen zu müssen. Bauer H. musste unseren Informationen nach noch nie eine Geldstrafe zahlen.
Im Gegenteil. In den Jahren 2007 bis 2009 erhielt sein Hof EU Subventionen in Höhe von 196.722 Euro - subventionierte Tierquälerei.

Nach der PETA-Aktion

Erboste Nachbarn schalten sich ein und beschimpfen die Aktivisten. Nachdem sie das Tierelend jahrelang durch ihr Schweigen geduldet haben, setzen sie sich jetzt für die Rechte ihres Nachbarn ein. Der hingegen lässt sich an diesem Abend nicht mehr blicken. Stefan Bröckling von PETA informiert die Behörden. Die kurz darauf eintreffende Amtstierärztin sieht zwar die Problematik und kann die Vorwürfe in etlichen Punkten bestätigen. Doch sie äußert auch, dass ihr der Hof durchaus bekannt ist und sie immer wieder hier vor Ort ist. Wirklich getan hat sich bisher aber nichts.

 

Wir fordern ein Tierhalteverbot!
PETA fordert, dass hier umgehend ein generelles Tierhalteverbot ausgesprochen wird. Denn die Kontrollen, die die Küstenland Milchunion durchführt, scheinen das Papier nicht wert zu sein, auf dem sie stehen.

Der Konsum von Milch ist unumgänglich mit dem Elend der Tiere verbunden. Kühe werden ein Leben lang als Gebärmaschinen missbraucht, Kälber ihren Müttern entrissen. Überdenken Sie Ihr Konsumverhalten. Säugetiere - so auch der Mensch - sollten immer nur die Milch ihrer eigenen Art trinken. Und das auch nur im Säuglingsalter. Artfremde Milch ist nicht nur völlig unnötig und im Plan der Natur überhaupt nicht vorgesehen, sie ist auch gesundheitsgefährdend.
Informieren Sie sich unter www.peta.de/milch

 

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