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Delfinbaby im Zoo Duisburg geboren: PETA appelliert an Tierfreunde, die Einrichtung zu meiden

 
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Stand September 2017
Duisburg / Stuttgart, 12. September 2017 – Für ein Leben in Gefangenschaft geboren: Im Duisburger Zoo wurde am vergangenen Wochenende ein männliches Delfinbaby geboren. Die Tierrechtsorganisation PETA kritisiert die Zooverantwortlichen für die ungebremste Delfinnachzucht aus kommerziellen Gründen und aufgrund der mangelhaften Haltungsbedingungen für die sensiblen, bewegungsfreudigen Tiere. In Duisburg starben seit 1965 mehr als 60 der intelligenten Meeressäuger; zuletzt gab es Ende 2015 einen Todesfall. Nachzuchten sind aus Tierschutzsicht unverantwortlich. Wegen des Platzmangels in den viel zu engen, flachen Becken werden die älteren Delfine in andere Zoos abgeschoben, da Delfinbabys mehr Besucher anlocken und die Zookassen zum Klingeln bringen. Erst im vergangenen Herbst wurden die Delfine Diego und Darwin nach Lanzarote überführt. PETA appelliert an alle Bürger/-innen und Besucher/-innen der Stadt, sich nach tierleidfreien Freizeitmöglichkeiten umzusehen, um die Gefangenhaltung von Delfinen und die Nachzucht der Tiere nicht mit dem Kauf einer Eintrittskarte zu unterstützen.
 
„Falls das Delfinbaby überlebt, steht ihm ein eintöniges Leben in einem engen, kahlen Betonbecken bevor“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Der Zoo benutzt die niedlichen Jungtiere als gewinnbringende Besucherattraktion, um weiterhin Meeressäuger in Gefangenschaft halten zu können.“
 
Das Jungtier wird nie erfahren, was das Leben eines Delfins in Freiheit ausmacht: In den Ozeanen leben die Meeressäuger in komplexen Sozialverbänden und können sich ihre Freunde aussuchen. Sie schwimmen teils mehr als 100 Kilometer am Tag und tauchen mehrere hundert Meter tief. Im Delfinarium hingegen können sie nicht in den Wellen spielen, in der Strömung treiben, stundenlang jagen oder einander ausweichen. Um die Enge und den Stress überhaupt ertragen zu können, werden Delfine in Gefangenschaft mit Psychopharmaka behandelt. Daher hat Frankreich in diesem Jahr die Nachzucht und den Tausch von Delfinen in Zoos verboten. PETA hat Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt im August aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen und diesbezüglich eine Onlinepetition gestartet.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Delfinarienverbot

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de